Update: 24.05.2020

Welche VR-Brille lohnt sich für mich und wie unterscheiden sich die einzelnen VR-Brillen? Welche VR-Brille soll ich kaufen? In unserem ausführlichen Vergleich beantworten wir alle Fragen.

In diesem Artikel erfahrt ihr

  • welche aktuellen VR-Brillen es gibt,
  • wie sich die VR-Brillen voneinander unterscheiden,
  • welche VR-Brille für euch geeignet ist und,
  • wo ihr sie kaufen könnt.

Wer sich mit Virtual Reality beschäftigt und nach VR-Brillen sucht, hat oft Schwierigkeiten, aus den konkurrierenden Headsets das am besten geeignete herauszusuchen. Einige Hersteller bieten ein verwirrendes Line-up, bei anderen VR-Brillen ist nicht sicher, wie lange sie noch unterstützt werden und alle haben teils signifikante Unterschiede.

Wir haben die perfekte Kaufberatung für euch: In unserer Vergleichstabelle bekommt ihr einen schnellen Überblick aktueller VR-Brillen im Jahr 2020. Danach haben wir Vor- und Nachteile der einzelnen VR-Headsets ausführlich aufbereitet und geben Empfehlungen ab. Außerdem beantworten wir häufig gestellte Fragen.

Hinweis: Wir haben nur VR-Brillen aufgenommen, die es offiziell jetzt oder in Kürze ohne zusätzliche Hürden zu kaufen gibt. Das beinhaltet auch VR-Brillen, die für Unternehmen gedacht sind. Mobile und in ihren Funktionen stark eingeschränkte VR-Brillen wie Oculus Go (Test) werden hier nicht berücksichtigt.

Letztes Update: 24.05.2020

  • allgemeine Aktualisierungen
  • 3.14 Vive Cosmos mit MIXED-Test aktualisiert
  • 4.3 StarVR One hinzugefügt

Beste VR-Brillen 2020: Vergleichstabelle

Hinweis zur Nutzung der Tabelle: Mobil bitte die Tabelle einfach in die gewünschte Richtung wischen. Auf dem PC oder Laptop in die Tabelle klicken und die Richtungstasten verwenden.

Die VR-Brillen in der Tabelle sind alphabetisch geordnet. Bitte beachtet, dass VR-Brillen in den verlinkten Stores temporär nicht verfügbar sein können.

Farblegende: Die Unterlegung zeigt die besten Werte von „Weiß“ (niedrigste Werte) bis „leuchtend Grün“ (beste Werte).

Beste VR-Brillen 2020: Infos & Empfehlungen

Hinweis: Die VR-Brillen sind nach Relevanz geordnet. Bei den Business-to-Consumer-VR-Brillen (B2C) finden sich Headsets, die sowohl an Endverbraucher als auch an Unternehmen (B2B, Business to Business) verkauft werden. VR-Brillen im B2B-Abschnitt werden nur an Unternehmen verkauft.

B2C-VR-Brillen

Oculus Quest

Ende Mai 2019 erschien die Oculus Quest, Facebooks autarke VR-Brille, die kein Kabel benötigt, um hochwertige VR zu bieten. Die horizontale Auflösung ist mit 1.600 Pixeln höher als die der Oculus Rift S bei gleicher vertikaler Auflösung mit 1.440 Pixeln. Die OLED-Panels bieten sehr gute Schwarz- und damit auch Kontrastwerte.

Die integrierte Hardware für Rechenleistung und Grafik ist auf Smartphone-Niveau und bietet dementsprechend keine so tolle Grafik wie PC und Konsole. Quest-Apps sind grafisch eher einfach gehalten, können aber dennoch ansprechend aussehen, wenn der Stil stimmt.

Werbebild mit VR-Brille Oculus Quest und Touch-Controllern
Die Oculus Quest bietet enorme Flexibilität zu einem guten Preis. BILD: Oculus

Ein Nachteil: Die Quest hat nur eine Bildwiederholrate von 72 Hz. Das liegt unter der Oculus Rift S (80 Hz) und deutlich unter dem Branchenstandard von 90Hz. In der Regel solltet ihr keinen Unterschied ausmachen, je nach Optimierungsgrad einer App kann das allerdings manchmal spürbar sein. Empfindliche Nutzer könnten aufgrund der geringeren Bildwiederholrate gegebenenfalls mit Motion Sickness zu kämpfen haben.

Besonders gut gelungen ist das Inside-Out-Tracking von Oculus Quest. Allerdings hängt die Qualität des Trackings auch vom Licht und der Umgebung ab. Wird es zu dunkel oder zu hell, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, können Tracking-Aussetzer auftreten. Im Alltag spielt das kaum eine Rolle, es sei denn, man nimmt die VR-Brille im Sommer mit vor die Tür oder spielt in Räumen ohne ordentliche Beleuchtung.

Ebenfalls hervorragend: Der Spielbereich kann frei konfiguriert werden und theoretisch sogar die komplette Wohnung umfassen. Der Bereich kann individuell, schnell und einfach festgelegt werden. Bei künftigen Nutzungen merkt sich die Quest den angegebenen Spielbereich pro Raum.

Mit einem Oculus-Link-Kabel (Infos) können VR-Anwendungen, die einen PC benötigen, auf die Quest gestreamt werden. Das macht sie zu einer vollwertigen PC-VR-Brille mit entsprechend hochwertigerer Grafik.

Außerdem unterstützt die Quest Handtracking: Menüs und Apps oder Spiele, die darauf ausgelegt sind, steuern Nutzer mit den eigenen Händen statt mit Controllern. Das wird künftig unserer Meinung nach die bevorzugte Eingabemethode sein, wie ihr auch in unserem Quest-Handtracking Info-Guide nachvollziehen könnt.

Der integrierte Sound ist verhältnismäßig gut und unterstreicht die Flexibilität des Headsets. Allerdings braucht ihr für volle Tiefen und Bässe eigene Kopfhörer.

Der größte Nachteil von Oculus Quest, neben den Abstrichen bei der Grafik, ist der Tragekomfort. Durch die in die Frontplatte integrierte Hardware ist die VR-Brille vorderlastig und drückt insbesondere bei längeren VR-Sessions auf Nase und Wangenknochen.

Vor- und Nachteile

+ gute Auflösung
+ sehr gute Schwarzwerte
+ IPD-Regler
+ sehr gutes Inside-Out-Tracking
+ guter Sound
+ kabelloses VR
+ optionales Link-Kabel für PC-VR-Streaming (darüber Zugriff auf viele Oculus-exklusive Top-Spiele)
+ Handtracking
+ guter Preis

+/- Komfort ist nur okay

grenzwertige Bildrate
keine Einstellung des Linsenabstands zu den Augen

Oculus Quest ist für mich geeignet, wenn …

  • ich völlig freie VR mit sehr gutem Inside-Out-Tracking haben möchte,
  • mir Flexibilität bei VR besonders wichtig ist,
  • mich Handtracking interessiert,
  • ich gerne ab und zu mit einem optionalen Kabel PC-VR-Apps nutzen möchte und wenn
  • ich ein sehr gutes Preis-Leistung-Verhältnis will.

Oculus Quest ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • mir Inside-Out-Tracking noch nicht präzise genug ist,
  • hohe grafische Qualität und kabelloses VR für mich zusammengehören und
  • ich auf besonders guten Tragekomfort Wert lege.

Test der Oculus Quest & Empfehlung der Redaktion

In unserem Oculus Quest-Test gehen wir auf alle Details der VR-Brille ein und beantworten viele Leserfragen.

Aktuell sprechen wir eine klare Empfehlung für die Oculus Quest aus. Als Gesamtpaket bietet die Quest derzeit das wohl beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Insbesondere Oculus Link und Handtracking sind Alleinstellungsmerkmale, die keine zweite VR-Brille aufweist.

Wer allerdings keinen Wert auf mobiles VR sowie hohe Flexibilität legt, beim Preis nicht so genau hinschaut und auch nicht zwangsläufig auf die exklusiven Spiele des Oculus-Ökosystems zugreifen muss, sollte sich die Valve Index genauer ansehen.

Zubehör

Das beste Zubehör für Oculus Quest findet ihr in unserer Übersicht. Darunter befinden sich auch Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) für Brillenträger und Griffschutz mit Befestigungsriemen, damit die Controller nicht aus der Hand rutschen.

Einschätzung

Facebook und Oculus setzen eindeutig auf die Quest und entwickeln die Features der VR-Brille weiter, wie Oculus Link und Quest-Handtracking beweisen. Auch Entwickler setzen zunehmend auf die Quest, da sich Apps dort besser verkaufen.

Die Oculus Quest hat für die nächsten zwei Jahre beste Aussichten.

Oculus Quest könnt ihr hier kaufen

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1.825 Bewertungen

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Valve Index

Die Valve Index ist derzeit die beste PC-VR-Brille auf dem Markt. Die Valve-Brille punktet mit einem scharfen LC-Display mit 1.440 × 1.600 Pixeln pro Auge und einem Blickfeld von bis zu 130 Grad.

Dazu kommt eine variable Bildrate von 80 bis 144 Hz, die ohne Neustart einer App im SteamVR-Menü gewechselt werden kann. Sehr schnelle Spiele wie etwa Beat Saber (Test) profitieren von den überdurchschnittlich hohen Bildraten. Auch der Komfort ist überdurchschnittlich gut, das Gewicht der VR-Brille wird auf den Kopf verteilt und der Anpressdruck im Gesicht so verringert.

Das SteamVR-Tracking ist in Sachen Präzision ungeschlagen: Lasertracking ist so präzise wie keine andere aktuelle Tracking-Technologie. Allerdings muss es extern durch Basisstationen realisiert werden, was den Installationsaufwand deutlich erhöht.

