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Die besten VR-Filme im Überblick

Die besten VR-Filme im Überblick

In den letzten Jahren erschienen zahlreiche hochwertige VR-Filme, -Videos und -Dokus. Eine Auswahl der besten Werke haben wir euch hier zusammengestellt.

Es gibt zwar eine ganze Menge VR-Filme, -Dokus und andere Videos, aber welche davon sind richtig gut? Welche kann ich mir mit meiner VR-Brille (Vergleich) anschauen?

Nachfolgend findet ihr eine alphabetisch geordnete Auswahl der VR-Filme, die die Redaktion in den letzten Jahren besonders beeindruckt haben.

Letztes Update: 13.07.2021

  • Neue Filme hinzugefügt: Arden’s Wake, Battlescar, Inside Covid, Namoo, Paper Birds, Tested VR
  • Into Space ist nun auch für Oculus Quest erhältlich

Age of Sail

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

In „Age of Sail“ erlebt ihr die Geschichte eines alten Seemanns, der auf hoher See eine geheimnisvolle junge Frau aus dem Meer gefischt hat. Das Mädchen bleibt bei ihm – und der Seemann schöpft neue Hoffnung.

Age of Sail ist das bislang längste und vielleicht ambitionierteste VR-Filmprojekt von Googles Spotlight Studios.

  • Age of Sail ansehen: Kostenlos für iOS und Android sowie auf Steam erhältlich

Ajax All Powerful

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Ajax ist der Name eines ausgebufften Flaschengeists. Mit Bierbauch und Dreitagebart sitzt der Dschinn ungeduldig in seiner Flasche und wartet auf das nächste Opfer, dem er, nach Erfüllung dreier Wünsche, die Seele rauben kann.

Als ein kleines, unschuldiges Mädchen namens Izzie seine Flasche findet, glaubt der Dschinn, leichtes Spiel zu haben. Womit er nicht gerechnet hat: Das Kind hat einen Anwalt angeheuert. Der soll mit dem Flaschengeist einen Vertrag aushandeln soll, bevor es ans Wünschen geht.

Ajax All Powerful ist ein derb-witziges Kammerstück mit starken Dialogen. Von der Trickfilmoptik sollte man sich nicht täuschen lassen, denn dieser VR-Film ist nur für Erwachsene gedacht!

Arden’s Wake

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Arden’s Wake ist der dritte VR-Film der Penrose Studios, der Machern des frühen VR-Filmkunstwerks Allumette. Das Studio hat den sogenannten Puppenhaus-Erzählstil geprägt: Hierbei spielt sich die Handlung dioramenhaft vor den Augen des riesigen VR-Brillenträgers ab, der sich frei in der Szene bewegen kann. 

Arden’s Wake spielt nach einer verheerenden Umweltkatastrophe, in dessen Verlauf große Teile der Welt im Meer untergegangen sind. Wir werden Zeuge einer tragische Familiengeschichte, die sich um das junge Mädchen Meena dreht. Sie lebt mit ihrem Vater in einem runden Holzhäuschen auf langen Stelzen, die auf dem Grund des Meeres verankert sind.

Als Meenas Vater von einem seiner Routine-Tauchgänge nicht zurückkehrt, ist Meena zu einer schweren Entscheidung gezwungen. Sie folgt ihm mit einem U-Boot in den Meeresabgrund, wo sie dunkle Geheimnisse erwarten.

Die Intensität des VR-Films, die gelungene Erzählweise voller Spannung und Emotionen sowie die Liebe, mit der die Welt in jahrelanger Arbeit entworfen wurde, machen Arden’s Wake zu einem der besten VR-Filme, die es derzeit gibt – auch wenn die Geschichte mit einem Cliffhanger endet und eine Fortsetzung derzeit unwahrscheinlich ist.

Der VR-Film ist seit Mitte Februar 2021 für die Oculus Rift im Oculus Store erhältlich und kostet 7,99 Euro. Die Spieldauer liegt bei knapp 30 Minuten. Seit dem 26. Februar ist Arden’s Wake auf Steam für HTC Vive, Oculus Rift und Valve Index erhältlich.

