Ihr besitzt eine VR-Brille und mögt Kunst? Dann solltet ihr euch folgende VR-Erfahrungen nicht entgehen lassen.

Art Plunge

Mit Art Plunge taucht man in klassische Gemälde von Leonardo Da Vinci, Vincent van Gogh und Jan Vermeer ein und erlebt sie in animiertem 3D. Lobenswert: Die Entwickler haben sich bei der VR-Adaption darum bemüht, den Geist und Charakter der Originalwerke möglichst zu erhalten.

Art Plunge ist erhältlich im Oculus Store für Oculus Rift, Oculus Go und Samsung Gear VR, sowie auf Steam und im Google Play Store für Daydream-Systeme.

Eye of the Owl – Bosch VR

In dieser VR-Erfahrung besucht man das Atelier des Renaissance-Malers Hieronymus Bosch, der mit “Der Garten der Lüste” eines der faszinierendsten und zugleich rätselhaftesten Werke der Kunstgeschichte schuf.

Mit Virtual Reality lässt sich das monumentale Triptychon auf eine Art und Weise betrachten, die bisher nicht möglich war: Es wurde hochauflösend gescannt und kann so stark vergrößert werden, dass die teils furchterregenden Gestalten in Lebensgröße vor einem erscheinen. Ein digitales Alter Ego des Künstlers führt in die reichhaltige Motivik des Werks ein.

Mehr darüber erfahrt ihr meinem Bosch-VR-Test.

Eye of the Owl – Bosch VR ist kostenlos auf Steam und Viveport erhältlich.

Il Divino – Michelangelo’s Sistine Ceiling in VR

Es war Epic-Mitarbeiter und Michelangelo-Fan Christopher Evans, der das Mammutprojekt einer vollumfänglichen Digitalisierung der Sixtinischen Kapelle ins Leben rief.

Er und sein Team griffen auf historische Zeichnungen und Dokumente sowie Photogrammetrie zurück und schufen eine zentimetergenaue Rekonstruktion des Gewölbes samt farbtreuer, hochauflösender Wiedergabe der Fresken. So können VR-Nutzer das Kunstdenkmal ohne stundenlanges Anstehen in Ruhe und aus unmittelbarer Nähe ansehen.

Mehr über die VR-Erfahrung und deren Entstehung erfahrt ihr meinem Il-Divino-Test.

Il Divino: Michelangelo’s Sistine Ceiling in VR ist kostenlos auf Steam erhältlich.

Museum of Other Realitites

Das Museum of Other Realities oder kurz: MOR zeigt zeitgenössische VR-Kunst. Die meisten Ausstellungsstücke sind in der Virtual Reality für Virtual Reality gemacht. Von Tilt Brush über Quill und Medium bis hin zu Google Blocks: Hier ist die ganze Bandbreite an VR-Kreativwerkzeugen vertreten. Einige der dreidimensionalen Kunstwerke können sogar betreten werden.

Mehr darüber erfahrt ihr in meinem Test zu Museum of Other Realities.

Museum of Other Realities ist auf Steam erhältlich.

The Homestead

The Homestead ist eine mittels Photogrammetrie erstellte 3D-Rekonstruktion des Wallace Arts Centre, einer neuseeländischen Kunstgalerie.

Das digitale Duplikat ist so akkurat, dass man die individuelle Maltechnik des jeweiligen Künstlers sowie einzelne Pinselstriche erkennt. Selbst dick aufgetragene Acrylfarbkleckse treten in Virtual Reality reliefartig hervor, sodass man beinahe meint, sie anfassen zu können.

Praktisch: Die meisten Kunstwerke sind mit einem Audiokommentar hinterlegt, der automatisch einsetzt, wenn man sich ihnen nähert. So kann man die Arbeiten betrachten und wird gleichzeitig mit deren Bedeutung bekannt gemacht.

Mehr darüber verrät euch mein Test zu The Homestead.

The Homestead ist auf Steam erhältlich.

The Isle of the Dead

Arnold Böcklins Toteninsel ist eines der berühmtesten Motive der Malerei. Nun könnt ihr mit “The Isle of the Dead” selbst die Reise zum Totenreich antreten – virtuell, versteht sich.

Die App begnügt sich nicht mit einer 3D-Version des Gemäldes und zeichnet die Reise vom Diesseits ins Totenreich symbolisch nach und gewann dafür auf den Filmfestspielen von Venedig einen Preis.

In meinem Test zu The Isle of the Dead könnt ihr mehr dazu erfahren.

The Isle of the Dead ist auf Steam erhältlich.

