Den Nutzern das Gefühl geben, als wären sie mittendrin – das ist das Ziel von Virtual Reality. Mit Gefühl würde man diesem Ziel deutlich näherkommen. Wir stellen die wichtigsten Haptik-Peripherals vor.

Die perfekte multisensorische Immersion ist der Traum jeden Gamers – und Virtual Reality bietet Entwicklern von Hard- und Software für dieses Ideal völlig neue Optionen. Im audiovisuellen Bereich kommen wir dem schon sehr nahe. Riechen oder schmecken in Verbindung mit digitalen Unterhaltungsmedien sind bis auf wenige Nischenprodukte allerdings noch Zukunftsmusik.

Wenn es darum geht, unsere Sinne auf neuen Wegen anzusprechen, steht momentan eher der Tastsinn im Fokus. Einige Haptik-Geräte haben dabei durchaus Potential, in den kommenden Jahren den VR-Markt aufzumischen.

VR-Arcades mit aufwendigen Installationen sind in puncto Haptik dem heimischen Wohnzimmer natürlich deutlich voraus, aber es existieren bereits erstaunlich viele Geräte, die virtuelle Welten auch innerhalb der eigenen vier Wände spürbar machen. Das Angebot reicht von konventionellen Produkten wie Handschuhen und Westen bis hin zu extravaganten Sexpuppen.

Bei vielen Projekten handelt es sich momentan noch um Prototypen oder sogar Konzepte. Manche werden eingestampft, andere kommen hinzu. Deshalb werden wir diese Liste künftig immer wieder aktualisieren.

Haben wir ein besonders cooles Haptik-Gadget für VR vergessen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Haptische VR-Handschuhe

Dexmo-Glove

Release: erschienen (Dev-Kit)
Plattform: HTC Vive (Amazon-Link)
Hersteller: Dexta Robotics (offizielle Webseite)
Preis: auf Anfrage

Handschuhe für VR sollen unsere Handbewegungen noch genauer in Spiele und Apps übertragen und sogar haptisches Feedback geben. Einer dieser VR-Handschuhe ist der Dexmo-Glove von Dexta Robotics, einem 2014 in China gegründeten Unternehmen.

Der Dexmo-Glove nutzt klauen-artige Roboterfinger, die über den Handrücken laufen und an den Fingerspitzen enden. So soll einerseits jede Fingerbewegung genau bestimmt werden können, andererseits wird ein Widerstand simuliert, wenn der Nutzer einen virtuellen Gegenstand berührt.

Es existiert bereits ein Dev-Kit, dessen Preis aber nur auf Anfrage verraten wird. Wir gehen von einem höheren vierstelligen Betrag aus. Wie sich der Dexmo-Glove im Anspieltest verhält, haben wir in einem eigenen Artikel für euch festgehalten.

EXOS Wrist & EXOS Gripper

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive
Hersteller: Exiii (offizielle Webseite)
Preis: unbekannt

Das japanische Unternehmen Exiii arbeitet derzeit an zwei haptischen VR-Produkten. Zum einen der EXOS Gripper, der wie viele Handschuhe als Controller-Ersatz fungiert. Der Prototyp erinnert an zwei Handpuppen, deren Maul mit den Fingern bewegt werden kann. Durch Zusammendrücken lassen sich virtuelle Gegenstände greifen.

Ergänzend zu den Handschuhen kann die EXOS Wrist verwendet werden. Hierbei handelt es sich um eine mit einem Motor versehene Manschette, die um das Handgelenk getragen wird. Auf diese Weise kann zum Beispiel der Rückstoß einer Schusswaffe simuliert werden. Beide Geräte existieren derzeit nur als Prototypen.

Forte Data Glove

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive, Oculus Quest (Amazon-Link)
Hersteller: BeBop Sensors (offizielle Webseite)
Preis: auf Anfrage

Der Forte Data Glove ist ein Handschuh, der unter anderem zu Trainingszwecken mittels VR eingesetzt werden kann. Hersteller BeBop Sensors wirbt mit geringer Latenz und kraftvollem haptischen Feedback für gute Immersion. Anders als Konkurrenzprodukte ist der Forte Data Glove in jedem Fall leicht und beweglich. Zehn Biege- und weitere neun Bewegungssensoren sorgen dabei für präzises Tracking.

