Resident Evil 7 Haus mit Mädchen
Update: 26.10.2020

Nirgends gruselt es sich so schön wie unter der VR-Brille. Wir stellen euch zehn Spiele mit unterschiedlichem Schreck- und Gruselfaktor vor. Von mysteriös bis haarsträubend: In unserer Liste ist für jeden die passende VR-Erfahrung dabei.

Halloween-Update 2020:

  • Komplette Überarbeitung samt neuer Reihenfolge
  • Hinzugefügt wurden: Five Nights at Freddy’s: Help Wanted, Phasmophobia, Lies Beneath, Alien: Isolation

Platz 10: Five Nights at Freddy’s: Help Wanted

Wer sich auch nur im Vorbeigehen mit Horrorspielen beschäftigt, dürfte Five Nights at Freddy’s mit Sicherheit kennen. Der erste Serienteil erschien 2014 für den PC und erreichte dank seiner fiesen Jumpscares rasch Kultstatus auf Youtube. In den nächsten Jahren folgten mehrere Fortsetzungen und Ableger.

Help Wanted ist der erste Teil der Spielereihe, der von Grund auf für Virtual Reality entwickelt wurde. Er hält sich eng an die PC-Originale und überträgt die Spielmechanik mit großem Erfolg in die VR-Brille: Dank optischer Immersion und Handinteraktionen ist Help Wanted das bislang beste, weil furchterregendste Five Nights at Freddy’s.

Doch worum geht es? Man schlüpft in die Rolle eines Nachtwächters, der auf die Hauptattraktion eines Pizzarestaurants aufpassen muss, nämlich überlebensgroße Plüsch-Animatronics. Das Problem: Die Roboter entwickeln in der Nacht ein Eigenleben, wandern ruhelos durch das Restaurant und greifen Menschen an.

Man selbst sitzt in einem Überwachungsraum und verfolgt die Bewegungen der Animatronics mit Überwachungskameras. Ziel ist es, die Nacht unbeschadet zu überstehen.

Five Nights at Freddy’s: Help Wanted ist für all jene geeignet, die einen Schocker für zwischendurch suchen und ihre Freunde auf VR-Partys leiden sehen wollen. Mehr über das VR-Spiel erfahrt ihr in meinem FNAF-Test.

Gruselfaktor: 2 / 5
Schockeffekte: 5 / 5
Fortbewegung: keine Fortbewegung
Spieldauer: 2 – 3 Stunden
Synchronisation: Englische Menüs und Sprachausgabe

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Quest, Oculus Rift (S)Quest Store / Rift Store (Crossbuy: Ja)29,99 Euro
PC-VR-BrillenSteam24,99 Euro
PC-VR-BrillenViveport (Viveport Infinity: Ja)24,99 Euro
Playstation VRPlaystation Store29,99 Euro

Platz 9: Phasmophobia

Wem der Mumm fehlt, sich ganz allein dem Übernatürlichen zu stellen, kann sich in Phasmophobia in Gruppen gruseln. Ob das gegen die Angst hilft, wissen wir allerdings nicht. Denn Phasmophobia ist eine der furchteinflößendsten Erfahrungen, die Virtual Reality bietet.

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Ein Team von bis zu vier Spielern schlüpfen am PC oder in Virtual Reality in die Rolle von Geisterjägern. In einem Spukhaus angekommen, müssen sie mittels spezieller Ausrüstung wie EMF-Messgeräten und Nachtsichtkameras paranormale Phänomene aufzeichnen. Dank wechselnder Schauplätze und Aufgaben sowie verschiedenartiger Geister ist jeder Spieldurchlauf einzigartig.

Cool: Dank Spracherkennung kann man die Geister zu sich rufen, indem man ihre Namen sagt.

Da Phasmophobia auch ohne VR-Brille gespielt werden kann und ein großer Steam-Hit ist, solltet ihr stets genug Mitspieler für virtuelle Geisterjagden finden. Für maximale Immersion und Furcht braucht man allerdings die VR-Brille: Das Spiel sei gerade in Virtual Reality “wahnsinnig atmosphärisch”, resümierte Max in seinem Phasmophobia-Test.