Nutzer mit VR-Brille Valve Index und den Index-Controllern.
Die Valve Index ist die aktuell wohl bequemste und im Gesamtpaket auch beste PC-VR-Brille. BILD: Valve

Ebenfalls sehr gut gelungen: Die Index-Controller sind erheblich ergonomischer als andere VR-Controller, bieten Fingertracking-Sensoren, Trigger, Buttons und einen Analog-Stick. Dank der Befestigungsriemen über den Handrücken kann man die Hand natürlich öffnen, schließen und virtuelle Dinge greifen – die Controller übertragen die Aktion zuverlässig in VR.

Auch der Sound überzeugt: Die an der Kopfhalterung integrierten Ohrlautsprecher bieten eine hervorragende Audioleistung und tragen maßgeblich zur Immersion bei.

Nachteile sind der recht hohe Preis, das externe und damit wenig flexible Tracking sowie die durchschnittlichen Schwarzwerte der LC-Displays. Außerdem stören Lichtreflexionen auf den Fresnel-Linsen. Wer zudem gerne Oculus-exklusive Games spielen möchte, kann das mit der Valve Index nur über den Revive-Hack tun.

Vor- und Nachteile

+ scharfes Display
+ Bildrate manuell einstellbar bis zu 144 Hz
+ Sichtfeld von bis zu 130 Grad
+ IPD-Regler
+ Linsenabstand zu den Augen einstellbar
+ ergonomische Controller mit Fingertracking
+ sehr guter Sound
+ komfortable VR-Brille

schwächere Kontraste und Schwarzwerte im Vergleich zu OLED-Brillen
teuer

Valve Index ist für mich geeignet, wenn …

  • ich präzises externes SteamVR-Tracking möchte,
  • mir eine Top-VR-Brille mit hoher Auflösung und Sichtfeld wichtig ist,
  • ich die wohl derzeit besten VR-Controller möchte und
  • ich eine komfortable VR-Brille brauche.

Valve Index ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • mir externes Tracking zu unflexibel ist,
  • Lichtreflexionen für mich furchtbar nervig sind und
  • mein Budget keinen vierstelligen Kaufpreis abdeckt.

Test der Valve Index & Empfehlung der Redaktion

Einen detaillierten Test der Valve Index findet ihr bei uns. Derzeit ist die Valve Index die wohl insgesamt beste PC-VR-Brille, allerdings zu einem Preis, der sich gewaschen hat. Wer es sich leisten kann, macht beim Kauf alles richtig.

Zubehör

Zubehör für die Valve Index haben wir euch im verlinkten Artikel zusammengestellt.

Einschätzung

Valve wird in den nächsten Jahren sicher keinen Nachfolger bringen, höchstens verbesserte Controller oder Zubehör. Stattdessen wird es hoffentlich weitere hochwertige Valve-Spiele in VR geben, die ähnlich wie Half-Life: Alyx (Test) die Fähigkeiten der VR-Brille und vor allem der Index Controller voll ausnutzen werden. Einziger Nachteil ist, dass Oculus-exklusive Spiele nur über Revive-Hack gespielt werden können.

Als Hardware-Hersteller hat Valve mit SteamVR-Tracking und den Index Controllern derzeit ein Quasi-Monopol. Anbieter wie Pimax oder Varjo setzen auf diese Technik und Hardware für ihre eigenen VR-Brillen. Die Chancen stehen gut, dass Valve die eigene VR-Technik in Zukunft noch ausbaut.

Valve Index könnt ihr hier kaufen

Valve Index im Steam Store bestellen

PlayStation VR

Die am häufigsten verkaufte VR-Brille mit mehr als fünf Millionen Einheiten ist die PlayStation VR von Sony. Wer eine Play Station 4 oder PlayStation 4 Pro besitzt, kann das bis heute bequemste VR-Headset anschließen und in einer ganzen Reihe hochwertiger VR-Spiele aus dem Alltag flüchten. Dazu gehören beispielsweise die Blockbuster Resident Evil 7 VR (Testberichte) oder Skyrim VR (Test).

VR-Brille PlayStation VR von der Seite.
Die bequemste VR-Brille ist die PlayStation VR von Sony. Sie leidet aber unter suboptimalem Tracking. BILD: Sony

Die PSVR hat zwar nur eine Full-HD-Auflösung, also 1.920 x 1.080, allerdings sorgt das hochwertige OLED-Display mit drei Subpixeln pro Pixel für einen im Vergleich zu anderen VR-Brillen geringen Fliegengittereffekt. Das Sichtfeld liegt bei rund 100 Grad, die Bildrate je nach Anwendung zwischen 90 und 120 Hz.

Besonderen Komfort bietet Sonys VR-Brille durch die Kopfhalterung. Die Brille liegt oben auf der Stirn auf, das eigentliche Headset hängt also vor dem Gesicht und muss nicht fest dagegen gepresst werden.

Größter Nachteil der PlayStation VR ist das optische Tracking, das über eine einzelne Kamera funktioniert und LEDs am Headset, am PS4-Controller, den PlayStation Move-Controllern oder dem Aim-Controller nachverfolgt. Je nach Lichtverhältnissen, vor allem aber an den Rändern des kegelförmigen Trackingbereichs, kann es hier zu nervigen Aussetzern kommen.

Vor- und Nachteile

+ je nach Anwendung erstaunlich klares Bild trotz geringer Auflösung
+ sehr gute Kontraste und Schwarzwerte dank OLED-Display
+ automatische IPD-Anpassung
+ Linsenabstand zu den Augen einstellbar
+ benötigt nur eine PlayStation 4 statt eines schnellen PCs
+ Zugriff auf PlayStation-exklusive VR-Spiele
+ komfortabelste aktuelle VR-Brille
+ wird mit PlayStation 5 kompatibel sein
+ Aim-Controller (Zubehör)
+ preiswert

geringste Auflösung aller VR-Brillen
schlechtestes Tracking aller aktuellen VR-Brillen
steifes Kabel

PlayStation VR ist für mich geeignet, wenn …

  • ich keinen PC habe oder keine PC-VR-Brille will,
  • mir der Komfort einer VR-Brille besonders wichtig ist,
  • ich überwiegend auf der Couch spielen möchte und
  • mir die geringe Auflösung egal ist.

PlayStation VR ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich auf hohe Auflösungen viel Wert lege und
  • es mir sehr auf vernünftiges Tracking und Roomscale-VR ankommt.

Test der PlayStation VR & Empfehlung der Redaktion

Wenn ihr bislang keine VR-Brille habt, eine PlayStation 4 besitzt und unbedingt mal VR ausprobieren wollt, ohne gleich mit VR im ganzen Raum einsteigen zu wollen, könnt ihr mit der PSVR – zumal zum aktuellen Paketpreis – kaum etwas falsch machen.

Außerdem wird die PlayStation 5 die PSVR nativ unterstützen. Da es noch eine ganze Weile dauern kann, bis die PlayStation VR 2 (alle Infos) angekündigt wird und es keine Konkurrenz im Konsolenbereich gibt, können wir die PlayStation VR durchaus noch empfehlen.

Zubehör

Als Zubehör für die PSVR gibt es die PlayStation Move-Controller und den Aim-Controller.

Einschätzung

Die PSVR bleibt aktuell, solange Sony sie mit Spielen versorgt. Da eine PlayStation VR 2 frühestens Mitte bis Ende 2021 erwartet wird, darf man mit PSVR vorerst auch für die PS5 rechnen.

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Letzte Aktualisierung am 7.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Oculus Rift S

Die Rift S erschien wie die Quest ebenfalls am 21. Mai 2019 als Oculus’ Upgrade für PC-VR. Die Auflösung liegt mit 1.280 x 1.440 unter der Quest und deutlich unter der Konkurrenz, etwa Vive Cosmos oder Valve Index. Das LC-Display hat keinen guten Schwarzwert und die Bildrate liegt mit 80 Hz unter dem Branchenstandard von 90 Hz und leicht über dem der Quest mit 72 Hz.

Die Oculus Rift S ist deutlich bequemer als die frontlastige Quest-Brille.

Das Tracking erfolgt mit fünf in die Brille integrierten Kameras, ist sehr präzise und setzt maximal aus, wenn die Controller deutlich aus dem Sichtbereich der Kameras geraten. Das ist aber recht selten der Fall.

VR-Brille Oculus Rift S in der Nahansicht.
Die Oculus Rift S ist eine durchaus bequeme VR-Brille mit sehr gutem Inside-Out-Tracking, aber auch vielen kleinen Unzulänglichkeiten. BILD: MIXED.

Der integrierte Sound ist gleich dem der Oculus Quest erstaunlich gut, vor allem, wenn man die Flexibilität bedenkt, die damit einhergeht: Der Sound kommt direkt aus dem Headset – aufsetzen, losspielen. Wer viel Wert auf volle Tiefen und Bässe legt, sollte aber Kopfhörer nutzen.

In puncto Software kann die VR-Brille durch hochwertige Exklusivproduktionen, etwa Stormland (Test) glänzen. Allerdings kann die Oculus Quest mit Oculus Link (Infos) mittlerweile ebenfalls alle PC-VR-Apps abspielen.

Vor- und Nachteile

+ gutes Inside-Out-Tracking
+ guter Preis
+ guter Tragekomfort
+ guter Sound
+ Zugriff auf viele Oculus-exklusive Top-Spiele

+/- ordentliche Auflösung

unterdurchschnittliche Bildrate
schlechte Schwarzwerte
kein IPD-Regler, fixer Pupillenabstand
keine Einstellung des Linsenabstands zu den Augen

Oculus Rift S ist für mich geeignet, wenn …

  • ich ein verhältnismäßig günstiges, bequemes PC-VR-Einsteigergerät suche,
  • ich auf gutes Inside-Out-Tracking setze,
  • mir der Zugriff auf Oculus-exklusive Spiele wichtig und
  • mir die Mobilität der Quest-Brille egal ist.