Battlescar

  • Art: Animation, Story,
  • VR-Brillen: Oculus Quest, PC-VR-Brillen

Battlescar spielt im New York des Jahres 1978. Die 16-jährige Lupe, Amerikanerin puerto-ricanischer Herkunft, ist von zuhause ausgebüxt und findet sich über Nacht in einer Jugendstrafanstalt wieder. Dort lernt sie die wilde Debbie kennen. Kaum wieder in Freiheit, hecken die beiden einen Plan aus: Sie wollen eine eigene Punk-Band gründen.

Für Battlescar experimentierten die Gestalter von Atlas V mit einer Vielzahl visueller Erzählstile: Von 3D-Stadtkartenansichten und Paper Cut-Animationen über Szenen, die an Retro-Computerspiele erinnern bis hin zu bunte Collagen in Stop-Motion und Pop-up-Bilderbüchern.

Egal, ob man Punkmusik mag oder nicht: Battlescar sollte man auf keinen Fall verpassen. Der Film ist eine spannende Coming of Age-Geschichte, eine Liebeserklärung an den Animationsfilm und eine große Bereicherung für das Medium Virtual Reality.

Bonfire (Lagerfeuer)

  • Art: Animation, Story, Interaktiv
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

In Bonfire sucht die Menschheit nach einer Alternative zur mittlerweile übel zugerichteten Erde. Ihr seid in diesem Film selbst der Space Scout und findet eine mögliche neue Heimat – doch dummerweise stürzt ihr mit der Raumkapsel auf den fremden Planeten ab. Schnell wird klar: Ihr seid nicht allein…

Bonfire, im Oculus-Store unter dem Titel „Lagerfeuer“ erschienen, ist ein weiterer Animationsfilm der Baobab Studios. Auch wenn er grafisch nicht mit Crow: The Legend (siehe dazu den nächsten Eintrag in dieser Liste) mithalten kann, so gelingt ihm doch für einen Film etwas sehr Außergewöhnliches: Der Film ist komplett interaktiv während die VR-Nutzer selbst die Hauptperson spielen. Dieser Mix aus Spiel und Film macht Spaß und bringt einige überraschende Momente. Leider gibt es die Erfahrung nur in Englisch.

Crow: The Legend

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Rift

Nach den ebenfalls sehenswerten „Asteroids!“ und „Invasion!“ ist „Crow: The Legend“ der dritte VR-Animationsfilm der Baobab Studios. Der Film basiert auf einer Legende der Lenape-Indianer, die von einer paradiesischen Tierwelt vor der Ankunft der Menschen handelt.

Als die Eiszeit anbricht und die Tiere wegen der anhaltenden Kälte in Not geraten, erscheint plötzlich ein bunter Vogel, der den Tieren neue Hoffnung gibt. Produziert ist Crow in bester Pixar-Manier und mit bekannten englischen Stimmen wie Oprah Winfrey und Tye Sheridan. Gerade das jüngere Publikum dürfte große Freude haben an der humorvollen und bunten Interpretation der rund 22-minütigen Indianergeschichte.

Dear Angelica

  • Art: Story, Kunst
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Rift, Oculus Quest

Dear Angelica erzählt die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die sich an ihre verstorbene Mutter erinnert, eine erfolgreiche Schauspielerin.

Der VR-Film ist etwas Besonderes, weil er nicht nur für Virtual Reality, sondern sogar in Virtual Reality gemacht wurde. Er erinnert an ein begehbares, lebendiges Gemälde. Bei jedem weiteren Durchgang entdeckt ihr neue Details.

Dispatch

  • Art: Story, Experimentell
  • VR-Brillen: Oculus Rift

Ein Mörder, der eine Stadt unsicher macht. Sein Opfer, das auf der Flucht ist. Ein Polizist, der Leben zu retten versucht.

