Apple XR-Brille: Alle Gerüchte zu Technik, Preis & Release

Apple XR-Brille: Alle Gerüchte zu Technik, Preis & Release
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4. März 2023:

  • komplette Überarbeitung mit allen neuen Informationen, Leaks und Gerüchten

Die Gerüchte um Apples Mixed-Reality-Brille verdichten sich. Lest die wichtigsten Informationen aus Insider-Berichten und Leaks bei uns.

Seit Jahren gibt es Gerüchte, dass Apple in den Headset-Markt einsteigt. Trotz zahlreicher Verzögerungen: Der gut vernetzte Apple-Leaker Mark Gurman ist sicher, dass 2023 das Jahr der "Apple Reality" wird.

Wir haben alle Informationen, Gerüchte und Leaks zusammengetragen und bringen euch auf den aktuellen Stand.

Hintergrund: Apple und Augmented Reality

Apple arbeitet Berichten zufolge seit mehr als sieben Jahren an einem Mixed-Reality-Headset. Die für die Entwicklung verantwortliche Abteilung, die Technology Development Group, soll in dieser Zeit auf mehr als 1.000 Fachkräfte angewachsen sein.

Ursprünglich war die Vorstellung des Headsets für das Jahr 2019 angesetzt und wurde intern immer wieder verschoben. Aus technischen, aber auch anderen Gründen: Für Apple wäre das Mixed-Reality-Headset die erste komplett neue Produktkategorie seit der Apple Watch von 2015. Ein Schritt, der bedacht sein will.

Wer tiefer in die Entwicklungsgeschichte einsteigen möchte, sollte folgende Artikel über die lange und komplexe Entwicklung der XR-Brille lesen:

Apple selbst äußerte sich bislang nicht zur Entwicklung eigener Headsets, auch wenn Tim Cook immer wieder das Potenzial der Augmented Reality betont.

Das bislang bedeutendste AR-Produkt des Konzerns ist eine Software: Die 2017 eingeführte und seither stark weiterentwickelte AR-Schnittstelle ARKit, die Augmented Reality mit dem iPhone und iPad ermöglicht.

Diese Art von Augmented Reality ist nicht sehr immersiv und eher unpraktisch, da man das Display in der Hand halten muss, was die Anwendungsszenarien und das Mainstream-Potenzial der Technologie einschränkt.

Weil schlanke und zugleich leistungsfähige AR-Brillen technisch noch nicht umsetzbar sind, hat sich die Industrie auf die Entwicklung von Mixed-Reality-Headsets als praktikable Zwischenlösung verlegt. Dazu gehören unter anderem Meta, HTC, Samsung und Apple.

Wie heißt Apples Mixed-Reality-Headset?

Markenanmeldungen zufolge könnte die neue Produktkategorie auf die Bezeichnung Apple Reality hören.

Das erste, hochpreisige Mixed-Reality-Headset könnte Apple Reality Pro heißen, gefolgt von einem günstigeren Gerät der zweiten Generation mit dem Namen Apple Reality One.

Die Technik hinter Apples Mixed-Reality-Headset

Es gibt zahlreiche Leaks, Gerüchte und Spekulationen um Apples erstes Mixed-Reality-Headset, die teilweise Jahre zurückreichen. Unsere Quellen findet ihr wie gewohnt am Ende des Artikels.

Da es sich bei allen Angaben um unbestätigte Informationen handelt, sind sie grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Apple könnte mehrere Prototypen in Entwicklung haben und bestimmte technische Eigenschaften ändern, streichen oder solche ergänzen, über die bis dato nichts bekannt ist. Ebenso könnte das Produkt in letzter Minute eingestampft werden.

Display & Optik

Das Headset hat Displays an der Innen- und Außenseite des Gehäuses.

Die inneren Bildschirme sind zwei von Sony hergestellte Micro-OLED-Displays mit einer Auflösung von jeweils 4K. Kleine Motoren im Gehäuse passen die Linsen automatisch an den Augenabstand der Nutzer:innen an. Das Sichtfeld beträgt 120 Grad. Wer möchte, kann individuelle Sehstärkelinsen einsetzen.