Oculus Rift S ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich Wert auf maximale Auflösung lege,
  • mir externes Tracking wichtig ist,
  • ich meinen Augenabstand vernünftig einstellen will und
  • ich mit der Oculus Quest mit Oculus Link vergleiche.

Test der Oculus Rift S & Empfehlung der Redaktion

Unseren Langzeit-Test zur Oculus Rift S findet ihr hinter dem Link.

Die Rift S ist maximal für diejenigen empfehlenswert, die auf die Flexibilität und die zusätzlichen Features der Oculus Quest mit Oculus Link oder Quest-Handtracking keinen Wert legen und eine verhältnismäßig günstige und bequeme PC-VR-Brille wollen.

Zubehör

Für Oculus Rift S gibt es verschiedenes Zubehör, etwa Hygieneabdeckungen oder Gesichtspolsterersatz. Für die Touch Controller gibt es Griffschutz mit Befestigungsband, damit die Controller nicht aus der Hand rutschen.

Für Brillenträger gibt es Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) für die Oculus Rift S.

Einschätzung

Oculus hat mit der Rift S eine merkwürdige VR-Brille mit einigen Stärken, aber auch vielen kleinen Unzulänglichkeiten auf den Markt gebracht. Features wie Handtracking wurden bislang nicht für die Rift S ausgerollt, die Oculus Quest wird hingegen ständig mit neuen Updates und Funktionen versehen.

Die Oculus Rift S scheint keine große Rolle in Facebooks Zukunftsplanung zu spielen, weshalb wir generell zur Oculus Quest raten würden.

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HTC Vive Cosmos Elite

Die Vive Cosmos Elite ist die Vive-Cosmos-Variante mit SteamVR-Tracking, also Laser-Tracking über Basisstationen. Wer bereits eine Vive Cosmos besitzt, kann die sogenannte Faceplate, also den Frontteil der VR-Brille, mit der “External Tracking”-Faceplate austauschen und hat dann ebenfalls eine Cosmos Elite.

Vive Cosmos Elite mit Vive-Controllern und Basistationen
Die Vive Cosmos Elite soll sich mit präzisem Lighthouse-Tracking an besonders anspruchsvolle Gamer richten. BILD: HTC

An den grundsätzlichen Daten wie Displayauflösung oder Gewicht der Vive Cosmos (alle Infos zur Vive Cosmos-Plattform) ändert sich nichts. Um das SteamVR-Tracking bei einem Upgrade nutzen zu können, benötigt ihr zwei Basisstationen und zwei Vive-Controller. Im Vive Cosmos Elite-Paket ist das gesamte Zubehör enthalten.

Vor- und Nachteile

Die Vive Cosmos Elite bietet alle Vor- und Nachteile der Vive Cosmos und / außer

+ präzises Tracking durch SteamVR-Basisstationen anstelle Inside-Out
+ optionaler Wechsel zu Inside-Out-Tracking durch Abnehmen der External Tracking-Plate

teuer und als Upgrade unattraktiv

Vive Cosmos Elite ist für mich geeignet, wenn …

  • ich präzises SteamVR-Tracking haben möchte,
  • zwischen SteamVR-Tracking und Inside-Out-Tracking wechseln möchte,
  • und wenn ich Wert lege auf ein offizielles Drahtlosmodul (gegen Aufpreis erhältlich).

Vive Cosmos Elite ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • die Vive-Controller meinen Ansprüchen an gute VR-Controller nicht genügen und
  • ich den optionalen Wechsel zwischen SteamVR- und Inside-Out-Tracking nicht benötige. Denn dann ist Valve Index die bessere Wahl.

Test der Vive Cosmos Elite & Empfehlung der Redaktion

Eine Zusammenfassung internationaler Testberichte zu Vive Cosmos Elite haben wir für euch aufbereitet.

Zubehör

Auch für die Vive Cosmos Elite gibt es den Vive-Wireless-Adapter (Test) zu kaufen. Außerdem kann für spezielle Anwendungen mit dem Vive Tracker gearbeitet werden, der ebenfalls auf SteamVR-Tracking angewiesen ist.

Die Cosmos-Faceplate mit den beiden Tracking-Kameras für mehr vertikalen Trackingbereich soll bald einzeln dazu gekauft werden können.

Einschätzung

Die Cosmos Elite könnte für Besitzer der ursprünglichen HTC Vive eine Upgrade-Option sein, wenn sie der heftige Preis und die mäßigen Controller nicht scheren.

Außerdem dürfte die Cosmos Elite im B2B-Bereich auf Messen und Veranstaltungen häufiger vorkommen. Darüber hinaus hat die VR-Brille im Vergleich zur Konkurrenz zu viele Nachteile, als dass sie einen signifikanten Marktanteil erlangen könnte.

Vive Cosmos Elite könnt ihr hier kaufen

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HTC Vive Pro

(auch B2B)

Die am 5. April 2018 erschienene Vive Pro ist ein Upgrade der HTC Vive, das sich stärker an Unternehmen richtete. Mit 1.440 x 1.600 Pixeln bei einer Bildrate von 90 Hz bieten die OLED-Displays ein scharfes Bild. Fürs Tracking wird erneut Valves präzises SteamVR Lighthouse-Tracking über externe Basisstationen verwendet.

VR-Brille HTC Vive Pro auf einem PR-Bild
HTC Vive Pro: Der Nachfolger der HTC Vive bietet höhere Aulösung und den direkt verbauten Audio Deluxe Strap. Die VR-Brille wird aber nicht mehr gebaut. BILD: HTC

Die Vive Pro ist durch den standardmäßig verbauten Audio Deluxe Strap (Test) inklusive der integrierten Kopfhörer recht komfortabel, was aber nichts am klobigen Formfaktor der HTC Vive ändert. Je nach Kopfform rutscht die VR-Brille leicht. Auch die Vive-Controller haben sich nicht verändert und sind eher unhandlich, durch das SteamVR-Tracking aber sehr präzise.

Vor- und Nachteile

+ scharfes Bild
+ geringer Fliegengittereffekt
+ gute Bildrate
+ gute Schwarzwerte
+ sehr präzises Tracking
+ IPD-Regler
+ Entfernungsregler für Linsenabstand zu den Augen
+ genug Platz für Brillenträger
+ guter Sound
+ ordentlicher Gesamtkomfort

recht klobig
teuer

Vive Pro ist für mich geeignet, wenn …

  • ich ein scharfes Bild und SteamVR-Tracking möchte,
  • mir Komfort wichtiger ist als fester Sitz und
  • mir der hohe Preis egal ist.

Vive Pro ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich deutlich günstigere VR-Brillen bevorzuge,
  • ich mit der Valve Index vergleiche,
  • eine höhere Auflösung für mich nicht das Maß aller Dinge ist und
  • mir Inside-Out-Tracking völlig ausreicht.

Test der HTC Vive Pro & Empfehlung der Redaktion

Unseren Test zur HTC Vive Pro findet ihr im verlinkten Artikel.

Die Vive Pro können wir für den Privatgebrauch nicht mehr empfehlen, zumal sie offiziell eingestellt wurde. Während zu Release der VR-Brille ein gewisses Monopol auf die Bildschärfe bestand, ist das heute nicht mehr der Fall.

Für weniger Geld bekommt ihr derzeit die Valve Index, die mit erheblich besseren Controllern ausgestattet ist, die gleiche Auflösung bietet und bis zu 144 Hz Bildrate möglich macht. Wer auf hohe Auflösung Wert legt, der greift für spezielle Einsatzgebiete (insbesondere Simulationsspiele) zur HP Reverb.

Zubehör

Für die HTC Vive Pro kann der Vive Wireless Adapter (Test) hinzugekauft werden.

Für Brillenträger gibt es Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) für die Vive Pro.

Einschätzung

Die Vive Pro wird von HTC künftig nicht mehr angeboten. Sie wird noch verkauft, solange der Vorrat reicht.

Vive Pro könnt ihr hier noch kaufen

Letzte Aktualisierung am 7.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

HP Reverb

(auch B2B)

Nachdem es in den letzten Monaten ziemlich ruhig um die Windows Mixed-Reality-Brillen geworden war, brachte HP im September 2019 die HP Reverb in Deutschland auf den Markt. Alleinstellungsmerkmal ist eine deutlich höhere Auflösung als bei der gesamten Konkurrenz im Konsumentenbereich.

Mit 2.160 x 2.160 Pixeln ist jeglicher Pixelbrei Geschichte: Texte, Landschaften, Objekte und Charaktere sind selbst auf Entfernung scharf und gut erkennbar.

Allerdings hat die VR-Brille einen engeren Sweetspot als bei der Konkurrenz üblich. Das heißt, der Fokusbereich in der Mitte des Displays, der mit maximaler Schärfe angezeigt wird, ist ziemlich eng. Außerdem leidet die Brille an Farbverfälschungen in bestimmten Bereichen, sogenannte chromatische Aberration.

VR-Brille HP Reverb mit Controllern, freigestellt
Nach Startschwierigkeiten ist die HP Reverb jetzt durch die hohe Auflösung für spezielle Anforderungen geeignet. BILD: HP

Der Pupillenabstand lässt sich nicht einstellen. Auch die Windows Mixed Reality-Controller und das dazugehörige Tracking überzeugen leider nicht auf ganzer Linie. Das schränkt die Anwendungsbereiche der VR-Brille ein. Beispielsweise kann die HP-Reverb ihre Stärken beim Sim-Racing oder in Flugsimulationen voll ausspielen, weil es hier in erster Linie auf eine hohe Auflösung und guten Tragekomfort ankommt. Für Unternehmen ist die VR-Brille zu Präsentationszwecken gut geeignet.