Anfang 2020 erscheint ein Tracking-Update für den Forte Data Glove, der ihn mit der Oculus Quest (Test) kompatibel macht. Dabei werden die Quest-Controller auf dem Handrücken der Handschuhe angebracht.

HaptX Glove

Release: erschienen (Industrie)
Plattform: HTC Vive
Hersteller: HaptX (offizielle Webseite)
Preis: auf Anfrage

Der HaptX Glove ist ein absolutes Premiumprodukt. Ähnlich dem Dexmo-Glove, laufen auch bei dem Gerät von HaptX Sensoren vom Handrücken zu den Fingerspitzen. Neben diesem „Magnetic Motion Tracking“ besitzt der Handschuh zudem einen „smarten“ Stoff, in dem Mikrofluide, Luftpolster und ein Force Feedback-Exoskelett verbaut sind.

Die umfangreichen Funktionen lassen es bereits erahnen: Der HaptX Glove ist nicht für den Privatgebrauch gedacht. Zielgruppe ist die Industrie. Unterhaltungszwecke sind allerdings nicht ausgeschlossen, beispielsweise in Freizeitparks oder Arcades.

Manus VR Prime Haptic

Release: erschienen
Plattform: HTC Vive
Hersteller: Manus VR (offizielle Webseite)
Preis: 4.990 Euro (inklusive Haptik-Modul)

Ursprünglich waren die Prime Haptic-Handschuhe von Manus VR für den Privatgebrauch gedacht. Dieser Ansatz hat sich aber geändert und mittlerweile richtet sich auch dieses Produkt in erster Linie an Business-Anwender. Das wirkt sich unter anderem auf den Preis aus. Waren erste Prototypen noch für unter 300 Euro zu haben, kosten die Handschuhe inzwischen beinahe 5.000 Euro. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass es die Technologie eines Tages doch noch in Privathaushalte schaffen wird.

Manus VR Prime Haptic sind mit Sensoren ausgestattet – auf dem Handrücken, sowie oberhalb und unterhalb der Fingerspitzen. So soll jede Art von Bewegung oder Beschleunigung der Hand akkurat in der virtuellen Welt wiedergegeben werden. Ein Haptik-Modul ist ebenfalls am Handrücken angebracht und leitet die entsprechenden Impulse an die jeweiligen Sensoren weiter.

Technisch ist der Manus VR Prime Haptic sehr ausgereift. Wer sich in erster Linie für VR-Spiele und -Apps, und weniger für die Technik, interessiert, sollte sich anderweitig umsehen.

In unserem Manus VR Prime Haptic Test lest ihr alle Details und für wen die Handschuhe wirklich geeignet sind. Außerdem gibt es die Manus VR Gloves in weiteren Ausführungen, etwa Manus Prime One, Manus Prime XSens und Optitrack Gloves.

Plexus VR Glove

Release: erschienen (Dev-Kit)
Plattform: HTC Vive, Oculus Rift, Windows Mixed Reality
Hersteller: Plexus (offizielle Webseite)
Preis: 249 Dollar

Der Plexus VR Glove ist schon eher etwas für den heimischen Gebrauch. Das Design ist schlicht und der Aufbau simpel. Sensoren garantieren ein genaues Tracking der Bewegungen. Dabei werden nicht nur die Finger, sondern auch die einzelnen Gelenke „ausgelesen“. An jeder Fingerspitze befinden sich zudem fünf Aktoren, die haptisches Feedback geben.

Zusätzlich lassen sich auf dem Handrücken diverse Geräte anbringen – etwa ein HTC Vive- oder Oculus Touch-Bewegungscontroller (Amazon-Link). Plexus nimmt über ihre Internetseite Bestellungen für Entwickler-Modelle des Plexus VR Glove an.

Skin Stretch Instrument

Release: unbekannt
Plattform: unbekannt
Hersteller: Oculus VR
Preis: unbekannt

Die Skizze zeigt den Motor (270) und die künstlichen Sehnen, die am Handrücken entlang laufen. Bild: Oculus / USPTO

Bei dem „Skin Stretch Instrument“ handelt es sich lediglich um ein von Oculus VR eingetragenes Patent. Es beschreibt eine Technologie, die es erlaubt, die Verformung der Finger an reale Objekten in die virtuelle Welt zu übertragen. Einen digitalen Apfel zu umfassen soll sich genauso anfühlen, wie bei einem echten.