Ein mögliches äußeres Display an der Vorderseite der XR-Brille (siehe dazu Metas Forschung) soll Gesichtsausdrücke der Nutzer:innen anzuzeigen und damit das Gefühl sozialer Isolation zu durchbrechen.

Prozessoren

Apples Headset wird primär von zwei Chips befeuert. Das Herzstück des Geräts bildet ein SoC, der auf Apples M2-Prozessor (Codename Staten) basiert.

Ein weiterer Chip mit Codenamen Bora ist allein für die Passthrough-Technik verantwortlich, also die digitale Rekonstruktion der physischen Umgebung.

Da die Latenz zwischen der physischen Welt und deren digitaler Abbildung im Passthrough sichtbar war, entwickelte Apple einen dritten Prozessor, der den Datenaustausch zwischen den beiden Chips beschleunigt.

Kamera und Sensoren

Das Mixed-Reality-Headset hat mehr als ein Dutzend Kameras integriert, die Pupillenbewegungen, Gesichtsausdrücke und sogar die Beine der Nutzer:innen erfassen.

Die Blickerfassung dient realistischeren Avataren, einer Rendertechnik namens Foveated Rendering (volles Rendering aller Details nur im Fokus, die Playstation VR 2 nutzt diese Technik) und dem Iris-Scanning für Online-Zahlungen und schnelleres Einloggen in das Gerät.

Das Headset hat außerdem Lidar-Scanner verbaut, die die Umgebung räumlich vermessen.

Kopfhalterung und Audio

Apple hat verschiedene Kopfhalterungen entwickelt: eine für Entwickler:innen, eine für Konsument:innen.

Letztere hat Lautsprecher verbaut und besteht aus einem synthetischen Gummi, das dem der Apple-Watch-Armbänder ähnelt.

Auf Audioanschlüsse verzichtet Apple. Stattdessen wird man Airpods Max oder Airpods Pro der zweiten Generation drahtlos mit dem Headset verbinden können. Deren H2-Chip stellt sicher, dass die Latenz niedrig bleibt, im Gegensatz zu Bluetooth-Wearables anderer Hersteller.

Batterie

Die Batterie ist weder im Gehäuse noch in der Kopfhalterung verbaut. Stattdessen wird sie an der Hüfte getragen. Batterie und Headset sind durch ein Kabel verbunden.

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Diese von Apples ehemaligem Chefdesigner Jony Ive bevorzugte Lösung reduziert das Gewicht des Geräts und erlaubt einen schnellen Wechsel der Batterie, die circa zwei Stunden am Stück durchhalten soll. Da Ive Apple seit Längerem nicht mehr berät, könnte Apple dieses Design wieder aufgegeben haben, schreibt The Information.

Design und Input

Das Headset besteht aus Aluminium und Glas sowie Kohlefaser, um die Größe und das Gewicht zu verringern. Das Gerät ist dadurch leichter und dünner als vergleichbare Headsets. Die Kameras und Sensoren sind aus ästhetischen Gründen so weit wie möglich verborgen.

Auf der rechten Seite befindet sich ein Einstellrad, mit welchem Nutzer:innen rasch zwischen der virtuellen und physischen Welt wechseln können.

Das Magazin "The Information" konnte nicht herausfinden, auf welche Eingabemethode Apple setzen wird. Der Konzern experimentiert mit einer Vielzahl Interfaces: von natürlicheren Inputs wie Blickerfassung, Hand-Tracking und Sprachsteuerung bis zu einem fingerhutartigen Wearable. Dass ein dedizierter Gaming-Controller kommt, hält die Webseite für unwahrscheinlich.

Einzelheiten zu Betriebssystem und Inhalten

Apple entwickelt ein eigenes Betriebssystem für das Headset, das laut Markenanmeldungen xrOS heißen könnte.

Experten erwarten eine umfassende Integration in Apples Ökosystem (Hard- und Software), