Vor einem Jahr kündigte Intel ein Aufnahmestudio eigens für volumetrische Filme an. Der fertige Bau beeindruckt durch seine Größe und Technik – und wird bereits für Aufnahmen genutzt.

Zum Anlass des 40-jährigen Jubiläums wurde im vergangenen Dezember eine legendäre Tanzszene aus der Musical-Verfilmung Grease mit rund zwanzig Tänzern nachgestellt. Selbst der Regisseur des Originalstreifens Randal Kleiser war anwesend und betreute den Dreh.

Die Tänzer wurde unter der Kuppel von 96 gleichmäßig verteilten 5K-Kameras gefilmt, während sie zum Klassiker “You’re the One That I Want” tanzten. Mit knapp 1.000 Quadratmeter Fläche bietet das Studio genug Raum.

Bei so vielen gleichzeitig filmenden Kameras fallen gewaltige Datenmengen an, weshalb das Studio mit einem Datenspeicher von 10.000 Terabyte ausgestattet ist.

Algorithmen setzen die Aufnahmen später zu einem begehbaren Film zusammen. Der Zuschauer kann die Szene im Nachhinein noch einmal aus jeder gewünschten Perspektive anschauen: von oben, von der Seite oder inmitten der Tänzer. Die erscheinen in 3D wie echte Menschen.

Die nächste Kino-Revolution?

Da die Szene digital eingefangen wurde, kann der Hintergrund am Computer entfernt und um eine digitale Kulisse und 3D-Modelle erweitert werden, sodass der Zuschauer in das Kalifornien der späten 70er hineinversetzt wird.

Zum Nacherleben bieten sich VR-Brillen an, denn sie vermitteln das Gefühl, tatsächlich vor Ort zu sein. Die Szene kann theoretisch aber auch per Augmented Reality in den realen Raum projiziert werden – mit einem AR-tauglichen Smartphone oder einer AR-Brille.

Intel sieht in dem volumetrischen Studio “eine der wenigen transformativen Innovationen der Filmgeschichte” und wird unter anderem vom Paramount Pictures unterstützt. In dem Studio sollen Regisseure wie J.J. Abrams und Steven Spielberg mit dem Filmformat der Zukunft experimentieren. Deshalb wurde das Studio auch in Los Angeles nahe Hollywood gebaut.

Die volumetrisch eingefangene Tanzszene soll dieses Jahr für PCs und VR-Brillen erscheinen. Wann und für welche Geräte, ist nicht bekannt. Neben Intel betreibt auch Microsoft mehrere 3D-Studios, die jedoch wesentlich kleiner sind.

Titelbild: Intel

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