Update: 19.04.2021

Für Oculus Quest sind viele neue Features geplant. Wir haben alle kommenden Funktionen für euch zusammengefasst.

Selbst ohne die Quest-Hardware selbst zu verbessern, gibt es reichlich Möglichkeiten, die Funktionalität der VR-Brille per Software-Update zu erweitern. Das beweisen etwa folgende Features:

Die folgende Liste erhält zum einen offiziell angekündigte Features, zum anderen Funktionen, die nur angedeutet wurden und die Quest-Fans erwarten.

Oculus-Ingenieur John Carmack stellte Anfang des Jahres häufigere Updates auf monatlicher Basis in Aussicht. Die letzten Updates 23 und 25 waren zwar sehr umfangreich, ließen aber mehrere Monate auf sich warten.

Ihr habt Ideen für neue Quest-Features oder wollt für die Implementierung einer Funktion stimmen? Dann könnt ihr das auf der Plattform Oculus User Voice tun.

Letztes Update vom 19.04.2021:

  • Mit dem Quest-Update 28.0 brachte Facebook Air Link, 120-Hertz-Unterstützung sowie neue Features für Infinite Office. Der Artikel wurde dementsprechend aktualisiert.

Infinite Office

Update: Das Quest-Update 28.0 brachte die Möglichkeit, einen virtuellen Tisch einzuzeichnen sowie das Tracking physischer Tastaturen. Derzeit wird nur Logitechs K830-Tastatur unterstützt, später sollen weitere Tastaturen hinzukommen. Nutzer sehen beim Arbeiten sowohl ein 3D-Modell der Tastatur als auch ihre eigenen Hände.

Das Infinite Office soll ein um die Möglichkeiten der Virtual Reality erweitertes Büro werden. Facebooks Vision ist, aus Oculus Quest eine sinnvolle Arbeitsplattform zu machen, in Vorbereitung auf einen AR-Arbeitsplatz der Zukunft.

Den Anfang macht der Oculus Browser: Nutzer können mit Infinite Office mehrere Browser-Fenster gleichzeitig wie virtuelle Monitore im Raum platzieren und damit Browser-Software wie Google Docs oder Dropbox bedienen.

Facebook arbeitet außerdem mit Logitech zusammen, um Computer-Tastaturen exakt in VR abzubilden. Das erleichtert die Computerarbeit in VR. Unterstützung für Bluetooth-Mäuse und Messenger-Integration kam bereits mit Quest-Update 25.

Zusätzlich kann der Nutzer per Handtracking mit dem virtuellen Büro interagieren. Der Blick in die Realität ist über die integrierten Trackingkameras der VR-Brille möglich – wenn auch derzeit nur in schwarz-weiß.

Das Infinite Office hätte schon Ende 2020 erscheinen sollen. Facebook ist offenbar noch nicht zufrieden mit dem aktuellen Stand der Software. XR-Chef Andrew Bosworth sagte Ende Januar, das virtuelle Büro sei wichtig für Facebook, aber noch nicht bereit für eine Veröffentlichung.

Passthrough-Apps

Passthrough+ nennt Facebook den Darstellungsmodus, bei dem die Videofeeds der integrierten Kameras zu einer 3D-Ansicht der Umgebung verschmolzen und in die VR-Brille gestreamt werden. Quest-Nutzer können damit ihre Umgebung mit aufgesetzter VR-Brille erkennen – schwarzweiß und etwas verschommen, aber immerhin.

In diesem Modus zeichnet man die Grenzen des Spielbereichs ein oder orientiert sich bei Bedarf im physischen Raum. Wer möchte, kann die Videodurchsicht anstelle einer virtuellen Home-Umgebung nutzen und sieht die Quest-Menüs vor sich in der eigenen Wohnung schweben – ein Schritt Richtung Augmented Reality.

Die erste Software, die standardmäßig in diesem Modus läuft, ist Infinite Office (siehe oben). Im Herbst ließ Facebook verlauten, dass Entwickler in Zukunft ebenfalls Zugriff bekommen sollen auf den Passthrough-Modus, was interessante neue Apps ermöglichen könnte.

Einen Zeitrahmen für die Veröffentlichung des Features nennt Facebook nicht. Die Entwickler der Kollaborationsplattform Spatial experimentieren bereits mit der Passthrough-Schnittstelle, wie folgendes Video zeigt.

Verbessertes Oculus Link

Die PC-Verbindung Oculus Link (Test), die aus Oculus Quest eine PC-VR-Brille macht und Zugriff auf Titel aus dem Rift Store, auf Steam und Viveport bietet, verließ mit Update 23 die Betaphase. Doch damit ist das Feature nicht ausentwickelt.