Vor- und Nachteile

+ aktuell schärfstes und bestes Display
+ kein wahrnehmbarer Fliegengittereffekt
+ gute Bildrate
+ ordentlicher Schwarzwert
+ guter Sound
+ guter Gesamtkomfort

+/- starke Grafikkarte nötig
+/- vertretbarer Preis

suboptimales Controller-Tracking
kein IPD-Regler
steifes, kurzes Kabel

HP Reverb ist für mich geeignet, wenn …

  • ich VR in hoher Auflösung möchte, sowohl privat als auch beruflich (und wenn für letzteres die Varjo-Brillen zu teuer sind),
  • ich eine sehr komfortable VR-Brille suche und
  • ich gern VR-Filme schaue.

HP Reverb ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich gern tracking-intensive VR-Anwendungen wie Beat Saber nutze,
  • mir ergonomische VR-Controller wichtig sind und
  • ein IPD-Regler für mich zur Basisausstattung einer VR-Brille gehört.

Test der HP Reverb & Empfehlung der Redaktion

Unseren Test zur HP Reverb findet ihr hier. Wir empfehlen die HP Reverb für spezielle Anwendungen wie Sim-Racing oder Flugsimulationen.

Die VR-Brille eignet sich aufgrund der hohen Auflösung ebenfalls gut für die Betrachtung von 3D-Objekten im beruflichen Umfeld. Wer eine VR-Brille für Bewegung intensive VR-Anwendungen sucht, in denen genaues Tracking, vor allem der Controller, wichtig ist, der sollte in diesem Preisbereich lieber einen Blick auf die die Oculus Rift S oder die Oculus Quest + Link werfen.

Zubehör

Für Brillenträger gibt es Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) für die HP Reverb.

Einschätzung

Die HP Reverb leidet unter anderem unter den Vorgaben der Windows Mixed-Reality-Plattform. Das zeigt sich besonders bei der Ergonomie der Controller und Abstrichen beim Tracking.

Die hohe Auflösung der Displays könnte für Simulations-Fans, die vor allem Bildqualität wollen und wenig Wert auf Spiele mit viel Bewegung legen, eine Alternative sein.

HP Reverb könnt ihr hier kaufen

42,90 EUR
HP Inc. HP Reverb VR Headset
46 Bewertungen

Letzte Aktualisierung am 7.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Pimax Vision 8K Plus

Die Vision 8K Plus bietet nicht nur ein enormes Sichtfeld, sondern auch zwei hochskalierte 4K-Bilder pro Auge. Nativ wird jedes der Custom LC-Displays mit 2.560 x 1.440 Pixeln angesteuert, ein Upscaler rechnet das Bild dann auf 3.840 x 2.160 Pixel hoch.

VR-Brille Pimax Vision 8K Plus von vorn
Die Pimax Vision 8K Plus bietet pro Auge hochskalierte 4K-Auflösung. BILD: Pimax

Auch wenn es kein natives 4K ist und das 8K im Titel ein Marketing-Trick ist (4K + 4K ergibt nicht 8K), so bietet die VR-Brille doch ein sehr scharfes Bild, mit dem auch kleinere Texte gut lesbar sind.

Im Vergleich zu nativem 4K sorgt die Skalierung aber für ein insgesamt weicheres Bild, was den Schärfeeindruck wiederum etwas trübt. Dieser Effekt soll Berichten zufolge in der Vision 8K Plus im Vergleich zu vorherigen Modellen minimiert worden sein, das Bild soll schön klar sein.

Vorteile & Nachteile

+ scharfes und klares Bild im Fokusbereich
+ IPD-Regler
+ weites Sichtfeld mit bis zu 200 Grad
+ Sichtfeld lässt sich softwareseitig einstellen
+ SteamVR-Tracking

+/- hardwarehungrig

höchstes Sichtfeld bringt Verzerrungen und Artefakte mit
keine Einstellung des Linsenabstands zu den Augen
Brillen liegen schnell auf Linsen auf und verkratzen sie
unkomfortable Kopfhalterung und dünne Gesichtspolster
große und klobige VR-Brille
teuer

Pimax Vision 8K Plus ist für mich geeignet, wenn …

  • ein hohes VR-Sichtfeld für mich wichtig ist,
  • mir 4K auch hochskaliert statt nativ zusagt und
  • ich sehr hohe Auflösung in VR möchte, ohne die teuersten Grafikkarten zu benötigen.

Pimax Vision 8K Plus ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich bei hohem Sichtfeld ein störungsfreies Bild erwarte,
  • ich keine Lust habe, für jede neue Anwendung umfangreiche Einstellungen vornehmen zu müssen und
  • eine komfortable VR-Brille ein Muss für mich ist.

Test der Pimax Vision 8K Plus & Empfehlung der Redaktion

Bislang gibt es keine Tests der Pimax Vision 8K Plus. Wir empfehlen, Tests abzuwarten.

Zubehör

Optional soll es ein Handtracking-Modul geben. Wann es verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.

Einschätzung

Die Pimax Vision 8K Plus skaliert nur das Eingangssignal auf 4K hoch, natives 4K kann die VR-Brille nicht. Die Schärfe eines nativen Bildes wird nicht erreicht, was dazu führt, dass VR-Brillen wie die Pimax 5K Plus schärfer wirken.

Pimax Vision 8K Plus könnt ihr hier kaufen

Pimax Vision 8K Plus im Pimax Store

Pimax Vision 8K X

Im Unterschied zur Pimax Vision 8K Plus soll die Vision 8K X native 4K-Auflösung pro Display und Auge bieten. Natürlich sind das insgesamt immer noch keine 8K. Pimax addiert die beiden Displayauflösungen, was rechnerisch falsch ist: Eine 8K-Auflösung benötigt 33.177.600 Millionen Pixel, während zwei 4K-Displays nur auf 16.588.800 Millionen Pixel kommen.

VR-Brille Pimax Vision 8K X schräg von der Seite.
Die neue Pimax-Brille 8K X soll native 4K-Auflösung pro Auge liefern – vorausgesetzt, euer PC packt das. BILD: Pimax

Allerdings wird jetzt nicht mehr hochskaliert wie bei der Vision 8K Plus: Ab sofort wird jedes Display der Pimax Vision 8K X über ein DisplayPort 1.4-Kabel direkt mit 3.840 × 2.160 Pixeln angesteuert. Das sorgt für eines der schärfsten VR-Bilder überhaupt.

Pimax hat außerdem versprochen, bessere Komponenten und ein stabileres Gehäuse zu verwenden. Die Custom LC-Displays sollen zudem bessere Schwarzwerte und einen höheren Kontrast aufweisen. Den nötigen Komfort soll der standardmäßig installierte Modular Audio Strap bieten.

Die Pimax Vision 8K X kann vorbestellt werden.

Vor- und Nachteile

Die Pimax Vision 8K X bietet alle Vor- und Nachteile der Pimax Vision 8K Plus und / außer

+ extrem scharfes und klares Bild im Fokusbereich
+ komfortablere Kopfhalterung

+/- 4K-Auflösung kann auf Upscaling umgestellt werden, um Hardware-Ressourcen zu schonen

extrem hardwarehungrig
bei nativem 4K nur rund 75 Hz

Pimax Vision 8K X ist für mich geeignet, wenn …

  • ich superscharfe Bilder in nativem 4K genießen möchte,
  • ein großes Sichtfeld für mich wichtig ist und
  • mein Rechner ausreichend Power dafür hat.

Pimax Vision 8K X ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich nicht die neueste Grafikkarte im Rechner habe,
  • mich Sichtfeldverzerrungen stören und
  • mir das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht zusagt.

Test der Pimax Vision 8K X

Bislang gibt es noch keine offiziellen Tests zur Pimax Vision 8K X. Wir empfehlen, Tests abzuwarten.

Zubehör

Optional soll es ein Handtracking-Modul geben. Wann es verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.

Einschätzung

Sollte das native 4K vernünftig umgesetzt worden sein und keine technischen Probleme machen, könnte Pimax hier eine interessante VR-Brille für Auflösungs-Freaks im Portfolio haben – die aber einen Monsterrechner benötigt.

Pimax Vision 8K X könnt ihr hier vorbestellen

Pimax Vision 8K X im Pimax Store

Pimax Artisan

Mit der Artisan möchte Pimax sein an sich schon ziemlich großes Portfolio um eine Einsteigerversion erweitern, die allerdings als Paket mit SteamVR-Basisstationen und Index-Controllern immer noch bei satten 1.000 Euro liegt.

Das große Sichtfeld von 140 Grad soll auch hier als Alleinstellungsmerkmal dienen. Allerdings sagen erste Berichte, dass das tatsächliche Sichtfeld auf 130 Grad beschränkt ist – was natürlich immer noch deutlich mehr ist als bei allen anderen VR-Brillen, Valve Index ausgenommen.

VR-Brille Pimax Artisan von vorn
Die Pimax Artisan soll die Einsteigerlösung im VR-Brillen-Portfolio des chinesischen VR-Brillen-Herstellers Pimax sein. BILD: Pimax

Die Auflösung ist mit 1.700 x 1.440 Pixeln angegeben und dürfte entsprechend scharf sein. Die Bildwiederholrate soll wie bei der Oculus Quest nur 72 Hz betragen.