Ob das Patent jemals umgesetzt wird, ist nicht klar. Sollte es aber dazu kommen, wird es sich vermutlich um eine Art Handschuh handeln.

VRgluv

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive, Oculus Rift
Hersteller: VRgluv (offizielle Webseite)
Preis: 399 Dollar

Ein weiterer haptischer VR-Handschuh, der sich auch an Privatnutzer richtet, ist der VRgluv. Neben dem obligatorischen Finger-Tracking besitzt auch dieser Handschuh ein Exoskelett für haptisches Feedback. Dadurch ist das Gerät ziemlich groß und wirkt beinahe wie ein Boxhandschuh.

Der VRgluv hat eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne hinter sich. Unterstützer sollten ursprünglich bereits Ende 2017 mit dem Handschuh beliefert werden. Nach einer Verschiebung auf Mitte 2018 scheint das Produkt aber noch immer nicht in den Händen aller Interessenten gelandet zu sein.

Haptische Anzüge und Westen

Disney Force Jacket

Release: unbekannt
Plattform: –
Hersteller: –
Preis: unbekannt

Haptische Force Jacket von Disney, Prototyp in der Forschung

Disney forscht an der haptischen Jacke, das Force Jacket. Ein Schelm, der dabei an Star Wars denkt. BILD: Disney

Disney arbeitet momentan gemeinsam mit Forschern des MIT an einer Weste, die in Zukunft in Freizeitparks Anwendung finden könnte. Das Force Jacket hat 26 Kammern, die mittels eines Kompressors schnell mit Luft befüllt und wieder geleert werden können.

Gemeinsam mit Hochfrequenz-Vibrationen soll eine sinnliche Wahrnehmung am Körper entstehen. Noch befindet sich das Projekt allerdings in einer frühen Entwicklungsphase.

Exoskin

Release: erschienen (Dev-Kit)
Plattform: Oculus Rift
Hersteller: Neo Sensory (offizielle Webseite), High Fidelity
Preis: 399 Dollar

Beim Exoskin handelt es sich um eine Art Jacke, die mittels Sensoren in Echtzeit haptische Wahrnehmungen präzise an den Nutzer übermitteln soll. Die VR-Plattform High Fidelity zeichnet in Kooperation mit dem Technologie-Hersteller Neo Sensory für das ambitionierte Produkt verantwortlich.

Neben dem haptischen Feedback, das beispielsweise durch virtuelle Explosionen und Regen ausgelöst wird, soll die Jacke dem Nutzer auch einen sechsten Sinn verleihen. So lösen beispielsweise sich nähernde Gegner in einem Videospiel Vibrationen aus, die den Spieler vorwarnen. Für rund 400 Euro sollte das Cheat-Jackett Exoskin auch für Privatanwender geeignet sein. Allerdings ist die Seite zum Exoskin beim Hersteller aktuell nicht aufrufbar – kein gutes Zeichen für die Zukunft des Gadgets.

HoloSuit

Release: erschienen
Plattform: HTC Vive, Oculus Rift, Windows Mixed Reality, HoloLens, Samsung Gear VR
Hersteller: Kaaya Tech (HoloSuit, offizielle Webseite)
Preis: ab 999 Euro

Der HoloSuit setzt als Ganzkörperanzug noch eines drauf und bietet haptisches Feedback an verschiedensten Stellen. Auch das Produkt von Kaaya Tech wurde erfolgreich über Kickstarter-Crowdfunding finanziert. Als mögliche Anwendungsbereiche werden auf der Internetseite unter anderem Gaming, Bildung, Medizin und Training für Fabrikarbeiter genannt.

Um den Anforderungen der verschiedenen Sparten gerecht zu werden, bietet der HoloSuit 26 Bewegungssensoren, neun Haptik-Motoren und sechs Bedienungsknöpfe. Die Pro-Variante hat zehn weitere Sensoren integriert – sie kostet allerdings auch rund 500 Euro mehr. Die Preise beinhalten VR-Handschuhe, eine Hose und eine Jacke mit Kopfband.

