Magic Leap stellt ein Konzept für das Magicverse vor, eine digitale Spiegelwelt, die Realität und das Digitale räumlich auf zahlreichen Ebenen vermischt.

Als “System der Systeme” beschreibt Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz das Magicverse, eine digitale Spiegelwelt, die sich in mehreren Schichten auf die Realität legt.

“Spatial Computing kreiert die Kraft eines Ortes und der Körperlichkeit gemeinsam mit dem Digitalen”, schreibt Abovitz.

Durch die räumliche Zuordnung digitaler Informationen in die reale Welt entstünden neue Anwendungsszenarien für Mobilität, Energieversorgung, Gesundheit, Kommunikation und Unterhaltung, die “Reichweite, Präsenz und wirtschaftliche Stärke eines physischen Ortes weit über seine begrenzte physische Geographie hinaus verstärken kann.”

“Alltägliche Aktivitäten wie ein Arztbesuch werden nie wieder dieselben sein. Der Arztbesuch im Magicverse ist überall und jederzeit möglich mit dem weltweit führenden Experten dank Kopräsenz und integrierter Biosensordaten”, glaubt Abovitz.

Das Magicverse legt sich in mehreren digitalen Schichten auf die reale Welt und erweitert sie so digital. Jeder Ort bekommt eine zusätzliche digitale Dimension, die seine Funktion erweitern kann. Bild: Magic Leap

Das Magicverse legt sich in mehreren Schichten auf die reale Welt. Jeder Ort bekommt eine zusätzliche digitale Dimension, die seine Funktion erweitern kann. Bild: Magic Leap

Hunderte Milliarden für die Infrastruktur

Dem Magicverse zugrundeliegend ist ein originalgetreues digitales Abbild der realen Welt, die Augmented-Reality-Cloud. In ihr können digitale Objekte und Grafiken realen Orten exakt zugeordnet werden.

Magic Leap stellt ein Konzept für das Magicverse vor, eine digitale Spiegelwelt, die Realität und das Digitale räumlich auf zahlreichen Ebenen vermischt.

Die Augmented-Reality-Cloud wird ziemlich teuer. Bild: Magic Leap

Die AR-Cloud benötigt laut Abovitz eine Infrastruktur, die “hunderte Milliarden” kosten wird für schnelle 5G-Netze und Edge-Computing-Zonen in Städten überall auf der Welt. 5G sei grundlegend für das “räumliche Internet”.

Diese Infrastruktur könne kein einzelnes Unternehmen bauen, schreibt Abovitz. Daher pflege Magic Leap Partnerschaften mit Netzbetreibern und anderen Unternehmen weltweit. Entwickler lernten gerade, die ersten Bausteine des Magicverse zu erstellen.

Das Magicverse existiert in der “Xverses”-Galaxie

Vergleichbare digitale Spiegelwelten würden von anderen Unternehmen entwickelt, in ihrer Gesamtheit bezeichnet Abovitz sie als “Xverses”. Einige von ihnen würden zum Wohle der Menschheit entwickelt, andere für “Missbrauch, Schaden und Kontrolle” – von diesen will sich Magic Leap distanzieren und Wert legen auf Offenheit und Diskurs.

“Bei Magic Leap glauben wir, dass das Magicverse eine starke Kraft zum Wohle der globalen Gemeinschaft sein kann – aber nur, wenn es mit den Prinzipien der Demokratie, der Privatsphäre, der individuellen und gemeinschaftlichen Menschenrechte, der Kreativität und der dezentralen Kontrolle kombiniert wird”, schreibt Abovitz. “Die ausgewogene Verteilung von Macht und Kontrolle, die für demokratische Prinzipien von zentraler Bedeutung ist, wird der Schlüssel zur Nachhaltigkeit des Magicverse sein.”

Teil der Magicverse-Idee ist es, dass AR-Apps für Leap One auf anderen Geräten wie dem Smartphone oder mit VR-Brillen laufen. Derzeit sucht Magic Leap Verstärkung für die Smartphone-AR-Entwicklung.

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