Knapp zwei Jahre nach dem Marktstart senkt HTC den Preis für die VR-Brille Vive Pro offiziell.

Ab sofort gibt es HTCs VR-Brille Vive Pro günstiger: Das Vive Pro Starter Kit ist um 200 Euro reduziert von 1.200 Euro auf 1.000 Euro. Es enthält die Vive-Pro-Brille sowie die Basisstationen für SteamVR-Tracking 1.0 und zwei VR-Controller.

Das Vive Pro “Full Kit” mit SteamVR 2.0 Basisstationen sowie kompatiblen Vive Controllern gibt’s ebenfalls um 200 Euro reduziert. Es kostet neu 1.200 Euro statt 1.400 Euro. Eine einzelne Vive-Pro-Brille gibt’s 220 Euro günstiger für 660 Euro.

Oben drauf legt HTC bei allen Vive-Pro-Brillen Codes für eine kostenlose sechsmonatige Viveport-Infinity-Mitgliedschaft im Wert von 89 Euro. Vive Pro kann zu den günstigeren Konditionen über HTCs Webseite bestellt werden.

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Das Vive Pro Full Kit mit SteamVR 2.0 Basisstationen gibt’s jetzt 200 Euro günstiger. Trotzdem bleibt die VR-Brille teuer in Anbetracht der Konkurrenz. Bild: HTC

Vive Pro jetzt ein Schnäppchen? Eher nicht

In unserem Test zu Vive Pro überzeugte uns im April 2018 die deutlich gesteigerte Bildqualität dank höherer Auflösung. Der Audio Deluxe Strap mit integrierten Lautsprechern (Test) bietet guten Trage- und Nutzungskomfort. Er ist standardmäßig an jeder Vive Pro angebracht.

Im dritten Quartal bekommt Tpcast Konkurrenz: HTC und Intel bringen einen Drahtlosadapter für Vive und Vive Pro auf den Markt.

Ein Pluspunkt für Vive Pro ist der verfügbare Vive-Drahtlosadapter. Bild: HTC

Allerdings: Zumindest private Anwender bekommen mit Valve Index (Test) ein noch höherwertiges Produkt für sogar etwas weniger Geld. Preisbewusste Käufer werden von Facebook mit der Inside-Out-Tracking-Brille Oculus Rift S (Tests) bedient oder mit der autarken VR-Brille Oculus Quest (Test) im Zusammenspiel mit der PC-Verbindung Oculus Link (Test). HTCs neue VR-Brille Vive Cosmos hat (noch) qualitative Mängel und ist daher noch keine Alternative.

Wer also nicht schon tief in HTCs VR-Ökosystem investiert ist, beispielsweise im Geschäftsbereich, oder unbedingt einen Vive-Drahtlosadapter (Test) benötigt, hat derzeit leider keinen Grund, eine VR-Brille von HTC zu kaufen. Hier müssten noch deutlichere Preissenkungen her oder, im Falle von Vive Cosmos, Qualitätssprünge bei der Software in Kombination mit exklusiven Features.

Nach der Übernahme des neuen CEO Yves Maitre im letzten Herbst ist die nahe Zukunft von VR bei HTC ohnehin nicht mehr ganz so klar. Der Geschäftsführer erwartet frühestens in rund fünf Jahren signifikante Umsätze aus dem XR-Geschäft. HTC braucht aber jetzt Geld.

Quelle: HTC

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