Woojer Edge

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive, Oculus Rift, PlayStation VR (Amazon-Link), Oculus Go (Amazon-Link), Samsung Gear VR
Hersteller: Woojer (offizielle Webseite)
Preis: ab 270 Euro

Woojer Edge ist eine Haptik-Weste, die Entertainment-Software wie Games, Filme und Musik spürbar machen soll. Dabei können die Vibrationen entweder durch Sound ausgelöst (wobei die Tonlage die Intensität bestimmt) oder spezifisch programmiert werden. Bei letzterer Variante, die beispielsweise einen Faustschlag an der entsprechenden Körperstelle spürbar macht, müssen Entwickler aber jeden Impuls einzeln programmieren.

Die Technologie kann entweder als Weste (mit sechs Vibrationslautsprechern) oder als Gurt um Brust oder Hüfte (ein Lautsprecher) gekauft werden. Wer Woojer Edge in Kombination mit einer VR-Brille verwenden möchte, benötigt externe Kopfhörer.

Über 1,9 Millionen Dollar konnten bei Kickstarter für das Gerät gesammelt werden. Mit 270 Euro als Einstiegspreis ist die Technologie relativ erschwinglich und auf den Endverbraucher-Markt ausgelegt.

Teslasuit

Release: erschienen
Plattform: Oculus Rift
Hersteller: Teslasuit (offizielle Webseite)
Preis: ab 1.350 Euro

Der Teslasuit ist ein weiterer multifunktionaler Ganzkörperanzug. Das haptische Feedback soll sich nicht nur auf Vibration beschränken, die gezielt Nerven im Körper stimulieren. Auch Temperaturschwankungen kann der Teslasuit im Bereich zwischen 20 und 40 Grad Celsius spürbar machen.

Läuft der User in einem Spiel beispielsweise durch die Wüste, wird es heiß, befindet er sich in den Bergen, wird es kühler. Zusätzlich kann der Teslasuit auch für Motion-Capturing genutzt werden und transferiert damit den ganzen Körper in die digitale Welt.

Damit das alles funktioniert, besitzt der Anzug 46 haptische Stimulationspunkte, 14 Motion-Capture-Sensoren und bis zu zehn Klima-Regler. Der Preis bewegt sich je nach Ausstattung zwischen 1.350 und 2.400 Euro.

Haptische Controller, Drucklufthaut, Hirnstimulation & mehr

CLAW

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive, andere
Hersteller: Microsoft
Preis: unbekannt

CLAW Controller für VR von Microsoft

Mit dem CLAW-Controller für VR-Anwendungen wird Druck auf die Fingerspitzen ausgeübt. BILD: Microsoft

CLAW befindet sich derzeit bei Microsoft in Entwicklung. Bei dem Produkt handelt es sich um einen haptischen Controller für VR-Anwendungen. Damit wird aber lediglich Druck auf die Fingerspitzen ausgeübt. Laut Microsoft soll trotzdem ein immersives Erlebnis erzeugt werden.

Neben dem Widerstand, durch den sich beispielsweise auch der Abzug einer Schusswaffe realistisch anfühlen soll, kann sogar die Oberfläche der berührten Gegenstände simuliert werden. Ein Stein soll sich rau, ein Fenster glatt anfühlen. CLAW existiert derzeit nur als Prototyp in den Laboren von Microsoft.

Experimentelle Druckluft-Haut

Release: unbekannt
Plattform: unbekannt
Hersteller: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne
Preis: unbekannt

Finger mit künstlicher Drucklufthaut für Berührungen in VR

Forscher haben eine künstliche Haut erzeugt, die durch Druckluft Berührungen simuliert. BILD: Technische Hochschule Lausanne

Forscher der Technischen Hochschule Lausanne in der Schweiz haben eine künstliche Haut entwickelt, die durch Druckluft Berührungen simulieren kann. Das ermöglicht ein Gitter kleiner Luftbläschen, das sich zwischen zwei dünnen Silikon-Häuten befindet. Die Software sendet entsprechende Signale an die künstliche Haut, wodurch sich die Menge der Luftbläschen steigert oder verringert.

Aus der Haut können theoretisch auch ganze Kleidungsstücke gefertigt werden. Ob es die Technologie jemals als Produkt auf den Markt schafft, bleibt abzuwarten.

Gehirnstimulation für VR-Gefühl

Release: unbekannt
Plattform: unbekannt
Hersteller: Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne
Preis: unbekannt

Die Forscher der Hochschule Lousanne haben aber noch eine weitere Erfindung im Bereich Haptik parat. Der Clou: Anstatt unsere Haut zu stimulieren, zapfen sie direkt das Gehirn an.