Dispatch ist einer der spannendsten VR-Filme und beeindruckt mit einem außergewöhnlichen Stil: Umgebungen und Figuren werden als grobe Polygonmodelle ohne Texturen angedeutet. Die Vorstellungskraft ergänzt, was das Auge nicht sieht – das entfaltet eine ganz besondere Wirkung, wie man sie von herkömmlichen Filmen nicht kennt.

Everest VR

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Quest

Die von Oculus produzierte 360-Grad-Reihe zeigt das Leben von Extrembergsteigern in spektakulären Aufnahmen.

Gleich in der ersten Folge sieht man Profi-Kletterer, die sich aus eigener Kraft und teils ohne Sicherung unüberwindbar scheinende Gebirgs- und Eiswände hochwuchten.

Solche Szenen kennt man aus anderen Dokumentationen und Hollywoodfilmen. Mit der VR-Brille aber hat man annähernd das Gefühl, selbst an diesen Wänden zu hängen – und hält bei jedem neuen Handgriff der Kletterkünstler vor Spannung die Luft an.

Gloomy Eyes

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Quest, PC-VR-Brillen

Gloomy Eyes ist ein weiterer VR-Animationsfilm. In drei Episoden erlebt ihr die originelle Geschichte des kleinen Zombies Gloomy, der so gar nichts mit anderen Zombies anfangen kann. Stattdessen verliebt er sich in ein Menschenmädchen – ausgerechnet die Nichte des größten Zombie-Jägers auf Erden.

In der postapokalyptischen und mystischen Welt finden sich viele Parallelen zu realen gesellschaftlichen Missständen wie Ausgrenzung und Fremdenhass. Gloomy Eyes ist hochwertig produziert und es gibt sogar eine deutsche Synchronfassung. Dank der detailreichen Animationen lohnt es sich, den rund 30-minütigen Film auch ein zweites Mal anzusehen.

Henry

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Quest, Oculus Rift

Der Klassiker unter den Oculus-Filmen: Die charmant erzählte Freundschaftsgeschichte des kleinen Igels Henry konnte 2016 als erster VR-Film einen Emmy gewinnen.

Henry erzählt in wenigen Minuten die Geschichte eines Igels, der gerne Freunde hätte – aber von seinen Stacheln daran gehindert wird: Jede Umarmung endet in einer Katastrophe. Ihr nehmt in Henrys Wohnzimmer Platz und beobachtet den Handlungsverlauf in 360-Grad.

In Memory

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Das Kriegsopfer Jedrick wird jahrelang in einer Zelle gefangen gehalten. Sein einziger Ausweg aus der Enge sind seine Erinnerungen. Mit der VR-Brille taucht ihr in seine Vergangenheit ein.

In Memory zeigt, dass Erinnerungen wie eine virtuelle Realität sein und damit Trost spenden können: Sie lassen euch in eine andere, alternative Wirklichkeit fliehen.

Inside Covid19

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Quest

Die Corona-Krise ist gerade wegen ihres globalen Charakters nur schwer in ihrem vollen Ausmaß nachzuvollziehen. Die beeindruckende 360-Grad-Dokumentation Inside Covid19 zeigt aus nächster Nähe, welche Folgen die Viruserkrankung für ein Individuum und seine Familie haben kann und schafft so einen unmittelbareren Bezug zur größten Herausforderung unserer Zeit.

Die Zuschauer begleiten den kalifornischen Chefarzt Josiah Child durch die Pandemie, werden Zeuge der Vorbereitungen auf die Krise und erleben den Verlauf seiner eigenen Viruserkrankung, die ihn beinahe das Leben kostete.

Durch einen CT-Scan von Childs entzündeter Lunge, den man in 3D vor sich sieht sowie aufwendige 3D-Animationen der mikrobiologischen Vorgänge, die zu einer Covid-Infektion führen, wird der Virus greifbarer.