Gruselfaktor: 4 / 5
Schockeffekte: 3 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung oder Teleportation
Spieldauer: Unbegrenzt
Synchronisation: Deutsche Menüs mit englischer Sprachausgabe

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Valve Index, HTC Vive (Pro, Cosmos), Oculus Rift (S), Windows MRSteam11,59 Euro

Platz 8: A Chair in a Room: Greenwater

Man findet sich mit einer Amnesie in einer geschlossenen Nervenheilanstalt wieder und muss schrittweise sein Gedächtnis zurückholen. In Rückblenden erlebt man seine verstörende Vorgeschichte und deckt eine unheimliche Verschwörung auf.

In A Chair in a Room vermischt Entwickler Ryan Bousfield verschiedenste Themen und Einflüsse zu einem einzigartigen Horror-Cocktail: das US-Trauma des Hurrikans Katrina, religiöser Wahn, Drogenmissbrauch und menschliche Tragödien.

Das Spiel ist besonders interessant für all jene PC-VR-Nutzer, die einen Spielbereich von mindestens 2,5 auf 2,5 Meter besitzen: In diesem Fall passen sich die zu erforschenden Räume an die Gegebenheiten des eigenen Spielbereichs an. Dank der Übereinstimmung von physischem und virtuellem Raum kann man die Räume ohne virtuelle Fortbewegung erkunden. Das wiederum wirkt sehr immersiv.

In A Chair in a Room ist eine der ersten Horrorerfahrungen, die für Virtual Reality erschien und in Sachen Interaktions- und Rätseldesign nicht mehr zeitgemäß. Wer über die Ecken und Kanten des VR-Spiels hinwegsehen kann, erlebt einen haarsträubenden Arthouse-Horror mit Bildern und Szenen, die unter die Haut gehen und die man so schnell nicht mehr vergisst.

Ich rate zur Remastered-Version der Steam-Plattform. Sie glänzt durch bessere Grafik und neue Spielfunktionen. Die Oculus-Version erwies sich bei meinem Test als problembehaftet.

Gruselfaktor: 5 / 5
Schockeffekte: 3 / 5
Fortbewegung: Natürliche und künstliche Fortbewegung, Teleportation
Spieldauer: 3 – 4 Stunden
Synchronisation: Englische Menüs und Sprachausgabe

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Rift (S)Rift Store24,99 Euro
PC-VR-BrillenSteam22,99 Euro
PC-VR-BrillenViveport (Viveport Infinity: Ja)22,99 Euro
Playstation VRPlaystation Store21,99 Euro

 

Platz 7: Lies Beneath

Die Studentin Mae kehrt zurück in die verschneite Heimatstadt Slumber in Alaska, um ihren Vater zu besuchen. Auf dem Weg dorthin ereignet sich ein Autounfall. Mae überlebt, aber ihr Vater ist spurlos verschwunden.

Schon bald stellt sich heraus, dass mit dem verschlafenen Nest am Rande der Zivilisation so gar nichts stimmt und lauter Monster ihr Unwesen treiben. In der Rolle Maes schießt, prügelt und rätselt man sich durch die unheimliche Bedrohung.

Was Lies Beneath von der Konkurrenz absetzt, ist seine coole Comic-Ästhetik. Zwischen größeren Abschnitten blättert ihr durch ein Comicheft, das die Geschichte illustriert, erzählerische Elemente schweben als Textkästen in der Umgebung und die Welt und Gegner selbst sehen stark stilisiert aus. So habt ihr das Gefühl, Teil eines Retro-Horrorcomics zu sein.

Gruselfaktor: 2 / 5
Schockeffekte: 4 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung oder Teleportation
Spieldauer: 6-8 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Quest, Oculus Rift (S)Quest Store / Rift Store29,99 Euro

Platz 6: Alien: Isolation

In der bislang besten Videospieladaption der Alien-Marke schlüpft man in die Rolle von Lieutenant Ripleys Tochter Amanda und begibt sich auf die Raumstation Sevastopol, die den Flugschreiber der Nostromo beherbergt, dem zerstörten Raumschiff ihrer Mutter.

Als die junge Frau bei der Sevastopol ankommt, findet sie die Station in einem katastrophalen Zustand wieder: Ein Alien treibt sein Unwesen in dem Komplex und töten dessen Bewohner. Im Verlauf der Handlung muss der Spieler Mittel und Wege finden, das intelligente außerirdische Wesen zu überlisten. Denn töten kann man es nicht.

Alien: Isolation ist 2014 für 2D-Plattformen erschienen. Dank eines Mods kann man es vollständig in Virtual Reality durchspielen. Die Installation ist simpel: Man muss lediglich eine Datei in den Installationsordner schieben.

