Oculus Quest 2 Konkurrenz? Standalone-VR-Brille Pico Neo 3 Pro startet

Oculus Quest 2 Konkurrenz? Standalone-VR-Brille Pico Neo 3 Pro startet

Der chinesische VR-Brillenhersteller Pico Interactive bringt seine neuen Standalone-Vorzeigebrillen Neo 3 Pro und Neo 3 Pro Eye nach Deutschland.

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Im März 2021 kündigte Pico erstmals die beiden neuen Standalone-VR-Brillen Neo 3 Pro und Neo 3 Pro Eye an. In den autarken Geräten rechnet Qualcomms XR2-Prozessor wie in Oculus Quest 2. Das 5,5 Zoll (ca. 14 cm) große TFT-Display bietet eine Auflösung von 3.664 mal 1.920 Bildpunkten bei einer Pixeldichte von 773 PPI mit 90 Hz und einem Sichtfeld von knapp 100 Grad.

Die größte Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen dürfte das Controller-Tracking sein: Anstatt mit Magnetfeldern trackt Pico die VR-Controller jetzt über die vier in der Front verbauten Kameras per Computer Vision, so wie Oculus Quest 2.

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Die Kameras tracken auch die Bewegungen im Raum und blenden bei Bedarf eine digitale Schutzlinie ("Guardian-System") ein, damit VR-Brillenträger nicht gegen die nächste Wand laufen. Alle technischen Daten der Pico Neo 3 Pro im Vergleich zum Vorgängermodell seht ihr in der folgenden Grafik.

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Die Spezifikationen der älteren Pico Neo 2 und der Pico Neo 3 Pro. Die Neo 3 Pro Eye bietet zusätzlich ein Eye-Tracking-Modul. | Bild: Pico

Pico wurde kürzlich von ByteDance gekauft, die mit TikTok sehr erfolgreich sind. Der VR-Brillenhersteller soll seinen Betrieb wie gewohnt fortsetzen können. Bytedance sehe die Zukunft von VR optimistisch, heißt es in einem Kommentar des Unternehmens zur Übernahme.

Neo 3 Pro: Optionales Eye- und Hand-Tracking

Die Neo 3 Pro Eye hat im Unterschied zum Standard-Modell ein Eye-Tracking-Modul verbaut. Hersteller des Moduls ist der schwedische Eye-Tracking-Spezialist Tobii, der sich bei Eye-Tracking für Datenschutz stark macht.

Durch das sogenannte Foveated Rendering, bei dem nur der Bildausschnitt direkt im Sichtfeld mit allen Details gerendert wird, soll Neo 3 Pro Eye eine bis zu 78 Prozent höhere Bildwiederholrate liefern. Gleichzeitig soll die Akkubelastung um zehn Prozent reduziert werden.

Für das Foveated Rendering nutzt Pico Tobiis Spotlight Rendervefahren, das im folgenden Video mit einer HP Reverb G2 (Test) demonstriert wird.

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Abseits des Foveated Rendering können mit Eye-Tracking etwa bei VR-Trainings Auswertungen der Blickrichtung vorgenommen werden oder Trainierende können Apps intuitiv durch Blicke bedienen. Viele weitere Anwendungsszenarien sind denkbar.

Beide VR-Brillen bieten laut Pico „die beste Handverfolgung der Welt“, allerdings nicht als Standardfunktion wie bei Oculus Quest 2. Für das Handtracking setzt Pico stattdessen auf die Technologie des auf Handtracking und Haptik spezialisierten Unternehmens Ultraleap (früher Leap Motion). Zum Einsatz kommt das Stereo IR 170-Kameramodul mit der Gemini-Software, das zusätzlich gekauft und an der VR-Brille montiert werden muss.

Neo 3 Pro und Neo 3 Pro Eye ab sofort im Verkauf

Die Neo 3 Pro liegt bei 600 Euro und die Neo 3 Pro Eye kostet 750 Euro. Beide VR-Brillen richten sich in erster Linie an Unternehmen und Profi-Anwender.

VR-Brille Pico Neo 3 Pro kaufen

Die Pico Neo 3 Pro ist in erster Linie für Unternehmen, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Organisationen gedacht.

Pico Neo 3 Pro – 256 GB

Pico verspricht allerdings auch Endanwendern einen recht vollen App Store: 30 Apps sollen derzeit im Pico Store verfügbar sein, bis Ende Oktober sollen es mehr als 100 werden. Derzeit gibt es von anderen Plattformen bekannte VR-Apps wie Superhot VR, Angry Birds VR: Isle of Pigs, OhShape, Sairento VR: Untethered, Apex Construct und Racket: Nx.

Für Entwickler:innen soll es einfach sein, die eigenen VR-Anwendungen auf die Neo 3 Pro zu portieren. Zusätzlich helfen die US-Pico Studios, bekannte VR-Spiele ins Pico-Ökosystem und nach China zu bringen, wo Oculus Quest nicht erhältlich ist. Außerdem unterstützen beide Neo Pro-3-Brillen PC-VR-Streaming via Wi-Fi 6 und Nvidia Cloud XR oder per Displayport-Kabel.

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