Oculus Quest 2 verkauft sich besser als alle Oculus-Brillen zusammen

Oculus Quest 2 verkauft sich besser als alle Oculus-Brillen zusammen

Oculus Quest 2 ist die erfolgreichste Facebook-Brille. So erfolgreich, dass sie sämtliche Vorgänger im Staub zurücklässt.

In einem Interview mit Bloomberg gibt Facebooks XR-Chef Andrew Bosworth ein neues Detail in Sachen Verkäufe bekannt. Auf die Frage, wann Virtual Reality endlich den Mainstream erreichen wird, antwortet Bosworth:

„Ich denke, dass es gerade anfängt, zu passieren. Die Tatsache, dass sich Oculus Quest 2 in wenigen Monaten besser verkauft hat als alle Vorgänger zusammengenommen, ist ein starker Indikator dafür, dass wir die Frühaneignerphase hinter uns gelassen haben und uns immer stärker dem Mainstream nähern.“

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Mit den Vorgängerbrillen dürfte Bosworth Oculus Rift (2016), Oculus Go (2018), Oculus Rift S (2019) und Oculus Quest (2019) meinen. Konkrete Verkaufszahlen nennt der Leiter der 10.000 Angestellte starken Facebook Reality Labs nicht. Dass Oculus Quest 2 in so kurzer Zeit so viel erreicht hat, wie vier andere Produkte in fünf Jahren, ist dennoch bemerkenswert.

Oculus Quest muss unter die Leute

Ein wichtiger Grund für den Verkaufserfolg dürfte der niedrige Preis der autarken VR-Brille sein. Oculus Quest 2 (alle Infos) kam im Oktober 2020 für 299 US-Dollar auf den Markt. Das sind hundert US-Dollar weniger als der Vorgänger.

Gegenüber Bloomberg sagt Bosworth, dass es essenziell für Facebook ist, die Einstiegskosten zu senken. Die erste VR-Brille des Unternehmens, die Oculus Rift, kostete samt Zuspieler an die 2.000 US-Dollar. Facebooks Ziel sei es, die Technologie unters Volk zu bringen und dadurch Herstellungskosten und Preise zu senken. Dadurch könne Virtual Reality am Ende mehr Menschen erreichen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg verriet kürzlich in einem Podcast, dass Gewinne aus dem Quest Store in die Senkung des Gerätepreises reinvestiert werden.

Ein kleines, aber gesundes Ökosystem

Ob Kunden Spiele kaufen und Entwickler auf der Plattform Gewinne einfahren können, ist zunächst wichtiger als reine Verkaufszahlen. Ohne Entwickler gibt es keine Software und ohne Software keinen Grund, sich eine Oculus Quest zu kaufen.

In diesem Bereich vermeldet Facebook ebenfalls Positives: Demnach haben im Quest-Ökosystem knapp 70 Titel mehr als eine Million US-Dollar umgesetzt, was einem Drittel aller im Quest Store verfügbaren Apps entspricht (Stand: Februar 2021). Sechs Titel haben mehr als zehn Millionen US-Dollar eingebracht.

Die Signale, die Facebook damit an Entwickler sendet, sind eindeutig: Für kleine und mittlere Studios kann es sich durchaus lohnen, Software für Oculus Quest zu entwickeln.

Kurz vor dem Durchbruch?

Die Frage ist, ob Oculus Quest 2 das Momentum der letzten Monate behalten und seine Nutzerschaft mit einer weiteren Iteration erneut signifikant erweitern kann. Die VR-Brille ist auf dem Weg in den Mainstream, aber längst nicht dort angekommen.

„Wir nähern uns einem selbsttragenden Ökosystem“, sagte VR-Spielechef Mike Verdu kürzlich und gestand damit ein, dass die Plattform noch nicht ganz an dem Punkt angekommen ist, an dem sie ohne Facebooks Subventionen überleben kann.

Laut Mark Zuckerberg wird dieser Punkt ab einem Ökosystem erreicht, das zehn Millionen Nutzer hat. Davon dürfte Oculus Quest trotz jüngster Erfolgsmeldungen noch ein gutes Stück entfernt sein.

Quelle: Bloomberg, Titelbild: Facebook

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Oculus Quest 2 aus Deutschland bestellen

Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

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Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv – Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.