Fitness-Tracker, Keyboard-Tracker, Couch-Tracker: Im September könnte Facebook neben neuer Quest-Hardware auch weitere Funktionen für Fitness und Produktivität enthüllen.

Im September startet Facebook die XR-Entwicklerkonferenz Connect 7. Ein voraussichtliches Highlight der Fachmesse: eine überarbeitete Oculus Quest, die wohl etwas leichter und komfortabler wird als das aktuelle Modell.

Jetzt haben Code-Schnüffler in der Oculus-Software nach weiteren Hinweisen auf neue Hard- und Software gesucht. Und sind fündig geworden: Ein Code-Eintrag weist beispielsweise auf einen Fitness-Tracker für Oculus Quest hin. Könnte Facebook die Quest-Brille stärker als Fitnessgerät vermarkten wollen?

Das ist gut vorstellbar, immerhin kaufte Facebook das Entwicklerstudio hinter Beat Saber, dem derzeit beliebtesten VR-Fitnessspiel für die Quest. Während der Corona-Pandemie sollen Fitness-Apps für Oculus Quest generell beliebt sein.

Erst kürzlich sammelte das VR-Studio hinter der Fitness-App BoxVR rund sechs Millionen US-Dollar ein – und das in einer Zeit, in der deutlich weniger in VR-Startups investiert wird als noch vor wenigen Jahren.

Bewegen beim Gaming, diese gamifizierte VR-Fitness hat Potenzial, auch wenn die klobige Brille im Gesicht noch stört. Aber die neue Quest soll angeblich besser passen als das aktuelle Modell.

Wird Oculus Quest zum VR-Notebook?

Ebenfalls interessant ist die Code-Erwähnung einer “Guardian Couch”: Das könnte ein Hinweis sein, dass Facebooks VR-Schutzsystem zukünftig auch Möbel als solche erkennt und beispielsweise eine digitale Couch an die Stelle der realen platziert.

Dann könnte sich der Nutzer während einer VR-Session hinsetzen und müsste die Brille nicht abnehmen, um vorher nach der Sitzgelegenheit zu schauen. Spiele könnten diese Möglichkeit sogar in ihr Gameplay-Konzept einbeziehen.

Seit kurzem erkennt die Quest-Brille ohnehin schon reale Hindernisse und deutet sie im virtuellen Raum an. Der Schritt hin zu einer konkreten Beschreibung großer und eindeutiger Objekte – wie einer Couch – scheint machbar.

Die virtuelle Sitzgelegenheit würde auch am Arbeitsplatz Sinn ergeben, für den Bürostuhl, und könnte dort kombiniert werden mit einer weiteren möglichen neuen Funktion: dem Keyboard-Tracking, das ebenfalls im Code erwähnt wird.

Facebook könnte über die Quest-Kameras ein reales Keyboard erkennen und ein digitales darauf legen. Dann könnte man in der VR-Brille mit virtuellen Monitoren arbeiten, hätte aber gleichzeitig den Komfort einer echten Tastatur unter den Fingern.

Dazu passt, dass in einer Code-Zeile ein “Infinite Office” erwähnt wird, das in den Einstellungen der Quest-Brille erscheinen könnte. Über eine Office-Funktion hat Facebook in der Vergangenheit schon explizit gesprochen, sogar schon 2018, als Oculus Quest noch ein Prototyp war (siehe folgendes Video ab 2:10).

Im Mai 2020 folgte dann eine ausführliche Beschreibung und Demonstration eines fortschrittlichen Hologramm-Computers, der per Durchsicht-AR Screens in den Raum projiziert und per Hand- und Fingertracking bedient wird: Virtuelle Monitore schweben im Raum und können mit Gesten angepasst und beliebig im Sichtfeld verschoben werden. In Echtzeit erfasste Hände schreiben auf einer realen Tastatur, die mit digitalen Schaltflächen erweitert wird.

Quellen: Reddit, Twitter

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