Meta Quest 3: Alle Fakten und Gerüchte

Meta Quest 3: Alle Fakten und Gerüchte

2023 erscheint der Nachfolger der Meta Quest 2. Was wissen wir über das Gerät?

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Meta Quest 2 ist die mit Abstand erfolgreichste VR-Brille. Entsprechend spannend ist die Frage, was uns mit Meta Quest 3 in puncto neuer Technik und Software erwartet.

In diesem Artikel tragen wir zusammen, was wir über das Gerät wissen und trennen Fakten von Gerüchten.

Es ist zu erwarten, dass im Laufe des Jahres neue Einzelheiten ans Tageslicht treten. Der Artikel wird daher regelmäßig aktualisiert.

Offizielle Informationen

Wird Meta Quest 3 tatsächlich so heißen?

In ihren informellen Ankündigungen sprachen weder Mark Zuckerberg noch Technikchef Andrew Bosworth von „Meta Quest 3“.

Zuckerberg bezeichnete das Gerät als „nächste Generation unseres Quest-Headsets für Verbraucher“ und Technikchef Andrew Bosworth als „Nachfolger der Meta Quest 2„.

Auch wenn die Führungskräfte das neue Headset nicht beim Namen nennen: gemeint sein dürfte Meta Quest 3.

Die Geheimnistuerei dürfte mit dem Osborne-Effekt zusammenhängen. Meta möchte wohl vermeiden, dass Konsument:innen frühzeitig auf Meta Quest 3 warten, anstatt sich eine Meta Quest 2 zu kaufen. Der Produktname dürfte erst bei der offiziellen Vorstellung genannt werden.

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Wann erscheint Meta Quest 3?

Da Meta neue VR-Hardware in der Regel auf der Meta Connect vorstellt (die normalerweise im September oder Oktober stattfindet) und kurz danach in den Handel bringt, ist mit einem Launch im Herbst 2023 zu rechnen.

Wie viel wird Meta Quest 3 kosten?

Der endgültige Preis wird wohl erst bei der offiziellen Vorstellung genannt.

Keine Sorge: Meta Quest 3 richtet sich an Endverbraucher:innen und wird bei Weitem nicht so teuer wie die 2022 gelaunchte Meta Quest Pro.

Es ist zu erwarten, dass das Gerät im gleichen Preissegment wie Meta Quest 2 zu liegen kommt. Mark Zuckerberg gab als mögliche Preisspanne 300 bis 500 US-Dollar an.

Leaks und Gerüchte

Der bislang einzige handfeste Leak kommt vom Hardware-Analysten und Youtuber Bradley Lynch, der im Oktober CAD-Baupläne eines mutmaßlichen Quest-3-Prototyps zugespielt bekam.

Lynch hatte zuvor ähnliche Baupläne von Meta Quest Pro geleakt, die sich im Nachhinein als akkurat erwiesen. Die Chance ist demnach hoch, dass an dem Leak etwas dran ist.

Laut Lynchs Quellen gibt es drei Prototypen der Meta Quest 3, wobei die Baupläne denjenigen zeigen sollen, auf den sich Meta festgelegt habe. Der Hardware-Analyst räumt jedoch ein, dass sich bis zur Massenproduktion noch Kleinigkeiten ändern könnten. Bei Meta Quest Pro geschah das ebenfalls.

Pancake-Linsen & verbesserter Formfaktor

Die Zeichnungen geben Aufschluss über das Aussehen und die technische Ausstattung des VR-Headsets.

Zuallererst sticht der verbesserte Formfaktor ins Auge. Das Gehäuse wirkt dünner und kleiner als das der Meta Quest 2. Dieser Umstand legt nahe, dass das neue VR-Headset Metas neue Pancake-Linsen verbaut hat, die erstmals in Meta Quest Pro Eingang fanden.

In einem Ende 2022 veröffentlichten Blogartikel schreibt Meta, dass vier Jahre Forschung und Entwicklung in die Linsen flossen und dass das Unternehmen eine komplett neue Lieferkette zu ihrer Herstellung aufgesetzt hat. Es ist unwahrscheinlich, dass Meta solchen Aufwand nur für den winzigen Markt der Meta Quest Pro betrieb.

CAD-Bauplan zeigt die Innenseite von Meta Quest 3.

Dieses Bild gewährt einen Blick auf die Linsen des Headsets und den Näherungssensor. Kameras für Eye- und Facetracking sucht man vergeblich. | Bild: SadlyitsBradley

Erhält Meta Quest 3 die gleichen Pancake-Linsen wie das Premium-Headset, ist mit einem deutlich schärferen Bild als bei Meta Quest 2 zu rechnen.

Bei der Kopfhalterung hingegen tut sich hingegen nichts: Meta Quest 3 könnte erneut auf ein billiges Stoffband setzen, um die Kosten zu senken und eine stabilere und bequemere Kopfhalterung als Zubehör anbieten.