Zwischen den Episoden von Childs Krankengeschichte wird immer wieder der globale Kontext eingeblendet. Durch die Verknüpfung von individuellem und gesellschaftlichem Leid erhält man eine bessere Vorstellung von den Folgen der Pandemie.

Into Space: 1st Step und 2ndStep

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Quest, PC-VR-Brillen

Die aufwendig produzierten 360-Grad-Filme zeigen in hollywoodreifen Bildern die Apollo-Missionen sowie die nächste große Erkundungsfahrt der Menschheit: die Reise zum Mars.

Für die Darstellung menschlicher Akteure wurden professionelle Schauspieler angeheuert, deren Gesicht mit Spezialkameras aufgenommen und in die Computersimulation übertragen wurde. Sie wirken wie der Rest des Films sehr lebensecht.

Micro Monsters

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Quest

Die fünfteilige VR-Doku Micro Monsters, begleitet und erzählt von Naturfilmlegende Sir David Attenborough, setzt dank neuer Aufnahmetechnik und 8K-Auflösung einen neuen Qualitätsstandard für immersive Videos.

Dank Spezialkameras und VR-Brille werden Zuschauer auf die Größe einer Ameise geschrumpft und so Zeuge eines faszinierenden und zugleich furchteinflößenden Mikrokosmos.

Jede der fünf Folgen konzentriert sich auf ein oder zwei Tiere: Man schaut wie, wie ein Tausendfüßler mit einem Skorpion ringt, wie Ameisen unter gemeinsamer Anstrengung mit einem selbst produzierten Klebstoff gewaltige Strukturen bauen, wie sich Blattläuse klonen und ein Schmetterling sich aus der Puppenhülle zwängt. In einer besonders beeindruckenden Aufnahme fliegt man mit Insekten und sieht dank Zeitlupe jeden Flügelschlag.

Minimum Mass

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Minimum Mass handelt von einem Liebespaar, das eine Reihe von Fehlgeburten bewältigen muss. Der Zuschauer erlebt Schlüsselszenen aus dem Leben der Liebenden: aus der Kennenlernphase, glücklichen Tagen, aber auch Momenten der Entfremdung.

Die Szenen spielen sich dioramenhaften Miniaturen realer Räume ab und versetzen den Zuschauer in den Körper eines Riesen, der in ein Puppenhaus blickt, dieses bewegen und aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen kann.

Minimum Mass zeichnet sich durch seine ganze eigene VR-Ästhetik und eine berührende Geschichte mit überraschender Auflösung aus.

Miyubi

  • Art: Spielfilm
  • VR-Brillen: Oculus Rift

Miyubi ist der erste Spielfilm der Doku-Spezialisten Felix & Paul. Mit einer Spieldauer von rund 40 Minuten ist er einer der längsten VR-Spielfilme überhaupt.

Miyubi spielt in den frühen 80er Jahren und erzählt die Geschichte einer durchschnittlichen US-Familie. Der Zuschauer schlüpft in die Rolle des kleinen, namengebenden Spielzeugroboters Miyubi, der die Familie über viele Jahre hinweg begleitet. Technisch ist Miyubi auf höchstem Niveau und in 3D produziert und spannend erzählt.

  • Miyubi ansehen: Kostenlos im Oculus Rift-Store erhältlich
  • Weitere Informationen: Filmbesprechung zu Miyubi

Namoo

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Quest

Namoo ist das koreanische Wort für Baum. Im gleichnamigen VR-Film geht es um einen ganz besonderen Baum: den Baum des Lebens. Er bildet das unverrückbare Zentrum der Szene, in der wir uns zu Beginn wiederfinden und die wir erst gegen Ende verlassen. Der Film spielt sich im engen Umkreis dieses Baums ab, der mit seinem Protagonisten wächst – und wir mit ihm.

Wir sehen ein Kleinkind, einen Buben, einen jungen Mann. Mit dem Heranwachsen dieses Menschen kristallisiert sich eine Leidenschaft heraus, die die Einheit seiner Existenz, seine Identität bildet: das Zeichnen und Malen.