The Kremer Collection VR Museum

Die Kunstsammlung Kremer hat sich auf niederländische und flämische Malerei des 17. Jahrhunderts spezialisiert. Mit der  VR-Erfahrung The Kremer Collection VR Museum kann man 74 Meisterwerke der Sammlung in der Virtual Reality bewundern – in einem prachtvollen digitalen Kunstmuseum, das eigens für das Medium entworfen wurde.

Mehr Informationen gibt es in meinem Test zum The Kremer Collection VR Museum.

The Kremer Collection VR Museum ist erhältlich im Oculus Store für Oculus Rift, Oculus Go und Samsung Gear VR, sowie auf Steam und Viveport.

The Museum of Throughview

Das Museum of Throughview ist kein herkömmliches Museum, denn es zeigt alte Gemälde und Fotografien mit einem verblüffenden 3D-Tiefeneffekt.

Um diesen Effekt zu erzielen, hat der Entwickler Erwin Wolf die Originalbilder zu rudimentären 3D-Modellen extrapoliert. Danach hat er Menschen und Objekte mit einem Bildbearbeitungsprogramm ausgeschnitten und wie 2D-Pappfiguren in das Modell gesetzt. Das Ergebnis ist eine Art Diorama. Lest dazu auch meinen Test zum The Museum of Throughview.

The Museum of Throughview ist auf Steam und Viveport erhältlich.

The Night Café: A VR Tribute to Vincent Van Gogh

Gemälde sind wie ein Blick in eine fremde Welt, ein Ausschnitt aus einer anderen Dimension. Das gilt besonders für die Werke von Vincent van Gogh, der als einer der Begründer der modernen Malerei gilt.

Wer hat noch nicht vor so einem Gemälde gestanden und sich gefragt, wie es wohl wäre, einfach hineinzuspringen in diese fremde Welt?

In dieser VR-Erfahrung geht das: Ihr taucht in Van Goghs Gemälde “Das Nachtcafé” ein. Das Café wird dabei zu einem begehbaren Ort, an dem ihr sogar den Künstler selbst treffen könnt. Der Entwickler erweiterte das Originalwerk mit seiner eigenen Vorstellungskraft um die dritte Dimension.

The Night Café: A VR Tribute to Vincent Van Gogh ist kostenlos im Oculus Store für Oculus Rift und Samsung Gear VR, sowie auf Steam und Viveport erhältlich.

The Scream

Das Munchsche Bildmotiv kennt wohl fast jeder. Doch was bedeutet es?

Die VR-Erfahrung “The Scream” spürt den Ursprüngen und Stimmungen in Edvard Munchs berühmtem Gemälde in der Virtual Reality nach und bringt sie einer jüngeren Generation auf effektvolle Weise nahe, indem sie in kurzen Szenen die darin ausgedrückten Themen und Befindlichkeiten versinnbildlicht: die in ihrer Erhabenheit bedrohlich wirkende Natur, die Allgegenwärtigkeit des Todes, die Enge und Ausweglosigkeit des Daseins.

Im Test zu The Scream bekommt ihr weitere Informationen.

The Scream ist kostenlos auf Steam und Viveport erhältlich.

The VR Museum of Fine Art

Das virtuelle Museum ist ein fiktiver Ausstellungsort, der allerdings so gestaltet wurde, dass man sich gefühlt in einem realen Museum befindet.

Die VR-Erfahrung bietet eingescannte Skulpturen, Gemälde und weitere Objekte auf zwei Stockwerken. Im Gegensatz zum Besuch im echten Museum wird man nicht durch Absperrungen und Sicherheitskameras davon abgehalten, den Kunstwerken wirklich nahe zu kommen.

Einen Test zu The VR Museum of Fine Art findet ihr hinter dem Link.

The VR Museum of Fine Art ist kostenlos auf Steam und Viveport erhältlich.

 

Mona Lisa: Beyond the Glass

Rund neun Millionen Besucher lockt Da Vincis Gemälde jährlich in den Louvre. In der Virtual Reality kann man es sich ohne das übliche Touristengedränge ansehen, der junge Frau in computeranimierter Form begegnen und auf unterhaltsame und kurzweilige eine ganze Menge über das Bild erfahren – von der historischen Figur, über die Maltechnik, bis hin zur Geschichte des Gemäldes.

Mehr über die VR-Erfahrung lest ihr in meinem Artikel Mona Lisa: Beyond the Glass im Test – Die Lächelnde ganz nah.

Die VR-Erfahrung ist kostenlos auf Steam und Viveport erhältlich. Unterstützt werden Valve Index, HTC Vive und Oculus Rift (S).

Letzte Aktualisierung am 23.03.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Titelbild: Les Produits Frais / ARTE France

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