Vor- und Nachteile

+ scharfes und klares Bild im Fokusbereich
+ IPD-Regler
+ Sichtfeld lässt sich softwareseitig in zwei Stufen einstellen
+ SteamVR-Tracking
+ weniger hardwarehungrig als die anderen Pimax-Brillen

keine Einstellung des Linsenabstands zu den Augen
nur 72 Hz
für Brillenträger ungeeignet, da die Brillengläser die Linsen verkratzen
können
mittelmäßige bis schlechte Verarbeitung
unkomfortable Kopfhalterung und dünne Gesichtspolster
große und klobige VR-Brille
teuer

Pimax Artisan ist für mich geeignet, wenn …

  • ich eine VR-Brille mit guter Auflösung und hohem Blickfeld suche und
  • ich nicht auf eine Valve Index warten kann.

Pimax Artisan ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich auf eine Valve Index warten kann.

Test der Pimax Artisan & Empfehlung der Redaktion

Derzeit gibt es nur Ausprobiert-Berichte der Pimax Artisan im Netz.

Ausgehend vom Datenblatt der Artisan und den bisherigen Berichten gibt es keinen Grund, sie einer Index vorzuziehen.

Zubehör

Optional soll es ein Handtracking-Modul sowie ein Eye-Tracking-Modul als Upgrades geben. Wann diese Module verfügbar sind, ist nicht bekannt.

Einschätzung

Die Pimax Artisan ist neu und soll als Einsteigermodell finanziell interessanter sein als die anderen Pimax-Brillen. Mit den Valve-Basisstationen und Index-Controllern kommt man aber preislich nur geringfügig besser weg als beim direkten Index-Kauf.

Pimax Artisan könnt ihr hier kaufen

Pimax Artisan im Pimax Store

Samsung Odyssey Plus

Die Odyssey Plus ist in Europa wie das Vorgängermodell nicht verfügbar. Wir führen sie aufgrund ihrer für Windows Mixed-Reality-Brillen recht hohen Qualität trotzdem auf.

Das OLED-Display ist exakt dasselbe wie beim Vorgängermodell und bietet eine Auflösung von 1.440 x 1.600 Pixeln und sehr guten Schwarzwerten. Neu ist eine spezielle Display-Beschichtung mit sogenanntem “Anti-Screendoor-Effekt”. Die Lücken zwischen den einzelnen Pixeln fallen so weniger auf und der Fliegengittereffekt fällt geringer aus. Allerdings führt das in der Praxis zu einem weichgezeichneten Gesamteindruck des Bildes.

VR-Brille Samsung Odyssey Plus mit Controllern von vorn, freigestellt
Die Samsung Odyssey Plus wird nur im US-amerikanischen Markt vertrieben. Das Windows-Tracking ist auch bei dieser Brille ein Problem. BILD: Samsung

Der Komfort der Samsung Odyssey Plus wurde verbessert, die VR-Brille drückt nicht mehr so sehr auf die Nase wie das vorherige Modell. Das anfällige Windows-Tracking ist durch Bluetooth-Unterstützung leicht verbessert, im Vergleich zu Oculus-Brillen aber klar unterlegen. Die integrierten AKG-Kopfhörer liefern guten Klang.   

Vor- und Nachteile

+ gute Auflösung
+ IPD-Regler
+ deutlich verringerter Fliegengittereffekt
+ gute Bildrate
+ sehr guter Schwarzwert
+ guter Sound
+ IPD-Regler
+ guter Preis

+/- Bild wird durch Anti-Screendoor-Folie weichgezeichnet

enger Sweetspot, kann je nach Kopfform schwierig einzustellen sein
Windows-VR-Tracking und -Controller

Die Samsung Odyssey Plus ist für mich geeignet, wenn …

  • ich ein gutes Bild mit geringem Fliegengittereffekt möchte
  • ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis erwarte und
  • kein perfektes Tracking benötige.

Die Samsung Odyssey Plus ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich sehr gutes Tracking brauche,
  • eine richtig komfortable VR-Brille suche und
  • das VR-Bild so scharf wie möglich will.

Test der Samsung Odyssey Plus & Empfehlung der Redaktion

Einschätzung

Samsung bringt seine VR-Brillen nur für den amerikanischen Markt und verzichtet auf Vertrieb in Europa. Das allein zeigt, dass die Odyssey Plus im Portfolio des Elektronik-Giganten keine große Rolle spielt. Langfristiger Support ist nicht zu erwarten.

Samsung Odyssey Plus könnt ihr hier kaufen

Samsung Odyssey Plus im Samsung Store (US)

Pimax 5K Plus

Das SteamVR-fähige VR-Headset benötigt die Tracking-Basisstationen und VR-Controller von HTC oder Valve. Die Brille hat Zugang zur SteamVR-Plattform und kann unterstützte VR-Spiele abspielen.

Das Bild der Pimax 5K Plus ist klar und scharf. Die Besonderheit der Pimax-Brillen liegt im weiten Sichtfeld: Die Immersion ist durch das massive Sichtfeld von bis zu 200 Grad deutlich besser. Allerdings verzerrt das Bild an den Rändern, was im besten Fall stört und im schlechtesten zu Motion Sickness führt. Updates der Software und Firmware haben die Verzerreffekte verbessert, aber nicht vollständig eliminiert.

VR-Brille Pimax 5K Plus von vorne
Die Pimax 5K Plus soll dank nativer Darstellung einen schärferen Bildeindruck hinterlassen als die Pimax 8K, deren Bild hochskaliert wird. BILD: Pimax

Stattdessen kann softwareseitig das Sichtfeld heruntergeschraubt werden. Auch die Bildrate von standardmäßig 90 Hz kann zwecks Leistungseinsparung niedriger eingestellt werden.

Vor- und Nachteile

+ scharfes und klares Bild im Fokusbereich
+ IPD-Regler
+ höchstes Sichtfeld aller VR-Brillen mit bis zu 200 Grad
+ Sichtfeld kann per Software justiert werden
+ SteamVR-Tracking

+/- braucht einen schnellen PC

hat Probleme mit Verzerrungen an den Seitenrändern, je weiter das Sichtfeld, desto schlimmer
keine Einstellung des Linsenabstands zu den Augen
Brillen liegen schnell auf den VR-Linsen auf und verkratzen sie
Verarbeitung
unkomfortable Standard-Kopfhalterung und dünne Gesichtspolster
große und klobige VR-Brille
teuer

Pimax 5K Plus ist für mich geeignet, wenn …

  • ein hohes VR-Sichtfeld für mich existenziell ist und
  • ich hohe Auflösung in VR möchte.

Pimax 5K Plus ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich bei hohem Sichtfeld ein störungsfreies Bild erwarte,
  • ich keine Lust habe, für jede neue Anwendung umfangreiche Einstellung vornehmen zu müssen,
  • eine komfortable VR-Brille ein Muss für mich ist und
  • ich gute Verarbeitung und ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis erwarte.

Test der Pimax 5K Plus & Empfehlung der Redaktion

Auf MIXED gibt es leider noch keinen Test zur Pimax 5K Plus. Empfehlungen aus der YouTube-VR-Szene findet ihr hinter dem Link.

Zubehör

Pimax will künftig unter anderem ein Handtracking-Modul von Ultraleap anbieten.

Einschätzung

Nur ein weites Sichtfeld macht noch kein langfristig interessantes Gerät, insbesondere wenn die Konkurrenz zu ähnlichen Preisen mehr bietet.

Pimax 5K Plus könnt ihr hier kaufen

Letzte Aktualisierung am 7.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Pimax 5K XR

Während die Abkürzung “XR” in unserer Region meistens für Mixed Reality gebraucht wird, hat die Pimax 5K XR so gar nichts mit Mixed Reality am Hut.

Sie unterscheidet sich von der Pimax 5K Plus nur durch andere Displays. Hier werden OLED-Panels verwendet, was für deutlich bessere Kontraste und gute Schwarzwerte sorgen soll. Nachteil ist der stärkere Fliegengittereffekt im Vergleich zu den üblichen Custom LC-Displays von Pimax.

VR-Brille Pimax 5K XR von vorne
Die Pimax 5K XR ist nicht etwa eine Mixed-Reality-Brille. Sie unterscheidet sich von der Pimax 5K Plus nur durch OLED-Displays. BILD: Pimax

Alle anderen Daten entsprechen exakt der 5K Plus.

Vor- und Nachteile

Die Pimax 5K XR besitzt alle Vor- und Nachteile der Pimax 5K Plus und

+ bessere Schwarzwerte durch OLED-Displays

erhöhter Fliegengittereffekt

Pimax 5K XR ist für mich geeignet, wenn …

  • ein hohes VR-Sichtfeld für mich existenziell ist,
  • ich hohe Auflösung in VR möchte und
  • mir Schwarzwerte eines OLED-Displays besonders wichtig sind.

Pimax 5K XR ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich bei hohem Sichtfeld ein störungsfreies Bild erwarte,
  • ich keine Lust habe, für jede neue Anwendung umfangreiche Einstellungen vornehmen zu müssen,
  • eine komfortable VR-Brille ein Muss für mich ist und
  • ich ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis erwarte.

Test der Pimax XR & Empfehlung der Redaktion

Wir haben bislang kein Test-Exemplar bekommen und können daher auch keine Empfehlung aussprechen.

Zubehör

Pimax will künftig ein Handtracking-Modul von Ultraleap anbieten.

Einschätzung

Wer sich für eine 5K Plus entscheidet, hat mit der XR-Version zusätzlich die Wahl für ein OLED-Display. An der grundlegenden Konkurrenzfähigkeit der Brille ändert sich daduch nichts.