Mit jedem Entwicklungsschritt und Größerwerden des Protagonisten wachsen auch der Baum und die Größenverhältnisse der Szene, wodurch wortwörtlich das Gefühl entsteht, mit dem Helden zu wachsen: ein verblüffender visueller Effekt, der dem VR-Medium vorbehalten ist.

Der geschickte Einsatz des Mediums, die minimalistische und deshalb umso effektvollere Inszenierung, die Symbolkraft der Bilder und die hervorragende technische Umsetzung machen Namoo zum bislang besten Filmprojekt, das mit dem VR-Malprogramm Quill in und für Virtual Reality umgesetzt wurde. 

Notes On Blindness

  • Art: VR-Erfahrung, Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Quest, Oculus Rift

Notes On Blindness ist eine der ältesten Erfahrungen in dieser Liste und war zur Veröffentlichung 2016 ihrer Zeit schon weit voraus.

In den 80er Jahren erblindete Theologe und Autor John Hull nach und nach. Seine Erfahrungen, die er auf Tonband festgehalten hat, sind die Grundlage für diese VR-Erfahrung. In schemenhaften Szenen erlebt ihr, wie es ist, langsam sein Augenlicht zu verlieren und immer mehr auf Geräusche und Töne angewiesen zu sein. Eindringlich und interaktiv erlebt ihr damit einen wahren Klassiker.

Hinweis: Gute Kopfhörer sind empfehlenswert!

Paper Birds (Part I & II)

  • Art: Animation, Story, Interaktiv
  • VR-Brillen: Oculus Quest

Paper Birds bietet erstklassige Grafik, eine wunderschöne musikalische Untermalung und ein Hauch Magie.

Der VR-Film entführt Zuschauer in die Welt von Toto, einem kleinen Jungen mit großem musikalischen Talent, der am liebsten auf seinem Bandoneon spielt.

In besonderen Momenten bekommt er Besuch von blau leuchtenden Vögelchen, den Paper Birds. Sie kündigen Veränderungen an und agieren als Boten zwischen der irdischen Welt und der Welt des Unsichtbaren. Beide Welten existieren in Balance miteinander. Doch die Harmonie wird eines Tages plötzlich gestört, als der große Schatten Totos Schwester entführt.

Wer Freude an Gloomy Eyes hatte, wird Paper Birds lieben. Hier wie dort bewegen sich süße Kerlchen durch eine putzige Miniaturwelt, Schauplätze tauchen aus dem Dunkeln auf und werden mit Scheinwerferlicht wunderbar theatralisch in Szene gesetzt. 

Dank Quest-Handtracking kann man in einzelnen Szenen mit der Erzählwelt interagieren, um mit den Händen Funken sprühen zu lassen oder ein Portal in die Welt des Unsichtbaren zu öffnen.

Anfang Juli 2021 erschien der zweite Teil, der Totos Geschichte zuende erzählt.

Space Explorers

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Quest

Space Explorers besteht aus zwei Staffeln.

Die erste Staffel begleitet Astronauten, die sich physisch und psychisch in unwirtlichen Umgebungen auf ihre Weltraummissionen vorbereiten. Dort setzen sie sich Extrembedingungen aus. Space Explorers lässt VR-Nutzer aus nächster Nähe an dieser Ausbildung teilhaben.

In der zweiten Staffel mit dem Titel „The ISS Experience“ erleben Zuschauer den Astronautenalltag auf der ISS. Das einzigartige Filmmaterial wurde während zwei Jahren mit speziellen 360-Grad-Kameras von der ISS-Crew aufgenommen.

Im Herbst 2020 erschien die erste Folge der zweiten Staffel. Die zweite, dritte und vierte Folge erscheinen im Winter, Frühling und Herbst 2021.

Hinweis: Für maximale Bildqualität solltet ihr die Videos herunterladen und nicht streamen.