Mit der VR-Mod wird Alien: Isolation zu einem der atmosphärischsten, längsten und schönsten VR-Spiele, das euch unter der VR-Brille zittern lassen wird. Die VR-Portierung ist nahezu perfekt, auch wenn sie keine volle Unterstützung für VR-Controller und Handinteraktionen zulässt.

Gruselfaktor: 3 / 5
Schockeffekte: 3 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung oder Teleportation
Spieldauer: 18 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
PC-VR-BrillenSteam36,99 Euro

 

 

Platz 5: Wilson’s Heart

Wilson’s Heart ist eine ungewöhnliche Mischung aus VR-Spiel und Schwarzweiß-Horrorfilm der 40er-Jahre.

In der Rolle des titelgebenden Figur erwacht der Spieler, in Ketten gelegt, in einem alten, scheinbar menschenleeren Krankenhaus. Von den Fesseln und Elektroden befreit, beginnt man, das alte, unheimliche Gemäuer zu erforschen.

Dabei macht man schon bald eine böse Entdeckung: Das eigene Herz wurde bei einer Operation entfernt und durch einen seltsamen Apparat ersetzt, der für die unheimlichen Vorgänge im Krankenhaus verantwortlich zu sein scheint.

VR-Spieler, die sich viel Bewegungsfreiheit wünschen, werden sich an der Teleportmechanik stören, die einen zwingt, zwischen vordefinierten Punkten zu springen. Die eingeschränkte Fortbewegung hat aber auch Vorteile: Wie bei einem guten Film wird das Erlebnis auf das Wesentliche reduziert, in jeder einzelnen Einstellung geht es um den Kern der Sache. Füllmaterial sucht man in Wilson’s Heart vergeblich.

Gruselfaktor: 2 / 5
Schockeffekte: 3 / 5
Fortbewegung: Teleportation
Spieldauer: 4 – 5 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Rift (S)Rift Store29,99 Euro

Platz 4: Transference

Der Neurowissenschaftler Raymond Hayes hat eine geniale Erfindung gemacht: Ihm ist es gelungen, das menschliche Bewusstsein in einer Computersimulation zu speichern. Davon verspricht er sich ein ewiges Leben für sich, seine Frau Katherine und seinen Sohn Ben.

In Transference steigt man in das fragmentierte Bewusstsein der Familie, sieht die Welt durch ihre Augen und rekonstruiert Stück für Stück ihre dunkle Geschichte. Das ist ein Höllentrip, der in Virtual Reality großartig funktioniert.

In der Bewusstseinssimulation verschmelzen analoge und digitale Realität: Die im Hirn gespeicherten Sinneswahrnehmungen wurden nicht fehlerfrei digitalisiert, wodurch die simulierte Wirklichkeit an vielen Stellen instabil ist, in Pixel zerfasert oder klaffende Löcher aufweist, die man auffüllen muss, um voranzukommen.

Transference ist kein herkömmliches VR-Spiel. Es ist ein narratives Experiment, das Erleben großschreibt und auf typische Spielmechaniken fast ganz verzichtet. Ihr wollt mehr über diesen ungewöhnlichen Ubisoft-Titel erfahren? Dann lest meinen Transference-Test.

Gruselfaktor: 3 / 5
Schockeffekte: 3 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung
Spieldauer: 2 – 3 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Rift (S)Rift Store24,99 Euro
PC-VR-BrillenSteam24,99 Euro
Playstation VRPlaystation Store24,99 Euro

Platz 3: Here They Lie

Here They Lie ist weitaus mehr als Unterhaltung. Es ist eine kompromisslose Arthouse-Erfahrung, die von Filmen wie Erasherhead, Antichrist und Shining inspiriert ist und in VR ihresgleichen sucht.

Man schlüpft in die Rolle eines Mannes, der in einer bizarren Traumwelt gefangen ist und einer mysteriösen jungen Frau in eine dunkle Stadt folgt, die von bizarren und teils gefährlichen Gestalten heimgesucht wird.

Vereinzelt gibt es Schleichpassagen, im Großen und Ganzen verzichtet der Titel aber auf klassische Spielmechaniken. Von Zeit zu Zeit ruft ein Freund an und man kann Notizzettel und Bilder finden, die Hinweise auf die Geschichte geben. Vieles bleibt jedoch im Dunkeln, so wie der unheimliche Ort selbst.