Pimax 5K XR könnt ihr hier kaufen

Letzte Aktualisierung am 7.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

HTC Vive Cosmos

Die Vive Cosmos erschien am 3. Oktober 2019 als erste VR-Brille von HTC mit Inside-Out-Tracking, also ohne externe Sensoren, auf dem europäischen Markt. Das LC-Display mit 1.440 x 1.700 Pixeln pro Auge bietet ein sehr scharfes Bild mit einer guten Bildwiederholrate von 90 Hz. Der Augenabstand kann justiert werden (IPD), allerdings lassen sich die Linsen anders als bei der HTC Vive nicht weiter oder näher an den Augen positionieren. Brillenträger könnten hier je nach Gestellgröße das Nachsehen haben.

Das größte Problem bei Veröffentlichung war das Tracking, das nur in gut ausgeleuchteten Räumen vernünftig funktionierte. Mittlerweile hat HTC durch Software-Updates das Tracking verbessert, die Kritik reißt aber nicht ab.

VR-Brille Vive Cosmos freigestellt, schräg von der Seite
Die Vive Cosmos ist eine PC-VR-Brille mit Inside-Out-Tracking und großem vertikalen Trackingbereich. BILD: HTC

Die beiden zusätzlichen Tracking-Kameras an der Ober- und Unterseite der sogenannten “Faceplate”, also dem Frontpanel der Brille, sorgen für einen größeren vertikalen Trackingbereich als beispielsweise bei Windows-VR-Brillen.

Die Cosmos-Controller sind deutlich schwerer als Oculus Touch, die beiden AA-Batterien halten nur rund zwei bis drei Stunden. Bei einigen VR-Spielen gibt es zudem Kompatibilitätsprobleme.

Der Tragekomfort kann unter bestimmten Umständen gut sein und das Cosmos-Visier lässt sich hochklappen. Dadurch kann die VR-Brille allerdings auch nicht fest an das Gesicht gedrückt werden, was mehr Lichteinfall bedeutet. Die Audioqualität der integrierten Kopfhörer ist gut.

Vor- und Nachteile

+ scharfes Bild
+ geringer Fliegengittereffekt
+ gute Bildrate
+ verhältnismäßig gute Schwarzwerte
+ IPD-Regler
+ hochwertige Verarbeitung
+ guter Sound
+ hochklappbares Visier
+ großer vertikaler Trackingbereich durch zusätzliche Kameras

+/- Komfort stark abhängig von Kopfform und Augenposition

schwaches Tracking insb. der Controller und bei wenig Licht
Linsenabstand zu den Augen nicht einstellbar
Controller-Batterien müssen häufig gewechselt werden
teuer

Vive Cosmos ist für mich geeignet, wenn …

  • ich ein scharfes Bild will,
  • kein externes Tracking
  • und mir der Preis egal ist.

Vive Cosmos ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich präzises Tracking möchte,
  • VR in nicht gut ausgeleuchteten oder sehr hellen Räumen nutze und
  • ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erwarte.

Test der HTC Vive Cosmos & Empfehlung der Redaktion

Unseren Test zur Vive Cosmos findet ihr hinter dem Link.

Wir würden aufgrund der Vor- und Nachteile eher zu Oculus Quest mit optionalem Link-Kabel raten.

Zubehör

Für die Vive Cosmos gibt es den Vive Wireless Adapter (Test) als Zubehör. Zusätzlich könnt ihr künftig die External Tracking-Faceplate oder die XR-Faceplate einzeln hinzukaufen.

Für mehr Informationen empfehlen wir unseren Artikel mit allen Infos zur Vive Cosmos-Plattform.

Für Brillenträger gibt es Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) für die Vive Cosmos.

Einschätzung

Die Zukunft der Vive-Cosmos-Plattform ist schwierig vorherzusehen, auch weil Hersteller HTC rote Zahlen schreibt. Das interne Trackingsysten der VR-Brille wird zwar kontinuierlich verbessert, reicht aber bislang nicht an das der Konkurrenz ran.

Die normale Cosmos rangiert zudem im Niemandsland des Line-ups von HTC, ein besonderer Einsatzbereich oder ein sinnvolles Alleinstellungsmerkmal ist nicht zu erkennen.

Vive Cosmos könnt ihr hier kaufen

Vive Cosmos im HTC Store

HTC Vive Cosmos Play

HTC bezeichnet die Vive Cosmos Play, die im zweiten Quartal 2020 erscheinen soll als neue Einstiegsbrille im HTC-Line-up.

Vive Cosmos Play von vorn mit Cosmos Controllern
Die Vive Cosmos Play soll HTCs Einsteigerlösung für VR-Neulinge sein. BILD: HTC

Sie unterscheidet sich von der Vive Cosmos dadurch, dass sie eine Plastikabdeckung als Faceplate besitzt. Damit fehlen ihr die beiden zusätzlichen vertikalen Tracking-Kameras der Standard-Cosmos, der vertikale Trackingbereich ist also deutlich kleiner.

Vor- und Nachteile

Die Vive Cosmos Play bietet fast alle Vor- und Nachteile der Vive Cosmos, außer

nur vier Tracking-Kameras, die beiden Kameras für den erweiterten vertikalen Trackingbereich fehlen

Vive Cosmos Play ist für mich geeignet, wenn …

  • ich einen Vive Wireless Adapter dazu kaufen will und
  • ich keine Oculus Rift S haben will.

Vive Cosmos Play ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich Wert auf präzises Tracking lege,
  • das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis suche und hier insbesondere
  • mit einer Oculus Rift S oder Oculus Quest + Link vergleiche.

Test der HTC Vive Cosmos Play & Empfehlung der Redaktion

Bislang gibt es keine Tests zur Vive Cosmos Play. Aufgrund der Daten sowie Vor- und Nachteile liegt die Oculus Quest inklusive optionalem Link-Kabel voraussichtlich deutlich vor der Vive Cosmos Play.

Zubehör

Das Kabel der Vive Cosmos Play kann durch den zusätzlichen Kauf des Vive Wireless Adapter entfernt werden. Die External Tracking- Faceplate sowie die XR-Faceplate können ebenfalls bald einzeln hinzugekauft werden.

Einschätzung

Die Vive Cosmos Play wird beim Preis-Leistungs-Verhältnis von der Oculus Quest geschlagen.

Vive Cosmos Play könnt ihr hier kaufen

Vive Cosmos Play im HTC Store

B2B-VR-Brillen

HTC Vive Pro Eye

Die aktuelle VR-Brille für Unternehmen von HTC ist die Vive Pro Eye. Sie weist überwiegend die gleichen Daten auf wie die Vive Pro. Darüber hinaus bietet sie Eye-Tracking mit sogenanntem Foveated Rendering. Aufgrund mangelnder Softwareunterstützung für Eye-Tracking ist dieses System für Heimanwender nicht relevant.

VR-Brille HTC Vive Pro Eye, schräg von der Seite, freigestellt
Die Vive Pro Eye ist wohl derzeit HTCs beste VR-Brille und kommt mit Eye-Tracking und Foveated Rendering. Sie richtet sich an Unternehmen. BILD: HTC

Beim Eye-Tracking werden die Augen des Nutzers nachverfolgt. Die Augenbewegungen können beispielsweise auf einen virtuellen Avatar übertragen, für Marktforschung verwendet oder in Trainingsszenarien eingesetzt werden. Auch die Steuerung von virtuellen Bedienelementen kann über Eye-Tracking erfolgen, beispielsweise durch Blinzeln.

Foveated Rendering sorgt dafür, dass der Fokusbereich, auf den das Auge schaut, scharf dargestellt wird, während die Peripherie mit reduzierter Auflösung ausgegeben werden kann. Dadurch kann mit der gleichen PC-Leistung deutlich detailliertere Grafik dargestellt werden.

Vor- und Nachteile

Die Vive Pro Eye bietet alle Vor- und Nachteile der Vive Pro und

+ Eye-Tracking
+ Foveated Rendering
+ vertretbarer Preis

Vive Pro Eye ist für mich geeignet, wenn …

  • ich beruflich Anwendungen entwickle,
  • Marktforschung betreibe,
  • mir in virtuellen Meetings realistischer Augenkontakt wichtig ist,
  • ich Controller-freie Bedienung von virtuellen Schaltflächen brauche und
  • ich besonders Ressourcen-optimierte VR-Anwendungen ohne Auflösungsverlust benötige.

Vive Pro Eye ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich eine VR-Brille für zu Hause suche,
  • ich auch beruflich eine mobile VR-Brille benötige und
  • Handtracking für mich interessanter ist als Controller-freie Bedienung durch Eye-Tracking.

Test der HTC Vive Pro Eye

Wir haben bislang nicht die Möglichkeit gehabt, die Vive Pro Eye zu testen. Sie scheint gut geeignet für Unternehmen und Entwickler mit speziellen Anwendungen und genau definierten Zielgruppen, beispielsweise Marktforscher und deren Probanden oder Teilnehmer an VR-Trainings.

Zubehör

Der zusätzliche Kauf eines Vive-Wireless-Adapters (Test) kann die Vive Pro Eye kabellos machen.

Einschätzung

Die Vive Pro Eye kann aufgrund ihrer Besonderheiten (Eye-Tracking und Foveated Rendering) im Business-Bereich erfolgreich sein.

Vive Pro Eye könnt ihr hier kaufen

Vive Pro Eye im HTC Store

HTC Vive Cosmos XR

Die Mixed-Reality-Version der Vive Cosmos soll im zweiten Quartal 2020 erscheinen und beinhaltet eine XR-Faceplate. Dabei handelt es sich um zwei zusätzliche Passthrough-Kameras unterhalb der beiden Tracking-Kameras. Die Tracking-Kameras der originalen Vive Cosmos für mehr vertikalen Trackingbereich sind dagegen nicht vorhanden.