Spheres

  • Art: Animation, VR-Erfahrung
  • VR-Brillen: Oculus Rift

Selten habt ihr die Gelegenheit, euch dem Kosmos so nahe zu fühlen wie in Spheres. Der VR-Film inszeniert kosmische Vorgänge als interaktives, audiovisuelles Feuerwerk.

Ihr geratet in den Sog eines Schwarzen Lochs, lauscht den Klängen des Alls und lernt, was den kleinen, blauen Punkt im All so besonders macht. Astronomie-Fans – und wahrscheinlich alle anderen auch – werden beeindruckt sein.

  • Spheres kaufen: Die drei Episoden „Chorus of the Cosmos“, „Songs of Spacetime“ und „Pale Blue Dot“ sind für zehn Euro im Oculus Rift-Store und Oculus Quest-Store erhältlich

Tested VR

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Go, Oculus Quest

Diese VR-App transportiert VR-Nutzer direkt in Adam Savages Werkstatt. Dank immersiver 3D-Videotechnik hat man das Gefühl, den hochtalentierten Bastlern, Designern und Künstlern vor Ort bei der Arbeit zuzuschauen. 

Die App bietet acht abwechslungsreiche Episoden: Man schaut zu, wie Rüstungen, Marionetten, Teile von Raumanzügen, Stop-Motion-Filme, tragbare Flügel und Masken hergestellt werden. Dabei gibt es auch sehr Ausgefallenes zu bewundern wie zum Beispiel die Arbeit von Griffon Ramsey, der mit einer Kettensäge Holzskulpturen formt.

In der mit zahlreichen außergewöhnlichen Objekten und Werkzeugen vollgestellten Werkstatt kommt die von Tested eigens gebaute stereoskopische 180-Grad-Kamera wunderbar zur Geltung.

Man muss kein Fan des Tested-Youtubekanals ist, um die zur Schau gestellte außergewöhnliche Handwerkskunst zu bewundern, die in ihrer Präsentation stark von der immersiven VR-Kameraoptik profitiert.

Anfang 2021 erschien eine zweite Staffel mit acht neuen Folgen. Die entführt Zuschauer unter anderem in die Werkstatt der neuseeländischen Effektschmiede Weta Workshop, die an der Herr der Ringe-Trilogie mitwirkte.

The Book of Distance

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

In The Book of Distance rekonstruiert der Kanadier Randall Okita die Lebensgeschichte seines japanischen Großvaters, der 1935 in jungen Jahren seine Heimatstadt Hiroshima verlässt, um in der Fremde ein neues Leben zu beginnen.

Die Lebensgeschichte von Yonezo Okita ist fragmentarisch durch Erzählungen, Gegenstände und vereinzelte Fotos überliefert. In The Book of Distance erweckt sie der Enkel mittels Virtual Reality auf bewegende Art und Weise zum Leben, indem er die VR-Biografie berührbar und begehbar macht. Der VR-Film lässt einen immer wieder mit Schlüsselobjekten interagieren, sodass man die wichtigen Stationen des Großvaters ein Stück weit miterleben kann.

The Great C

  • Art: Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Der halbstündige Roomscale-Film greift eine Kurzgeschichte des Sci-Fi-Kultautors Philip K. Dick auf: In einer dystopischen Zukunft herrscht ein allmächtiger Computer über die Welt. Jedes Jahr fordert er ein Menschenopfer, nur dann verschont er den Rest der Menschheit.

The Great C ist spannend erzählt und aufwendig inszeniert. Sci-Fi-Fans sollten sich den Film nicht entgehen lassen.

The Last Goodbye

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Rift

An der Seite des Holocaust-Überlebenden Pinchas Gutter besucht man das ehemalige Konzentrationslager Majdanek. Gutter wurde 1943 mit seiner Familie aus dem Warschauer Ghetto in das KZ deportiert. Seine Eltern und seine Schwester wurden ermordet, nur er überlebte das Lager.

