Snap-Mitgründer Bobby Murphy ist der Technikchef hinter Snaps ambitionierten Augmented-Reality-Plänen. Er spricht über Snapchats mögliche AR-Zukunft.

Erstmals seit langer Zeit konnte Snap im Juli wieder positive Zahlen vermelden: Die Anzahl aktiver Nutzer stieg um 13 Millionen. Der Börsenkurs reagierte prompt mit einem kräftigen Ausschlag nach oben.

Laut Snap-Chef Evan Spiegel haben die neuen Augmented-Reality-Filter einen guten Anteil am Erfolg. Kopf hinter der AR-Technologie ist Technikchef und Snap-Mitgründer Bobby Murphy, der so gut wie nie in der Öffentlichkeit spricht.

Der Webseite Fast Company hat Murphy jetzt ein seltenes Interview gegeben, in dem er Einblick gibt in Snaps langfristige AR-Strategie:

“Aktuell wird die Kamera in erster Linie für Fotos benutzt und um mit Freunden zu sprechen. Wir glauben an eine Zukunft, in der die Kamera für viel mehr Sachen genutzt wird”, sagt Murphy.

Geht es nach Murphy, dann wird sie mehr und mehr zu einer Schnittstelle, um die Welt als solche digital zu erleben und mit ihr zu interagieren.

In der Zukunft könnte ein Raum sowohl analog als auch digital als Mixed-Reality-Version existieren - mit jeweils unterschiedlichen Funktionen. Bild: Snap Inc.

In der Zukunft könnte ein Raum sowohl analog als auch digital als Mixed-Reality-Version existieren – mit jeweils unterschiedlichen Funktionen. Bild: Snap Inc.

Kameraaugen für die digitale Transformation der Realität

In der fernen Zukunft von AR, so Murphy, würde die Welt, mit welchem Gerät auch immer, auf eine sinnvolle, nützliche oder wertvolle Weise digital lebendig. Allerdings benötige es dafür “eine unglaubliche Masse an Inhalten”, die von Grund auf für AR-Interaktion gebaut sind.

Derzeit sei das menschliche Gesicht die ausgereifteste AR-Schnittstelle. Eine der Missionen von Snap sei es, diese Funktion auf jeden anderen Aspekt der echten Welt zu übertragen.

Augmented Reality lässt Snapchat wieder wachsen

Snaps Gesichtsfsilter funktionieren richtig gut und in Echtzeit: Sie machen zum Beispiel aus einem männlichen Gesicht ein weibliches. Via: Ruinmyweek.com

Als Beispiel dafür nennt Murphy Snaps Augmented-Reality-Filter, die sich über bekannte Gebäude und Sehenswürdigkeiten legen wie den Eiffelturm.

Von diesen existierten zwar noch nicht viele, das Angebot an scanbaren Objekten insgesamt solle aber kontinuierlich ausgebaut werden. “Wir setzen das Stück für Stück um”, sagt Murphy.

Dem Doppelflop der Kamerabrillen Spectacles 1 und 2 weicht Murphy mit einer langfristigen Vision aus: Spectacles sei erst der Anfang und helfe Snap, Erfahrungen bei der Entwicklung und Vermarktung von Hardware zu sammeln.

Für die Zukunft verspricht Murphy neue Hardware, die “sehr interessante Erfahrungen und Interfaces” ermöglicht. “Spectacles ist für uns nur Teil einer langen Reise, und wir lernen ständig weiter.” Auf einen Zeithorizont bis zur Zukunfts-AR will sich Murphy allerdings nicht festlegen.

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