Farb-Passthrough und Mixed Reality

Was ebenfalls auffällt, sind die drei pillenförmigen Einbuchtungen an der Vorderseite, die unter anderem für einen hochwertigen Farb-Passthrough gedacht sein dürften. Laut Lynch handelt es sich um zwei Schwarzweißkameras, zwei RGB-Kameras sowie eine Tiefenkamera. Das sind doppelt so viele vorderseitige Sensoren wie bei Meta Quest Pro!

Diese Sensorarchitektur legt nahe, dass das große neue Hardware-Feature der Meta Quest 3 Mixed Reality sein wird.

Das ist keine allzu große Überraschung. Schließlich dient Meta Quest Pro primär als Devkit, mit dem Studios frühzeitig beginnen können, Mixed-Reality-Apps für Meta Quest 3 zu entwickeln.

CAD-Bauplan zeigt die Vorderseite von Meta Quest 3 mit Passthrough-Sensortechnik.

Dieser Bauplan zeigt das Innenleben des Gehäuses mit den beiden SW- und Farbkameras (seitlich) sowie dem Tiefensensor und Infrarotprojektor (mittig). | Bild: SadlyitsBradley

Sensoren für Blick- und Gesichtsverfolgung sucht man hingegen vergeblich auf den Bauplänen. Dies erstaunt, da Zuckerberg diesen Technologien einen hohen Stellenwert einräumte und damit andeutete, dass sie ein grundlegender Bestandteil zukünftiger Headsets sein werden. Vielleicht finden sie in erst in Meta Quest 4 Eingang – oder Meta Quest Plus.

Ein Hardware-Feature, das Meta Quest 3 von Meta Quest Pro übernehmen könnte, sind Ladekontakte an der Unterseite des Headsets. Die sind auf den Bauplänen gut zu erkennen und legen nahe, dass Meta eine separat erhältliche Ladestation für die VR-Brille verkaufen wird.

Zwei LC-Displays und eine neue Chip-Generation

Lynchs Quellen haben ihm weitere Einzelheiten zur Technik zukommen lassen, die sich nicht aus den Bauplänen herleiten lassen.

Demnach soll Meta Quest 3 mit zwei anstatt eines einzigen LC-Displays ausgestattet sein. Den Linsen- und Displayabstand werden Nutzer:innen mit einem Einstellrad anpassen können, das auf dem Bauplan gut zu erkennen ist.

CAD-Bauplan zeigt die Unterseite von Meta Quest 3.

Die Unterseite des mutmaßlichen Quest-3-Prototyps mit Lautstärkeregler, Ladekontakten und dem IPD-Einstellrad. | Bild: SadlyitsBradley

Lynch spekuliert, dass Meta auf eine neue Generation des Snapdragon XR2 setzen wird. Der in die Jahre gekommene SoC befeuert unter anderem die Meta Quest 2 (2020), Vive Focus 3 (2021) und Pico 4 (2022).

Der neue Chip soll den Namen Snapdragon XR2 Gen 2 tragen und könnte eine 2,5-fache höhere GPU-Leistung bringen neben anderen wichtigen Verbesserungen, etwa bei den für Mixed Reality wichtigen KI-Rechenkapazitäten. Qualcomm hat den neuen SoC allerdings noch nicht mal vorgestellt.

Zu guter Letzt meint Lynch, dass Meta höherpreisige SKUs der Meta Quest 3 mit bis zu 512 Gigabyte Speicher und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher anbieten könnte.

Welche Software wird Meta Quest 3 bieten?

Meta Quest 3 dürfte alle Software unterstützen, die es für Meta Quest 2 und Meta Quest Pro gibt. Umgekehrt könnte es sein, dass nicht alle Software für Meta Quest 3 auch auf den älteren Headsets verfügbar ist.

Sollte sich herausstellen, dass die neue VR-Brille einen wesentlich schnelleren SoC als Meta Quest 2 und Meta Quest Pro spendiert bekommt, ist exklusive Software nur eine Frage der Zeit. Bei Meta Quest 2 und ihrem Vorgänger verhielt es sich ähnlich.

So oder so gibt es Grund zur Vorfreude auf der Software-Front. Meta hat seit Ende 2019 neun VR-Studios übernommen. Acht davon sind Gaming-Studios, die seit der Übernahme keine neuen Titel angekündigt haben.

Meta hat höchstwahrscheinlich eine Reihe hochwertiger Eigenproduktionen in der Pipeline und es wäre eine Überraschung, wenn einige davon nicht Launchtitel für Meta Quest 3 wären und für das VR-Headset optimiert sind.

Zu diesen potenziellen VR-Hits gehören Titel wie GTA: San Andreas und Assassin’s Creed Nexus.