Mindestens zwei Verbesserungen sind für Oculus Link in der Mache. Zum einen sollen Quest-Nutzer in Zukunft die Bitrate des Videostreams manuell einstellen können, ohne den Umweg über das Oculus Debug Tool gehen zu müssen (siehe Anleitung Oculus Link Bildqualität: Beste Grafik einstellen).

Zum anderen arbeitet Facebook an einer dedizierten PC-VR-Nutzeroberfläche für Oculus Quest. Wer sich derzeit via Oculus Link mit einem PC verbindet, sieht das Rift-Interface vor sich – eine temporäre Lösung, die nicht für Oculus Quest optimiert ist.

Verbesserungen in Sachen Bild- und Streaming-Qualität darf man ebenfalls erwarten: Facebook will Oculus Link auf das Niveau einer nativen PC-VR-Verbindung bringen.

120-Hertz-Unterstützung

Update: Das Quest-Update 28.0 brachte Unterstützung für 120-Hertz-Modi.

Update 23 brachte Nutzern der Oculus Quest 2 (alle Infos) volle Unterstützung für 90-Hertz-Bildwiederholrate: standardmäßig in System-Apps und darüber hinaus in VR-Apps, die für die höhere Bildwiederholrate optimiert wurden.

Ende 2020 machte Oculus-Ingenieur John Carmack klar, dass das Potenzial des Quest 2-Displays noch nicht ausgeschöpft ist. In einem Tweet wandte er sich an Entwickler und schrieb: “Nehmt die 90 Hertz nicht als Standard, sonst wird eure VR-App schlecht laufen, wenn wir Unterstützung für 120 Hertz bringen.”

Im Februar 2021 bestätigte Facebooks XR-Chef Andrew Bosworth dann, dass 120-Hertz-Unterstützung kommt, jedoch ohne einen Zeitrahmen oder Einzelheiten zu nennen.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Bildwiederholrate, desto besser das VR-Seh- und Spielerlebnis. Wegen den zusätzlichen Anforderungen an den Quest-Chip dürften jedoch nur grafisch einfach gehaltene, bewegungsintensive und kompetitive VR-Spiele wie Beat Saber von einem 120-Hertz-Modus profitieren können.

App-Sharing und Nutzerkonten

Update: Diese Features rollten ab dem 18. Februar aus (siehe Artikel).

Hiermit werdet ihr auf eurer Oculus Quest Nutzerkonten für Familienmitglieder oder Freunde einrichten können samt personalisierter Spielfortschritte, Speicherpunkte und Erfolge. Das App-Sharing sorgt dafür, dass ihr gekaufte Spiele mit den sekundären Nutzern teilen könnt.

Nach welchen Regeln die Nutzerkonten und das App-Sharing funktionieren, erkläre ich im verlinkten Artikel.

“AirLink” – Offizielles WLAN-Streaming

Update: Mit Quest-Update 28.0 erschien Air Link.

Die Bewegungsfreiheit der Oculus Quest gepaart mit der Rechenleistung eines PCs: Das ist der Wunschtraum vieler VR-Nutzer. Eine mögliche Lösung ist WLAN-Streaming, also das Übertragen von Bild- und Videodaten eines PC-VR-Spiels über das heimische Netzwerk direkt in die VR-Brille.

Die VR-App Virtual Desktop bietet bereits eine solche Funktion, aber nur über den Umweg des Sideloadings (Anleitung). Eine offizielle Lösung wäre bestimmt leichter einzurichten und böte womöglich eine noch bessere VR-Erfahrung als das schon recht gute Virtual Desktop (Anleitung).

Dass Facebook an einer drahtlosen Version von Oculus Link arbeitet, weiß man schon seit längerem. Ende 2020 bezeichnete XR-Chef Andrew Bosworth WLAN-Streaming als “sicheres Ziel“, eine offizielle Ankündigung mit ungefährem Erscheinungsdatum steht aber noch aus.

Lokales Multi-Quest-Tracking

Mit der Ausbreitung von Oculus Quest wird es wahrscheinlicher, dass eure Freunde ebenfalls eine Oculus Quest besitzen oder ein Haushalt mehrere Quests nutzt. Könnten sich Quest-Brillen im gleichen Raum gegenseitig verorten, ermöglichte dies neue Multiplayer-Spiele. Genau diese Funktion böte Multi-Quest-Tracking.

Facebook demonstrierte Multi-Quest-Tracking erstmals 2018 am Beispiel einer Mixed-Reality-Spielarena, in der mehrere Spieler gegeneinander antreten und physische Objekte als Deckung nutzen konnten.

Erstaunlicherweise lässt eine offizielle Schnittstelle bis heute auf sich warten. Den letzten Hinweis auf eine kommende Unterstützung der Technologie gab es in Form eines Update-Codes im Sommer 2020.

Weiterlesen über Oculus Quest 2:

Oculus Quest 2 aus Deutschland bestellen

Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Oculus Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Oculus Quest – 64 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv – Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

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