Die jüngste Oculus-Software enthält Hinweise auf eine Vielzahl neuer Funktionen für Oculus Quest und deren möglichen Nachfolger.

Letzte Woche rollte die Systemsoftware 20.0 für Oculus Quest und Oculus Rift (S) aus. Die brachte wohl deshalb wenig Neuerungen, weil Oculus die großen Überraschungen für die am 16. September startende XR-Konferenz Facebook Connect zurückhält. Das Update enthält jedoch reichlich Code-Hinweise auf kommende Funktionen.

Bereits Ende Juli fanden findige Entwickler Code-Schnipsel, die auf einen Oculus-Kalorienzähler sowie Couch- und Keyboardtracking hindeuten. Die neuen Funde bestätigen diese Features und lassen eine ganze Reihe weiterer neuer Funktionen erahnen.

Arbeiten in VR: Hände und Tastatur werden sichtbar

Vom Sofa-Tracker wurde ein Ausschnitt aus dem entsprechenden Oculus-Tutorial entdeckt. Mit der neuen Guardian-Funktion dürften Quest-Nutzer die Umrisse ihrer Couch in der Virtual Reality einzeichnen können und sich auf diese Weise schneller und leichter setzen können.

Code-Zeilen bestätigen außerdem die Existenz des neuen Tastaturtrackings. Quest-Nutzer könnten damit ein reales Keyboard nutzen, das von den integrierten Kameras erkannt und in digitaler Form auf den Displays der VR-Brille abgebildet wird. So spürte und sähe man die Tastatur in der Virtual Reality.

Die Oculus Quest soll verschiedene Tastaturentypen identifizieren können, darunter Macbook-Keyboards. Die in der Twitter-Nachricht gezeigte Textur ist ein Platzhalter des Entwicklers.

Im betreffenden Code steht, dass das Keyboard auf einer flachen, kontrastierenden Oberfläche platziert werden muss. Optional kann man das optische Handtracking aktivieren, um beim Tippen die eigenen Hände zu sehen.

Offizielles Batteriepack und Browser-Casting

Der Code enthält außerdem Hinweise auf eine offizielle Akkuerweiterung für Oculus Quest. Der entsprechende Code enthält den Text “Erweiterte Batterie installiert” und die Bestätigung “Sie haben jetzt eine längere Batterielaufzeit”. Bislang gibt es lediglich inoffizielle Akkupacks zu kaufen.

Die Casting-Funktion, mit der man VR-Inhalte auf einen Zweitbildschirm streamen kann, könnte eine Erweiterung auf Browser wie Google Chrome bekommen. Quest-Nutzer können dem Code zufolge einen speziellen Internetlink aufrufen und weitergeben. Die VR-Inhalte werden nach Bestätigung in den Webbrowser übertragen.

Weitere Code-Hinweise deuten auf ein Ende der Oculus Link-Beta (alle Infos), Social-Funktionen für die Medien-Bibliothek Oculus Gallery, einen HD-Modus für die Quest-Videodurchsicht sowie Account-Sharing.

Lokaler Mehrspieler für Oculus Quest – kommt er endlich?

Besonders interessant ist der im Code erstmals erwähnte “Spatial Persistence Service”, der mit verschiedene Berechtigungen für Ko-Lokalisierung einhergeht. Das dürfte ein Hinweis auf lokales Multi-Quest-Tracking sein.

Mit dieser neuen Funktion könnten zwei oder mehr Quest-Brillen gegenseitig im gleichen Raum getrackt werden, was neue Arten von Mehrspielererlebnissen erlaubte. Oculus führte die Technologie vor zwei Jahren in Form einer Multi-Quest-Arena vor, hüllte sich seither größtenteils in Schweigen, was eine offizielle Unterstützung betrifft.

Die neuen Funktionen dürften spätestens am 16. September im Rahmen der Facebook Connect enthüllt werden samt einer neuen Version der Oculus Quest.

Quelle: Reddit, Twitter, Titelbild: Facebook

Weiterlesen über Oculus Quest:

steady2

MIXED.de XR-Podcast - jetzt reinhören

Aktuell: Alles zur Facebook Connect 2020 | Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.