Transference erzählt von einem Vater, der vom eigenen Genie geblendet, seine Familie zerstört. Die Geschichte ist nicht neu, die Erzählweise hingegen schon: Man setzt die Handlung stückweise zusammen, indem man in das fragmentierte Bewusstsein der Familienmitglieder taucht und die Welt durch ihre Augen sieht. Ein Höllentrip, der in der Virtual Reality großartig funktioniert.

Es ist Nacht. Ich stehe an einer Straßenecke, die von rosa Neonlicht erhellt wird. Die Straße franst in undurchdringliches Dunkel aus und ich bemerke, dass das Gebäude vor mir einer Insel gleich in einem schwarzen Nichts schwebt.

Was ich sehe, ist kein echtes Haus. Es ist eine unvollständige, digitale Rekonstruktion desselben: aus dem Bewusstsein eines Menschen extrahiert und mittels modernster Technik in einem Computerprogramm abgespeichert. Mit anderen Worten: Ich befinde mich in der Simulation eines anderen Geistes.

“Bewusstseinsreplikation” nennt das der geniale Erfinder Raymond Hayes, der in den ersten Spielminuten in einem Video zu mir spricht. Ihm sei es gelungen, das menschliche Bewusstsein digital zu konservieren. Davon verspricht er sich ein ewiges Leben für sich, seine Frau Katherine und seinen Sohn Ben.

Mittels einer technischen Vorrichtung können Außenstehende das digitalisierte Bewusstsein betreten und dieses frei begehen. Und genau das tun wir jetzt.

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