Gutter führt die Zuschauer an gut erhaltene Schlüsselorte des Lagers wie den Duschraum und das Desinfizierungsbad, die Baracken, die Gaskammer und die Kremieröfen. Die Räume wurden mit Photogrammetrie auf hohem technischen Niveau digital rekonstruiert, sodass man sich in den photorealistischen Räumlichkeiten umsehen und frei bewegen kann, so als wäre man tatsächlich dort.

Gutter wurde ebenfalls digitalisiert und steht beeindruckend real mit im Raum, während er von seinen Lagererlebnissen berichtet.

The Line

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Quest, PC-VR-Brillen

Dieser Emmy-Gewinner rollt eine romantisch-süße Modellbauwelt vor dem Zuschauer aus: Man steht vor der Miniaturkopie eines Quartiers der Stadt São Paulo in den 40er Jahren. Hier läuft alles auf Schienen, elektrisch, nach Plan.

Das gilt auch für den Zeitungsjungen Pedro, der jeden Tag nach dem gleichen Muster seinen Pflichten nachkommt. Nur an einem Ort und Zeitpunkt in seinem Alltag gibt er sich einer Abschweifung hin und sammelt eine gelbe Blume ein.

Die hinterlässt er heimlich der Floristin Rosa, in die er schon lange verliebt ist. Das Ritual wiederholt sich jeden Tag, ohne dass er den Mut aufbringt, ihr seine Liebe zu gestehen. Bis eines Tages etwas Unerwartetes geschieht, Pedro ein Wagnis eingeht und von seinem vorbestimmten Pfad abkommt.

Travelling While Black

  • Art: Dokumentation
  • VR-Brillen: Oculus Quest, Oculus Go, Oculus Rift

Diese Dokumentation aus dem jahre 2019 ist ein Meisterstück der Felix & Paul Studios. Sie kombiniert animierte Elemente mit herzergreifenden Szenen, in denen die Protagonisten erzählen.

Der rund 20-minütige 360-Grad-Film behandelt eine dunkle – und leider hochaktuelle – Seite der amerikanischen Gesellschaft: Rassismus. Aufhänger ist das in den 30er Jahren veröffentlichte Buch „The Green Book“. In diesem Reiseführer wurden Restaurants, Hotels und Geschäfte aufgelistet, die Afroamerikaner betreten durften und in denen sie sich aufhalten konnten, ohne bedroht, beleidigt, bespuckt oder gar verhaftet zu werden. Einer dieser Orte ist auch der Spielort des Filmes, der noch heute bekannte Imbiss Ben’s Chili Bowl in Washington.

Vestige

  • Art: Story
  • VR-Brillen: PC-VR-Brillen

Vestige bedeutet Überbleibsel oder Rest. Im gleichnamigen Film betrifft das die verbliebenen Erinnerungen einer jungen Frau, die ihres verstorbenen Geliebten gedenkt. Darin erlebt ihr Schlüsselszenen der vergangenen Beziehung.

Vestige bietet volumetrisch gefilmte Darsteller, die ästhetisch als ansprechende Lichtfiguren umgesetzt wurden. So werden technische Schwächen der Aufnahmetechnik geschickt kaschiert.

Wolves In The Walls

  • Art: Animation, Story
  • VR-Brillen: Oculus Rift

Wolves In The Walls ist einer der aufwendigsten VR-Filme, die in letzter Zeit erschienen sind – und wohl einer der besten VR-Filme überhaupt.

In dem Animationsmeisterwerk folgen wir Lucy, einem achtjährigen Mädchen voller Fantasie, die uns mit in ihre Familie und in ihr Zuhause führt. Doch sie hat auch große Ängste und ist überzeugt davon, dass in den Wänden ihres Hauses dunkle Schattengestalten wohnen.

Der Film besteht aus drei Kapiteln und basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Neil Gaiman und Dave McKean. VR-Nutzer werden sehr originell in die interaktive Geschichte einbezogen und ihr fühlt euch der kleinen Lucy schnell verbunden. Dieser Effekt wurde unter anderem mit Hilfe von Methoden aus dem Theater erzielt.

2019 erhielt Wolves In The Walls einen Primetime Emmy.