Here They Lie setzt auf surreale Bilder und psychologischen Horror statt Schockmomente und Blutorgien. Die visuelle Ästhetik des Spiels untermauert dabei das Unwirkliche und Albtraumhafte: Das Bild ist grobkörnig und unscharf, die Farben verblasst. Spielt man es, hat man das Gefühl, als wäre man in einen alten Schwarzweißfilm versetzt.

Gruselfaktor: 3 / 5
Schockeffekte: 2 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung
Spieldauer: 8 – 10 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Playstation VRPlaystation Store19,99 Euro

Platz 2: The Exorcist: Legion VR

The Exorcist: Legion VR basiert auf dem weltberühmten Roman von William Peter Blatty, der auch das Drehbuch zum Kinoklassiker schrieb.

Man schlüpft in die Rolle eines Bostoner Polizisten, der einer Reihe übernatürlicher Fälle auf den Grund geht, dabei mit uralten Dämonen konfrontiert wird und wider Willen in die Fußstapfen eines Exorzisten tritt.

Das Spiel besteht aus fünf recht unterschiedlichen Episoden, die zwar für sich stehen, aber eine übergreifende Geschichte erzählen. Sie führen den Spieler in eine blutbesudelte Kirche, eine Nervenheilanstalt, einen schaurigen Dachstock, ein verseuchtes Quarantäne-Gebiet und einen Ausgrabungsort. Dort muss man Dämonen und Halluzinationen mit typischem Exorzisten-Werkzeug wie Kruzifix und geheiligtem Wasser vertreiben.

Die Episoden dauern jeweils nur eine halbe Stunde, bieten jedoch eine äußerst dichte Grusel-Atmosphäre. In meinem Test nannte ich The Exorcist VR eine “Grenzerfahrung“, die zeigt, wie mächtig Virtual Reality sein kann.

Wer das Spiel ohne Herzinfarkt übersteht und noch nicht genug hat, sollte sich A Chair in a Room: Greenwater genauer ansehen. Stil und Angstfaktor sind nicht von ungefähr ähnlich: Beide VR-Spiele wurden von Ryan Bousfield entwickelt.

Gruselfaktor: 5 / 5
Schockeffekte: 4 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung oder Teleportation
Spieldauer: 2 – 3 Stunden
Synchronisation: Englische Menüs und Sprachausgabe

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Oculus Quest, Oculus Rift (S)Quest Store / Rift Store (Crossbuy: Ja)24,99 Euro
PC-VR-BrillenSteam24,99 Euro
Playstation VRPlaystation Store26,99 Euro

 

Platz 1: Resident Evil 7

Resident Evil 7 ist fast vier Jahre nach Erscheinen noch immer das beste VR-Horrorspiel.

Capcoms Meisterwerk ist nicht nur die furchteinflößendste Horrorerfahrung, die Virtual Reality zu bieten hat. Es ist auch eines der längsten, besten und ausgereiftesten VR-Spiele überhaupt. Eine Million PSVR-Spieler können nicht irren.

Mit dem siebten Teil entfernt sich die Spielereihe von der Actionlastigkeit vergangener Titel und besinnt sich auf die Tugenden, die die Marke groß gemacht haben: Die Handlung konzentriert sich auf einen einzigen Schauplatz, der dem Spieler wieder gekonnt das Fürchten lehrt. Dass man Resident Evil zum ersten Mal durch die Augen seines Protagonisten sieht, macht die Erfahrung noch intensiver.

Im Spiel verkörpert man Ethan Winters, der auf einer verfallenen Farm im südlichen Bundesstaat Louisana verzweifelt nach seiner verschollenen Frau sucht. Die Farm und die umliegende Plantage sind im Besitz der Familie Baker, die vor Jahren unter ungeklärten Umständen verschwunden ist. Jedenfalls dem Anschein nach.

Gruselfaktor: 5 / 5
Schockeffekte: 5 / 5
Fortbewegung: Fließende Fortbewegung
Spieldauer: 10 – 12 Stunden
Synchronisation: Vollständige deutsche Synchronisierung

Unterstützte VR-BrillenPlattformPreis
Playstation VRPlaystation Store19,99 Euro

Titelbild: Capcom

Weiterlesen über VR-Spiele:

steady2

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.