Snapchat: Snap investiert in AR-Zukunft

Snapchat: Snap investiert in AR-Zukunft

Snap investiert in die AR-Zukunft und holt sich mit der jüngsten Akquisition Kartografierungsprofis ins Boot.

Snapchats Mutterfirma hat das Start-up StreetCred übernommen, berichtet Techcrunch. Das 2018 in New York gegründete Unternehmen entwickelte einen Blockchain-gestützten Kartendienst, der zugleich als Marktplatz dient: Privatpersonen, die ortsbezogene Daten sammeln und pflegen, erhalten Tokens, die an Unternehmen verkauft werden können, die an diesen Daten Interesse haben.

Die Gründer des Start-ups Randy Meech und Diana Shkolnikov haben viel Erfahrung mit Kartendiensten gesammelt: Meech war CEO der Open-Source-Kartografierungsplattform Mapzen und war davon in einer ähnlichen Rolle für AOL verantwortlich, während Shkolnikov die Mapzen-Entwicklung leitete.

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Mit der Übernahme seitens Snap wird die Plattform heruntergefahren und vier Angestellte wechseln zu Snap, darunter Meech und Shkolnikov. Die Übernahmesumme ist nicht bekannt.

Snap Map und Landmarkers

Das neue Know-How wird in Snaps ortsbezogene Dienste fließen, etwa die Snap Map, die es App-Nutzern erlaubt, Schnappschüsse mit Ortsdaten zu verknüpfen und diese Daten mit dem Rest der Snap-Nutzerschaft zu teilen. Die Funktion ist ein fester Bestandteil von Snapchat geworden und hat mittlerweile mehr als 200 Millionen Nutzer im Monat.

Augmented Reality, ein treibender Faktor von Snapchats Wachstum, ist zu Teilen ebenfalls ortsbezogen. Mit den „Landmarkers“ führte Snap AR-Linsen ein, die Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm und das Brandenburger Tor digital verfremden oder erweitern.

Snapchats Zukunft ist ortsbezogen

Mit den Local Lenses geht Snap noch einen Schritt weiter und erlaubt Entwicklern und Nutzern, reale Orte mittels Augmented Reality zu verändern. Die Spuren dieser Interaktion bleiben dauerhaft bestehen und werden von allen Snapchat-Nutzern gesehen, die die Umgebung durch das Smartphone-Display betrachten.

Snap testete die Funktion im Herbst 2020 in London: Snapchat-Nutzer konnten die Fassaden der Carnaby Street digital einsprühen (siehe Video). Grundlage dieser Technik ist eine automatisierte 3D-Kartografierung, die auf ortsbezogene Schnappschüsse und 360-Grad-Aufnahmen zurückgreift.

Mit der Streetcred-Übernahme hat Snap das nötige Rüstzeug, um seine Kartendienste zu erweitern und in Richtung einer AR-Cloud weiterzuentwickeln. Die Konkurrenz ist groß, denn auch GoogleFacebookAppleMagic Leap und Niantic arbeiten an dieser wichtigen AR-Grundlagentechnologie.

Quelle: Techcrunch, Titelbild: Snap

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