Ein neues AR-Spezialteam mit Produktfokus soll eine Augmented-Reality-Brille schneller zur Marktreife führen.

Die Webseite Business Insider berichtet unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Facebook Gas gibt bei der Entwicklung einer Augmented-Reality-Brille: Hunderte Angestellte sollen aus dem forschungsorientierten Facebook Reality Labs in ein neues Team mit Produktfokus verschoben worden sein. Das Ziel: eine AR-Brille zur Marktreife führen.

Die genaue Größe des Teams ist nicht bekannt. Eine Quelle schätzt, dass rund 60 Prozent der circa 650 Angestellten des Reality Labs jetzt im neuen Team an der AR-Brille arbeiten – das sind knapp 400 Fachkräfte.

Facebook-Sprecherin Tera Randall widerspricht dieser Angabe, nennt als Größennummer aber dennoch “einige hundert Angestellte”, die die Seiten wechselten. Beide Teams sollen wachsen, Facebook Reality Labs um rund 20 Prozent in diesem Jahr.

Das neue Team wird vom Reality-Labs-Forschungschef Michael Abrash gemeinsam mit dem Zuckerberg-Vertrauten sowie VR- und AR-Chef Andrew Bosworth geleitet. Die Restrukturierung soll im November 2018 stattgefunden haben.

Mehrere AR-Projekte in der Mache

Facebook soll an unterschiedlichen AR-Produkten arbeiten, welches davon ausentwickelt wird, sei noch unklar, heißt es im Bericht. Dass Facebook an einer AR-Brille arbeitet, ist kein Geheimnis und wurde in der Vergangenheit mehrfach bestätigt.

Laut der Business-Insider-Quelle hat Facebook eine prototypische AR-Brille entwickelt, die optisch deutlich näher an einer herkömmlichen Brille ist als Microsofts Hololens oder Magic Leap One. Die Brille soll “High End” aussehen und ein geringes Gewicht haben.

Ursprünglich habe Facebook einen Marktstart für 2020 vorgesehen, der zwischenzeitlich auf 2022 verschoben wurde. Dieser Aussage widerspricht die Facebook-Sprecherin: Es existiere ein Fahrplan für mehrere AR-Produkte, das von der Quelle genannte Veröffentlichungsdatum sei falsch.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte im Sommer 2017, dass eine futuristische AR-Brille, die man im Alltag tragen könne, noch in weiter Ferne liege. Ähnlich äußerte sich Forschungschef Abrash im Oktober 2017: Die notwendige Technologie für die digitale Alltagsbrille existiere noch nicht – und die Gesetze der Physik könnten verhindern, dass sie jemals gebaut werden könne.

“Es gibt kein Mooresches Gesetz für Optik, Batterien, Gewicht und Wärmeabfuhr. Aber wenn es möglich ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Brillen innerhalb der nächsten zehn Jahre erscheinen”, sagte Abrash.

Titelbild: Konzeptbild einer Facebook-Zukunftsbrille, vorgestellt von Michael Abrash

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