Everest VR ist eine von Oculus produzierte VR-Doku für Oculus Quest und Oculus Go, die euch nach Luft schnappen lässt.

Kabetec VR-Brille

Der dreiteilige VR-Film ist dem Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck gewidmet, der vor knapp drei Jahren beim Versuch ums Leben kam, sowohl den Everest als auch den benachbarten Lhotse ohne künstliche Sauerstoffzufuhr zu besteigen – etwas, das noch niemandem zuvor gelang.

Gedreht wurde die Dokumentation von seinem engen Freund, dem erfahrenen Bergsteiger und Filmemacher Jonathan Griffith, der sich mit dem Sherpa Tenji, einem Schützling Stecks, auf den beschwerlichen Weg macht, den tollkühnen Versuch des Schweizers zu vollenden.

Extremste Drehbedingungen

Die Doku nimmt keine Rücksicht auf den Zuschauer und steigt gleich heftig ein: In der ersten Folge sieht man Griffiths Freunde und Extrembergsteiger, die sich aus eigener Kraft und teils ohne Sicherung unüberwindbar scheinende Gebirgs- und Eiswände hochwuchten.

Solche Szenen kennt man aus anderen Dokumentationen und Hollywoodfilmen. Mit der VR-Brille aber hat man annähernd das Gefühl, selbst an diesen Wänden zu hängen – und hält bei jedem neuen Handgriff der Kletterkünstler vor Spannung die Luft an.

Unter diesen Extrembedingungen zu filmen, ja die Ausrüstung überhaupt dort hochzuschaffen, muss unfassbar aufwendig gewesen sein. Die Mühe hat sich gelohnt, denn so etwas hat man in Virtual Reality noch nicht gesehen.

Everest VR Documentary 2

Klettern ist anstrengend genug. Aber VR-Filme drehen an senkrechten Wänden? BILD: Oculus / Jonathan Griffin Productions

Das Medium täuscht nicht

Der Filmemacher Griffith sagt, er liebe Virtual Reality, weil sie sich nicht fälschen lasse: Die Farben eines Sonnenuntergangs ließen sich nicht nachbearbeiten, sonst würde man es unter der VR-Brille merken. Ebenso ist es unmöglich, einen Abhang so zu filmen, dass er steiler wirkt. “Man kann in VR nicht tricksen. So bleibe ich ehrlich als Filmemacher”, sagt Griffith in einem Interview, in dem er von den Herausforderungen der Produktion spricht.

So hat Griffith einmal 13 Tage ausgeharrt, damit eine Himalaya-Lawine die 360-Grad-Kamera erfasst und wir als Zuschauer genau darin stehen. Und für eine der atemberaubenden nächtlichen Zeitrafferaufnahmen blieb er eine ganze Nacht lang bei eisigen Temperaturen wach, um in regelmäßigen Zeitabständen Einzelbilder zu schießen.

Everest VR Documentary 3

Everest VR führt aufs Dach der Welt. BILD: Oculus / Jonathan Griffin Productions

Kein Ersatz für echte Abenteuer

“Virtual Reality ist super geeignet, um Abenteuer einzufangen, aber sie ist kein Ersatz für das echte Ding. Everest VR kommt der echten Everest-Erfahrung bislang am nächsten, aber wenn du wirklich da hoch willst, wird der Film diesen Wunsch nicht befriedigen, er wird ihn höchstens befeuern”, sagt Griffith.

Wenn mich Everest VR etwas lehrte, dann die Ehrfurcht vor der Kraft eines menschlichen Willens, dem nichts unüberwindlich scheint. Und dass die Menschen, die von einem solchen Willen getrieben sind – bewusst oder bewusst – an der Grenze zwischen Leben und Tod leben.

Everest VR: Journey to the Top of the World ist kostenlos in Oculus TV für Oculus Quest erhältlich.

Wenn ihr eine Oculus Go besitzt, könnt ihr euch die dreiteilige VR-Doku ebenfalls ansehen. Öffnet hierfür die Links zu Episode 1Episode 2 und Episode 3 und klickt bei jeder auf “Save to VR”. Öffnet anschließend die Bibliothek in eurer Oculus Go und geht auf “Saved”. Hier sollten nun die VR-Filme abrufbar sein.

Habt ihr nach der Dokumentation noch nicht genug vom Mount Everest, dann schaut euch die PC-VR-App Everest VR (Test) an.

Quelle: Oculus Blog, Tech@Facebook, Titelbild: Oculus / Jonathan Griffin Productions

Letzte Aktualisierung am 25.05.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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