Gute Nachricht für VR-Kreative: Googles beliebte VR-Mal-App “Tilt Brush” kommt für Oculus Quest.

Tilt Brush ist das Microsoft Paint der Virtual Reality: So wie Microsofts Malprogramm den PC-Monitor für jedermann zur Leinwand macht, verwandelt Tilt Brush seit 2015 die Virtual Reality in einen 3D-Zeichenraum.

Gemalt wird mit virtuellem Pinsel und Farbe, aber auch Licht und animierte Materialien wie Feuer, Schnee oder Dampf können in ein Kunstwerk eingebaut werden. So entstehen lebendig wirkende und plastische 3D-Szenen, die man von allen Seiten betrachten kann.

Die Handhabung ist erstaunlich intuitiv: Jeder kann einen Pinsel in die Hand nehmen und Farbe im Raum verteilen.

Google erkannte früh das Potenzial der Anwendung und kaufte das Entwicklerstudio Skillman & Hackett im April 2015. Seitdem wird Tilt Brush kontinuierlich verbessert und erweitert: War das Programm anfangs funktional auf dem Niveau des eingangs erwähnten MS Paint, ist es mittlerweile eher das Photoshop der VR.

Längst erstellen talentierte VR-Künstler nicht mehr nur einfache 3D-Zeichnungen, sondern ganze Welten samt interaktiver Elemente.

Technisch nur leicht abgespeckt

Laut Googles Produktmanagerin Elisabeth Morant stand der Entschluss für den Tilt-Brush-Port unmittelbar nach der Enthüllung des Santa-Cruz-Prototyps (Entwicklungsmodell von Oculus Quest) fest. Die kabellose Bewegungsfreiheit ermögliche Künstlern eine neue Ausdrucksweise.

Für die Übertragung der PC-App auf einen mobilen Chipsatz musste Google laut Morant wenige technische Kompromisse eingehen. Mit einigen Rendertricks konnte das Team den Rechenaufwand laut eigenen Angaben deutlich reduzieren.

Morant verspricht, dass Tilt Brush Quest sich ähnlich anfühlt und ähnlich aussieht wie die PC-Version mit “kleine Anpassungen”. Beispielsweise musste der Effekt für die Auswahl eines Objekts geändert werden, da der PC-Effekt zu viel Leistung verbrauchte.

Auch der Lichteffekt (Bloom) an den Pinseln musste reduziert werden: Umso komplexer die 3D-Zeichnung wird, desto stärker wird der Effekt zurückgeschraubt. Außerdem fehlt in der Quest-Version eine Audio-Funktion, die das 3D-Bild passend zum Rhythmus eines Songs grooven lässt.

“Wir mussten im Laufe der Entwicklung Kompromisse machen, aber letztlich hat es sich gelohnt, damit Tilt Brush mobil flüssig läuft”, sagt Morant.

Erscheinen soll Tilt Brush im Frühling, also wahrscheinlich zum Marktstart der Quest-Brille. Die App unterstützt Cross-Buy: Wer die Rift-Version schon hat, kann die Quest-Version kostenlos herunterladen.

Quelle: Facebook, Titelbild: Google

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