Kann es Snap mit Apple, Facebook und Co. aufnehmen?

Eitan Pilipski ist ein Mixed-Reality-Veteran: Mehr als 16 Jahre arbeitete er für Qualcomm und die AR-Tochter Vuforia. Seit dreieinhalb Jahren soll er jetzt in einer Führungsposition Snaps AR-Bestrebungen in die Zukunft führen.

Auf der Techkonferenz Collision in Toronto lässt Pilipski keinen Zweifel daran, dass Hardware für Snap ein entscheidender Baustein für die eigene Zukunft ist.

“Ja, wir glauben, dass wir ins Hardwaregeschäft einsteigen müssen”, sagt Pilipski. “Wir müssen Zugriff auf die Hardware haben, wenn wir die Nutzererfahrung steuern wollen.”

Snap hat einen Content-Vorsprung

Konzerne wie Apple und Facebook investieren massiv in Augmented Reality, doch Pilipski sieht Snap dennoch in einer guten Ausgangsposition:

Die Snapchat-Community nutze AR intensiv, zahlreiche Kreative und Unternehmen würden über die Plattform ihre AR-Effekte publizieren und Snap habe eine eigene Hardware-Abteilung aufgebaut. Die AR-Effekte sind außerdem auch für Windows-PCs und Macs verfügbar.

“Es ist eine riskante Strategie, aber wenn wir erfolgreich sind, verändert das die Zukunftsaussichten unseres Unternehmens”, sagt Pilipski. “Bei uns dreht sich alles um visuelle Kommunikation.”

Freilich wird Snap nicht mehr anfangen, Smartphones zu bauen: Das Unternehmen stellte bisher in eher geringen Stückmengen die Videokamerabrille Spectacles her, die nach zunächst großem Hype dann doch floppte. Weitere Versionen der Brille sollen folgen, dann womöglich mit mehr AR-Funktionen ähnlich Hololens oder Magic Leap.

Zuletzt landete Snap mit erstaunlich realistischen AR-Baby- und -Genderswap-Filtern zwei virale Internet-Hits. Außerdem stellte das Unternehmen einen AR-Effekt vor, der bekannte Gebäude in animierte Charaktere verwandelt.

Quelle: Collision Conference; Titelbild: Snap

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