Ein Eiffelturm, der Regenbogen kotzt, und keinen Stress mehr mit Mathematik. Was brauchen 14-Jährige mehr?

Snap enthüllt neue Augmented-Reality-Funktionen: “Landmarkers” sind Fotoeffekte, die berühmte Gebäude in animierte Charaktere verwandeln. Der Eiffelturm kotzt Regenbogen, das Kapitol schießt Konfetti aus dem Dach und aus dem Flatiron-Gebäude in New York wird ein Stück Pizza. Die Gebäude wurden aufwendig digital in 3D rekonstruiert, damit die AR-Effekte möglichst glaubhaft wirken. Landmarkers rollen ab sofort in der Snapchat-App aus.

Die zweite neue AR-Funktion ist “Scan”. Sie soll aus der Smartphone-Kamera eine Plattform für Interaktion machen: Point & Interact statt Point & Shoot. Über die Snapchat-Kamera sollen Nutzer “versteckte Informationen in der Welt” sichtbar machen.

Dank neuer Partnerschaften mit Anbietern wie Photomath und Giphy kann die Snapchat-App über die Kamera beispielsweise mathematische Gleichungen berechnen oder animierte GIFs in die Umgebung einbetten. Die Funktion startet, wenn man den Daumen auf dem Kamera-Auslöser lässt und die Linse auf Objekte richtet.

Scan rollt demnächst in der Snapchat-App aus. Interessierte Entwickler sollen mit Snap Kontakt aufnehmen.

Laut Snap-CEO Evan Spiegel erreicht Snapchat in den USA 90 Prozent der 13- bis 24-Jährigen und 75 Prozent der 13- bis 34-Jährigen. Geht es nach Spiegel, dann erreicht Snapchat in den USA, UK, Frankreich, Kanada und Australien sogar mehr 13- bis 24-Jährige als Instagram und Facebook. Das ist wahrscheinlich genau die Zielgruppe, die tendenziell dazu bereit ist, mit Augmented Reality zu experimentieren.

Für Spiegel ist Augmented Reality der entscheidende Baustein für die Zukunft seines Unternehmens, das zeigen geleakte interne Memos. Demnach arbeitet Snap an fortschrittlicher Brillen-Hardware als Nachfolgegerät zur Videobrille Spectacles.

Quellen: The Verge, Techcrunch, Titelbild: Snap

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