Update vom 9. März 2021

HTC lässt bei Twitter die nächsten Teaser folgen: Zum einen fragt das Unternehmen nach dem Wunsch-Avatar mit einer Animation aus dem Film Avatar, die auf Handtracking hindeutet, um dann anschließend einen Bildausschnitt des eigenen Lippen-Tracker-Moduls zu posten. HTC stellte das Modul erstmals im Frühjahr 2019 vor.

Das Modul wird an der Unterseite der VR-Brille angebracht mit einer auf den Mund gerichteten Kamera, die Lippenbewegungen einfängt und in Echtzeit auf die Lippen eines virtuellen Avatars überträgt.

So sollen reale und virtuelle Mundbewegungen synchronisiert werden, was zu einem insgesamt realistischeren Avatar-Erlebnis führen soll, beispielsweise bei einer Konversation in Social VR. Das folgende Video zeigt den Tracker im Einsatz.

Update vom 7. März 2021

HTC Vive veröffentlicht einen weiteren Teaser bei Twitter und fragt: Was würdet ihr mit 70 Prozent mehr Energie anstellen?

Gut möglich, dass sich das Unternehmen auf Rechen- oder Batterieleistung einer autarken VR-Brille bezieht.

Ursprünglicher Artikel vom 04. März 2021:

HTC veröffentlicht einen ersten Teaser für eine neue Vive-Hardware. Bringt das Unternehmen eine Konkurrenzbrille zu Oculus Quest 2?

Seit der wenig erfolgreichen Vive Cosmos-Serie halten sich die Gerüchte, dass HTC zeitnah mit einer neuen VR-Brille auf den Markt kommen könnte – und zwar als Standalone-Gerät, dem erfolgreichen Vorbild Oculus Quest 2 (Test) folgend.

Den bislang eindeutigsten Hinweis auf HTCs neue VR-Brille gab es Ende 2020 in einem FCC-Antrag, der US-Behörde, die die Drahtlosverbindungen neuer elektronischer Geräte auf ihre Tauglichkeit für den Massenmarkt prüft.

Der genaue Inhalt des Antrags ist nicht bekannt, aber er verriet zumindest, dass HTC an einer noch unbekannten Tech-Brille mit Vive-Namen bastelt.

HTC teasert neue VR-Brille an

Bei Twitter zeigt HTC jetzt ein erstes Bild einer neuen Vive-Hardware zusammen mit dem Teaser “It’s your move”. Move (Bewegung) könnte ein Hinweis sein auf die kabellose Bewegungsfreiheit einer autarken VR-Brille und wäre wohl auch ein passender Name für das Gerät.

Schon Anfang 2020 zeigte HTC eine Konzeptstudie für die schlanke Mixed-Reality-Brille Proton (siehe Titelbild), die autark oder am Rechner laufen soll. Im September 2020 tauchten dann Benchmarks einer autarken Vive Focus-Brille mit XR-2-Chip auf, dem gleichen Chip, der auch in Oculus Quest 2 arbeitet. Bislang kündigte HTC aber keine Vive Focus mit XR2-Chip an – möglich also, dass ein Prototyp einer kommenden VR-Brille einem Benchmark-Test unterzogen wurde.

Außerdem bestätigte Chinas Vive-Präsident Alvin Wang Graylin im November 2020, dass HTC in diesem Jahr neue VR-Hardware auf den Markt bringen will. Er ließ allerdings Zielgruppe und Bauart offen. Im Dezember legte Graylin dann nach und versprach “bahnbrechende VR-Brillen” für 2021 vergleichbar mit dem Innovationsgrad der ersten HTC Vive – einer VR-Brille für Verbraucher und die Industrie.

Traut sich HTC wieder stärker in den Verbrauchermarkt?

Im Endverbrauchermarkt dürfte es HTC gegen Facebooks übermächtige Oculus-Marke schwer haben, auch wenn es sicher Abnehmer gäbe für eine gute autarke VR-Brille, die ohne Facebook-Account funktioniert.

Besser stünden HTCs Chancen im B2B-Umfeld, wo die Datenabgaben an Facebook häufig ebenfalls kritisch bewertet werden. HTC könnte versuchen, die eigene Hardware als datenschutzfreundliche Alternative zu positionieren. Die aktuelle Vive Focus richtet sich ebenfalls primär an Unternehmen.

HTC beteiligt sich außerdem an Qualcomms XR-Initiative, die neue XR-Brillen für Standalone und den PC hervorbringen soll. Unter anderem läuft HTCs Programmierschnittstelle Vive Wave standardmäßig auf Qualcomms Referenzdesigns. Qualcomm stellte erst kürzlich eine neue AR-Referenzbrille für PC und Smartphone vor, die allerdings auf dem langsameren XR1-Chip basiert.

Weiterlesen über HTC:

steady2

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.