Genutzt wird die sogenannte Gummihand-Illusion. Diese beschreibt das Phänomen, dass wir eine falsche Hand für echt halten, solange wir nicht deutlich sehen, dass es nicht die eigene ist. Bei den getesteten Probanden wurden bestimmte Gehirnregionen stimuliert, während sie sich in der virtuellen Realität befanden. Angeblich stellte sich bei den meisten Testpersonen für kurze Zeit das Gefühl ein, die digitalen Hände wären ihre eigenen.

Haptic Links

Release: unbekannt
Plattform: HTC Vive
Hersteller: Microsoft
Preis: unbekannt

Haptic Links ist ein weiterer Prototyp von Microsoft. Der Controller soll ein spezifisches Problem lösen: Wenn wir mit zwei Bewegungscontrollern einen virtuellen Gegenstand in beiden Händen halten, können wir diese noch immer frei bewegen. Sitzt der Nutzer beispielsweise an einem Lenkrad oder hält ein Gewehr, entsteht dadurch ein Immersions-Bruch.

Die Haptic Links lösen dieses Problem, indem sie ein elastisches Verbindungsstück mitbringen, das sich verfestigt, sobald beide Hände denselben Gegenstand halten. Das gibt dem Anwender das Gefühl, tatsächlich ein festes Objekt vor sich oder in den Händen zu haben.

STRATOS

Release: erschienen (Dev-Kit)
Plattform: unbekannt
Hersteller: Ultrahaptics (offizielle Webseite)
Preis: unbekannt

STRATOS ist eine weitere ambitionierte Technologie, deren konkrete Anwendungsbereiche in VR sich erst noch zeigen müssen. Dabei handelt es sich um ein Gerät, dass durch Ultraschallwellen das Gefühl eines Luftwiderstandes erzeugt. In Sachen Immersion ist das natürlich super, da nichts weiter am Körper getragen werden muss – für FKKler ein Traum!

STRATOS ist allerdings eher für die Nutzung am Computer geeignet – also klassisch im Sitzen und ohne bewegungsintensives VR, da sich das erzeugte Feld ansonsten an Position und Bewegung des Nutzern anpassen müsste.

VR-Sexpuppe

Release: unbekannt
Plattform: unbekannt
Hersteller: CamSoda, RealDoll
Preis: ab 1.500 Dollar

Sexpuppe von CamSoda auf Mann mit VR-Brille

Mit einer Sexpuppe von CamSoda und RealDoll soll virtueller Sex fühlbar werden. BILD: CamSoda

Ist die VR-Sexpuppe von CamSoda der Untergang unserer Spezies? Vermutlich nicht – beeindruckend ist die Technologie aber allemal. CamSoda ist Betreiber einer Webcam-Seite und VR in Verbindung mit Sexpuppen soll – wenn es nach dem Unternehmen geht – die Branche auf die nächste Ebene heben.

So funktioniert das Ganze: Die von RealDoll hergestellte Puppe verkörpert den entfernten Sexpartner vor der Kamera, also beispielsweise die Darstellerin der Cam-Show. Dabei wird aber nicht nur der Video-Stream auf die VR-Brille übertragen, sondern auch spezielle Bewegungen der Darstellerin auf die Puppe. Hierfür wird ein besonderer Dildo benötigt, der Signale an die künstliche Partnerin, also die Puppe, weiterleitet. Ihr Unterleib soll sich dann genauso verhalten, wie der der echten Darstellerin.

Das ganze Konzept klingt noch recht kompliziert und CamSoda gibt selbst zu, dass der Sex mit der Freundin weiterhin besser ist als VR-Sex – zumindest vermutlich! Hinzu kommen Kosten im vierstelligen Bereich. Diese variieren, je nachdem, ob eine komplette Puppe angeschafft werden soll oder nur der Torso.

Von gefühlsechtem Sex mit Robotern sind wir jedenfalls noch ein ganzes Stück entfernt. Unterschätzen sollte man die Pornoindustrie aber nie. Sie war schon häufig ein treibendes (!) Element, wenn es um den Erfolg oder Misserfolg neuerer elektronischer Technologien ging.

Letzte Aktualisierung am 12.11.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Oculus Rift S [ ]
162 Bewertungen

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