Vive Cosmos XR mit Cosmos-Controllern von vorn
Die Vive Cosmos XR kommt mit Cosmos-Controllern und zwei zusätzlichen Passthrough-Kameras für Mixed-Reality-Anwendungen. BILD: HTC

Die beiden Passthrough-Kameras haben einen Sichtwinkel von rund 100 Grad und sind in der Lage, den Raum vor sich zu erkennen (Spatial Recognition) sowie festzustellen, wo sich Gegenstände befinden. Mittels Software soll sich die reale Welt auf die virtuelle Welt auswirken können, beispielsweise durch Kollisionen. Das Ganze ist also sozusagen Passthrough-Augmented-Reality.

Vor- und Nachteile

Die Vive Cosmos XR bietet fast alle Vor- und Nachteile der Vive Cosmos, und / außer

+ Passthrough-Kameras für Mixed Reality-Anwendungen

nur vier Tracking-Kameras, die beiden Kameras für den erweiterten vertikalen Trackingsbereich fehlen

Vive Cosmos XR ist für mich geeignet, wenn …

  • ich Entwickler für Mixed Reality-Anwendungen bin und
  • ich im Unternehmen mit XR experimentieren will.

Vive Cosmos XR ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich eine XR-Brille für den Hausgebrauch suche.

Test der HTC Vive Cosmos XR

Zur Vive Cosmos XR gibt es noch keine Tests.

Zubehör

Voraussichtlich kann auch bei der Cosmos XR der Vive Wireless Adapter verwendet werden. Außerdem wird sich die VR-Brille mit der External-Tracking- Faceplate oder der Cosmos-Faceplate bestücken lassen.

Einschätzung

Die Cosmos XR kann, wenn ihre Technik weitgehend mitmacht und die Mixed-Reality-Fähigkeit als Alleinstellungsmerkmal überzeugt, zu einer sinnvollen VR-Lösung für Entwickler werden.

Vive Cosmos XR könnt ihr hier kaufen

Cosmos XR ist noch nicht verfügbar

StarVR One

Die VR-Brille StarVR One entstand ursprünglich aus einer Kooperation von Hardware-Hersteller Acer und dem Entwicklerstudio Starbreeze (unter anderem bekannt für Payday 2). Das Headset beeindruckt auf dem Papier mit einer Auflösung von 1.830 x 1.464 Pixeln bei einem massiven horizontalen Sichtfeld von satten 210 Grad. Ob StarVR ähnlich wie Pimax bei diesem Sichtfeld ebenfalls mit Randverzerrungen zu kämpfen hat, ist noch nicht durch offizielle Testberichte belegt.

VR-Brille StarVR One mit ultrabreitem Sichtfeld von hinten mit Blick in die Linsen, auf denen zu Illustrationszwecken Bilder eingefügt wurden
StarVR One: VR-Brille mit ultraweitem Sichtfeld wird nur an Unternehmen ausgeliefert. | BILD: StarVR

Das AMOLED-Panel soll für gute Schwarzwerte sorgen, die Bildwiederholrate liegt mit 90 Hz beim Branchenstandard. Außerdem ist Eye-Tracking integriert und Dynamic Foveated Rendering wird unterstützt. Das Tracking der StarVR One erfolgt über die SteamVR-Basisstationen 2.0. Der Anschluss der VR-Brille erfordert zwei DisplayPorts und zwei USB 2.0-Anschlüsse.  

StarVR One ist nur durch einen strikten Auswahlprozess, der nur Unternehmen (bspw. Arcades) zulässt, für 2.800 Euro netto erhältlich. Bei größeren Stückzahlen der Bestellung im B2B-Bereich soll es laut StarVR immerhin Mengenrabatt geben.

Vor- und Nachteile (laut Daten)

+ scharfes Bild
+ riesiges Sichtfeld
+ gute Schwarzwerte
+ Eye-Tracking
+ Dynamic Foveated Rendering
+ SteamVR-Tracking

+/- sehr hardwarehungrig

teuer

Die StarVR One ist für mich geeignet, wenn …

  • ich die VR-Brille geschäftlich nutze,
  • Arcade-Betreiber bin und
  • scharfes Bild sowie riesiges Sichtfeld zu meinen Fokuskriterien gehören.

Die StarVR One ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich Privatkunde bin,
  • auf den Preis gucken muss oder
  • offizielle Tests für eine Entscheidung benötige.

Test der StarVR One & Empfehlung der Redaktion

Es gibt keine offiziellen Tests zur StarVR One zu diesem Zeitpunkt.

StarVR One könnt ihr hier kaufen

StarVR One im StarVR Store

Varjo VR-2

VR-Brillen von Varjo sind für Designer und Unternehmen gedacht.

Die Varjo-Brillen beeindrucken mit ihrer speziellen Displaykonstruktion, die laut Hersteller eine Auflösung von rund 60 Pixel pro Grad schaffen soll. Zum Vergleich: Selbst das sehr hochaufgelöste Display der HP Reverb schafft nur 19 Pixel pro Grad.

Die extrem hohe Auflösung in der Bildmitte wird durch eine Doppel-Displaykonstruktion erreicht, bei der das Fokus-Display auf 0,7 Zoll Größe mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten bei einer Bildrate von 60 Hz auflöst, während das periphere Sichtfeld von einem 3,5 Zoll großen Kontext-Display mit einer Auflösung von 1440 × 1600 Pixeln und einer Bildrate von 90 Hz ausgefüllt wird.

VR-Brille Varjo VR-2 von der Seite, vor dunklem Hintergrund
Die VR-Brille Varjo VR-2 bietet enorm hohe Auflösung, ist aber nur für ganz spezielle Anwendungsfälle im Business-Bereich geeignet. BILD: Varjo

Allerdings schafft Varjo diese Auflösung nur im Fokusbereich der Brille, die Peripherie ist geringer aufgelöst. Die VR-Brille hat außerdem Schwächen beim Übergang zwischen Fokus- und Kontextbereich. Das führt dazu, dass für ein konstant scharfes Bild immer der ganze Kopf statt nur der Augen gedreht werden muss. Das schränkt die Nutzung der Varjo VR-2 auf Designer oder Abnehmer von Produktpräsentationen ein, bei denen die Produktivität vor der Immersion steht.

Vor- und Nachteile

+ schärfstes Bild aller VR-Brillen im Fokusbereich
+ sehr gute Schwarzwerte durch OLED-Display
+ integriertes Eye-Tracking
+ automatische IPD-Einstellung
+ SteamVR-Tracking
+ sehr gute Verarbeitung

+/- sehr hardwarehungrig

suboptimaler Übergang zwischen Fokus- und Kontextdisplay
enges Sichtfeld
teuer

Die Varjo VR-2 ist für mich geeignet, wenn …

  • ich sie für Design oder Produktabnahmen im Unternehmen benötige,
  • ich VR mit einer Auflösung nahe dem menschlichen Sehvermögen erleben will und
  • Geld keine Rolle spielt.

Die Varjo VR-2 ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich VR-Spiele spielen will,
  • ich ein homogenes Gesamtbild durch die Linsen erwarte,
  • ein ausgereiftes VR-Produkt für zu Hause möchte und
  • keine hohen vierstelligen Summen investieren will.

Test der Varjo VR-2 & Empfehlung der Redaktion

Auf MIXED findet ihr einen Ausprobiert-Test zu Varjo VR-2 Pro. Die Pro-Version unterscheidet sich von der VR-1 durch das Handtracking-Modul und eine visuell bessere Integration des Doppeldisplays. Technisch sind sie ansonsten gleich.

Für den Hausgebrauch ist diese VR-Brille nicht zu empfehlen, selbst wenn man die Kohle dafür locker hat. Sie ist auf Produktivität ausgelegt und nicht auf Immersion in VR-Apps. Allerdings lohnt es sich, die Marke im Auge zu behalten, schließlich zeigt die Technik, dass schon heute extrem hohe Auflösungen möglich sind. Allerdings wird für Varjo viel davon abhängen, ob die sie die Nachteile ihrer Brillen in den Griff bekommen.

Varjo VR-2 könnt ihr hier kaufen

Varjo VR-2 im Varjo Store

Varjo VR-2 Pro

Die Varjo VR-2 Pro unterscheidet sich von der VR 2 durch das zusätzliche verbaute Handtrackingmodul von Ultraleap und der Kompatibilität mit SteamVR und OpenVR. Außerdem sollen Doppeldisplay und Linsen besser zusammenspielen.

Business-VR-Brille Varjo VR-2 Pro vor dunklem Hintergrund
Mit der Varjo VR-2 Pro verbessert der finnische Hersteller die eigene VR-Technik unter anderem mit Handtracking. BILD: Varjo

Vor- und Nachteile

Die Varjo VR-2 Pro weist alle Vor- und Nachteile der Varjo VR-2 auf und

+ unterstützt Handtracking
+ unterstützt SteamVR und Open VR

Die Varjo VR-2 ist für mich geeignet, wenn …

  • ich sie für Design oder Produktabnahmen im Unternehmen benötige,
  • ich bei meiner Arbeit Handtracking nutzen möchte,
  • ich VR mit einer Auflösung nahe dem menschlichen Sehvermögen erleben will und
  • Geld keine Rolle spielt.

Die Varjo VR-2 ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich VR Spiele spielen will,
  • ein ausgereiftes VR-Produkt für zu Hause erwarte und
  • keine hohen vierstelligen Summen investieren möchte.

Test der Varjo VR-2 Pro & Empfehlung der Redaktion

Den Ausprobiert-Test zur Varjo VR-2 Pro findet ihr hinter dem Link.

