Das VR-Programm der Filmfestspiele von Venedig zeigt: VR-Filme haben 2020 eine neue Qualitätsstufe erreicht und müssen als Kunstform ernst genommen werden. Ich stelle euch drei Projekte vor, die mich besonders beeindruckt haben.

Das VR-Begleitfestival hörte auf den Namen Venice VR Expanded und fand vom 2. bis 12. September online statt. Rund 44 Projekte aus 24 Ländern standen auf dem Programm und waren auf diversen VR-Plattformen wie Viveport, Oculus Quest und VRChat zu sehen.

Einige Projekte sind nach wie vor abrufbar und wurden im folgenden Artikel mit entsprechenden Links versehen.

Minimum Mass

Minimum Mass handelt von einem Liebespaar, das eine Reihe von Fehlgeburten bewältigen muss. Der Zuschauer erlebt Schlüsselszenen aus dem Leben der Liebenden: aus der Kennenlernphase, glücklichen Tagen, aber auch Momenten der Entfremdung und Krise.

Was diesen VR-Film besonders macht, ist die Kombination aus Perspektive und Fotorealismus. Die Szenen spielen sich dioramenhaften Räumen ab und versetzen den Zuschauer in den Körper eines Riesen, der in Puppenhauszimmer blickt. Die beiden Hauptfiguren sind realistisch gezeichnet und lebensecht animiert, aber wirken wie zerbrechliche Puppen.

Die Vergrößerung des Zuschauers und Verkleinerung der Charaktere führt zu einer verstärkten Anteilnahme an den Figuren: Die Räume schweben im Nichts wie Fragmente einer Erinnerung oder eines Traums und können von Hand gedreht werden, so…

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