Plant Google eine neue AR-Brille?

Plant Google eine neue AR-Brille?

Bei AR-Software gehört Google zu den Vorturnern, doch zu Hardware hielt sich der Konzern zuletzt bedeckt. Googles neue Stellenanzeigen sind ein Hinweis, dass sich das bald ändern könnte.

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Mit ARCore für Android-Smartphones hat Google die am weitesten verbreitete Augmented-Reality-Schnittstelle am Markt. Der Konzern investiert auch in eigene Anwendungen: Beispielsweise baut Google seit Jahren kontinuierlich die 3D-Suche aus, integriert AR-Navigation in Google Maps und streckte bei einer gemeinsam mit Disney produzierten AR-App für „The Mandalorian“ die Fühler Richtung Unterhaltung aus.

Nicht so gut lief es für Google bislang bei XR-Hardware: Die Konsumenten-Version der Kamerabrille Google Glass ging in Protesten bezüglich Privatsphäre unter, die Daydream-VR-Brillen wurden vom Markt ignoriert. Traut sich Google zurück?

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Google sucht Hardware-Profis für AR

Im eigenen Stellenportal hat Google jetzt einen Schwung neuer Gesuche veröffentlicht, die zur Entwicklung einer AR-Brille passen: Der Konzern sucht insbesondere Optik-Profis für die Konstruktion von Linsen und Bildschirm.

Die in den Stellenanzeigen angesprochene Waveguide-Technologie kommt auch bei Hololens und Magic Leap zum Einsatz. Das neue Google-Personal soll diese und weitere optische Komponenten für die Massenproduktion entwickeln, heißt es in den Stellenanzeigen.

Circa 14 Stellen rund um AR-Hardware hat Google derzeit im Stellenportal. Auch bei Facebook und Apple arbeiten große Teams an Tech-Brillen als Interface für eine vermutete Computerzukunft. | Bild: Screenshot Google Webseite

Circa 14 Stellen rund um AR-Hardware hat Google derzeit im Stellenportal. Auch bei Facebook und Apple arbeiten große Teams an Tech-Brillen als Interface für eine vermutete Computerzukunft. | Bild: Screenshot Google Webseite

Zu Googles möglichen AR-Hardware-Plänen passt auch die jüngste Übernahme des 3D-Audio-Unternehmens Dysonics. Google übernahm einige der Angestellten, die nun an neuer Audio-Hardware arbeiten, sowie Technologie für das Tracking von binauralem Audio. Natürlich könnte Google die Audiotechnik auch in den Pixel Buds Kopfhörern oder in Google Nest (Tipps) verwenden statt in einer Brille.

AR-Brille: Google war nie richtig weg

Im letzten Sommer kaufte Google das Tech-Brillen-Unternehmen North, übernahm das Team, stellte allerdings den Verkauf der, durchaus positiv bewerteten, Datenbrille Focals direkt ein. Bislang äußerte sich Google nicht zur konkreten Strategie hinter der Übernahme. Google ist außerdem seit Jahren mit hunderten Millionen US-Dollar bei Magic Leap investiert.

Dass Google prinzipiell an einer AR-Brille interessiert ist, ließ Googles Hardware-Chef Rick Osterloh zuletzt Anfang 2018 durchschimmern. Damals sagte er, Google versuche, herauszufinden, wie man AR besser erleben könne als „nur mit dem Smartphone“.

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Es dauere allerdings noch einige Jahre, bis die Technologien dafür reif seien und „mit den Vorstellungen der Menschen aufholen“. Google investiere langfristig.

Video: Mit Focals 2 hat Google eine gute Tech-Brille produktionsfertig in der Schublade …

Über die gescheiterten Daydream-VR-Brillen sagte Osterloh, es bleibe abzuwarten, was aus Daydream werde. Google würde weiterhin „auf verschiedenen Wegen“ in VR investieren.

Motivation könnte Google durch die Konkurrenz enthalten: Apple soll in den nächsten Monaten die erste Tech-Brille vorstellen, Apple-Chef Tim Cook hypt speziell AR-Technologie, sie habe riesiges Zukunftspotenzial.

Facebook ist bei VR mit Oculus Quest 2 erfolgreich und will in diesem Jahr eine erste alltagstaugliche Datenbrille auf den Markt bringen – allerdings ohne Display.

Quelle: Google Jobportal; Via: Twitter | Titelbild: North Focals, Google

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