Trotz der verbesserten Kompatibilität mit SteamVR und OpenVR ist auch die Varjo VR-2 Pro keine VR-Brille für VR-Spiele. Auch hier ist die Zielgruppe bei Designern und Unternehmern zu finden.

Varjo VR-2 Pro könnt ihr hier kaufen

Varjo VR-2 Pro im Varjo Store

Varjo XR-1

Die Weiterentwicklung der Varjo VR-2 ist die XR-1. Technisch überwiegend baugleich mit der VR-2, wird sie durch zwei 12-Megapixel-Kameras erweitert, die die Realität in die VR-Brille holen.

VR-Brille Varjo XR-1 schräg von der Seite vor dunklem Hintergrund
Varjos erste Mixed-Reality-Brille, die XR-1, kommt mit zwei 12-Megapixel-Kameras. BILD: Varjo

Mit diesen Kameras können in Mixed-Reality-Anwendungen virtuelle Objekte oder sogar Räume in reale Umgebungen integriert werden. Auch diese Brille kommt mit integriertem Eye-Tracking.

Vor- und Nachteile

Die Varjo XR-1 weist alle Vorteile der Varjo VR-2 auf und

+ zwei 12 MP-Passthrough-Kameras bringen ein hochaufgelöstes Bild der realen Umgebung in die VR-Brille
+ Übergang zwischen Fokus- und Kontextdisplay deutlich verbessert

Preis liegt im fünfstelligen Bereich

Die Varjo XR-1 ist für mich geeignet, wenn …

  • ich sie für Design oder Produktabnahmen im Unternehmen benötige,
  • Mixed-Reality-Anwendungen entwickeln will,
  • bei meiner Arbeit Handtracking nutzen möchte,
  • VR mit einer Auflösung nahe dem menschlichen Sehvermögen erleben will und
  • Geld keine Rolle spielt.

Die Varjo XR-1 ist für mich weniger geeignet, wenn …

  • ich VR-Spiele spielen will,
  • ein ausgereiftes VR-Produkt für zu Hause erwarte und
  • keine 10.000 Euro investieren möchte.

Test der Varjo XR-1 & Empfehlung der Redaktion

Wir haben derzeit leider keinen Test der Varjo XR-1 für euch. Die VR-Brille lohnt sich ausschließlich für spezifische Anwendungen bei der Entwicklung von Mixed-Reality-Anwendungen.

Varjo XR-1 könnt ihr hier kaufen

Varjo XR-1 im Varjo Store

Allgemeine Fragen & Antworten zu VR und VR-Brillen

Was ist und wie funktioniert eine VR-Brille?

  • VR-Brillen werden auf den Kopf gesetzt und bestehen aus zwei Displays in einer abgeschotteten Vorrichtung, die über spezielle Linsen ein stereoskopisches, dreidimensionales Bild beim Nutzer erzeugen. In Verbindung mit der Nachverfolgung (Tracking) der eigenen Bewegung entsteht der Eindruck, sich in einer virtuellen Welt zu befinden anstatt – wie beim traditionellen Monitor – nur darauf zu schauen.

Mit der VR-Brillen kann sich der Nutzer durch natürliche Kopfbewegung frei in der Virtual Reality (VR) umsehen. Vollwertige VR-Brillen unterstützen hier sämtliche Bewegungsrichtungen, auch als 6 Degrees of Freedom (kurz: 6DOF) bezeichnet. Das bedeutet man kann sich mit der VR-Brille im virtuellen Raum

  1. vor und zurück,
  2. hoch und runter,
  3. nach links und rechts bewegen sowie
  4. drehen,
  5. neigen und
  6. schwenken.

VR-Brillen, die nur drei Freiheitsgrade (3DOF) unterstützen, also sich nicht in die Tiefe des Raumes neigen können, sind im Vergleich weniger immersiv. Sie vermitteln zwar das Gefühl, in einem VR-Raum zu stehen – aber man kann sich darin nicht fortbewegen. VR-Brillen für den PC oder die Konsole sowie Oculus Quest bieten heute fast immer alle sechs Freiheitsgrade. Wir empfehlen deshalb, unbedingt zu einer 6DOF-Brille zu greifen.

Mit VR-Controllern bewegen wir uns in VR durch Teleportation oder flüssige Fortbewegung, interagieren mit Gegenständen und bedienen Schaltflächen. Alles, was wir mit den Controllern tun, sehen wir direkt in der VR-Brille. Die Oculus Quest unterstützt sogar Handtracking (Info-Guide) – die Hand wird zum VR-Controller, um beispielsweise das Menü zu bedienen.

Falls ihr euch für die Geschichte von Virtual Reality interessiert – von Panoramen im 18. Jahrhundert über den Virtual Boy bis hin zu heutigen VR-Brillen – dann lest den spannenden, verlinkten Artikel.

Welche VR-Brille bietet die höchste Auflösung?

  • Die Varjo-VR-Brillen liegen durch ihre besondere Doppeldisplay-Konstruktion bei der Bildschärfe ganz vorne und sollen nahe an das menschliche Sehvermögen herankommen. Sie sind aber nur für Unternehmen geeignet. Im Konsumenten-Bereich liegt die kommende Pimax Vision 8K X mit 3.840 × 2.160 Pixeln pro Auge vorne. Hinter den Pimax-Brillen rangiert die HP Reverb mit 2.160 × 2.160 Bildpunkten je Display.

Der Großteil der aktuellen VR-Brillen bewegt sich in punkto Auflösung um die 1.440 × 1.600 Pixel pro Auge. Das ist scharf genug für ein gutes Bild ohne Pixelmatsch.

Bildvergleich Valve Index, HP Reverb und Oculus Rift S durch die Linsen.

Für die Wahl einer VR-Brille sollte aber niemals nur ein Aspekt in Betracht gezogen werden, es sei denn, ihr benötigt nur diesen einen Aspekt. Sound, Controller, Tracking und Tragekomfort solltet ihr bei einer Kaufentscheidung ebenfalls berücksichtigen.

Welche VR-Brille bietet den höchsten Komfort?

  • Die PlayStation VR bietet seit Jahren den besten Komfort, dicht gefolgt von der Valve Index. Die PSVR liegt auf der oberen Stirnhälfte auf, das Gerät hängt also vor dem Gesicht und muss nicht fest angedrückt werden.

Unter den PC-VR-Brillen ist hingegen die Valve Index besonders komfortabel, auch über längere VR-Sessions hinweg. Sie verteilt das Gewicht mehr über den Kopf, als die Brille nur ins Gesicht zu pressen.

Welche VR-Brille ist für Brillenträger geeignet?

  • Brillenträger haben keine Probleme mit den Vive-Brillen, der PlayStation VR und der Valve Index. Bei der Oculus Quest kann es seitlich zu Problemen kommen, da kaum Platz für die Brillenbügel vorhanden ist.

Allerdings lässt sich das Problem für Brillenträger durch Sehstärke-Linsen-Einsätze vom VR-Optiker (Test) beheben, sofern Einsätze für die jeweilige Brille möglich sind.

Welche VR-Brille kann ohne PC betrieben werden?

  • Die beste autarke VR-Brille ist die Oculus Quest (Test). Sie benötigt keinen PC und kein externes Tracking, kann aber bei Bedarf mittels Oculus Link (Infos) zu einer PC-VR-Brille umfunktioniert werden.

Welche VR-Brille ist für Sim-Racing oder Flugsimulationen geeignet?

  • Wer auf ein besonders scharfes Bild Wert legt, kann zur HP Reverb (Test) greifen, die ihre Stärken vor allem bei der Auflösung hat.

Der Gesamteindruck des Bildes und die höhere Flexibilität, vor allem wenn man auch ab und zu bewegungsintensivere VR-Spiele spielen möchte, ist bei der Valve Index allerdings besser. Hier ist der Preis aber auch deutlich höher.

Welche VR-Brille lohnt sich für Beat Saber?

  • Definitiv die Oculus Quest. Beat Saber (Test) ist grafisch nicht sonderlich anspruchsvoll, sondern benötigt vor allem gutes Tracking und Bewegungsfreiheit. Beides bekommen wir mit der autarken Oculus Quest.

Allerdings kann gegebenenfalls die Bildrate von 72 Hz im Expert-Modus Probleme machen.

Wer volle Leistung will und sich durch ein Kabel nicht stören lässt, sollte hier zur Valve Index greifen und Beat Saber mit 144 Hz Bildrate spielen (vorausgesetzt, die eigene PC-Hardware lässt das zu.)

Welche VR-Brille ist die beste?

  • Das hochwertigste Komplettpaket bietet die PC-VR-Brille Valve Index. Auflösung, Bildwiederholrate, Sichtfeld, Tracking, Komfort, Sound und Controller sind zusammen betrachtet den recht hohen Kaufpreis definitiv wert. Mehr Details dazu findet ihr in unserem Valve Index-Test.   

Welche VR-Brille soll ich kaufen?

  • Wer nicht zwangsläufig das technisch beste Gesamtpaket für PC-VR braucht, bekommt das flexibelste Preis-Leistungs-Paket mit der Oculus Quest (Test). Sie ist autark, bietet ein gutes Bild, unterstützt Handtracking und kann bei Bedarf über ein USB-C-Kabel (Oculus Link Infos) zu einer vollwertigen PC-VR-Brille umfunktioniert werden.

Zwischen völliger Bewegungsfreiheit und hochwertigem PC-VR steht nur ein Kabel. Außerdem kann die Quest bereits Handtracking.

Wenn ihr spezielle Stärken einer VR-Brille bevorzugt, hilft euch unsere ausführliche Vergleichstabelle am Anfang des Artikels bei eurer Kaufentscheidung.

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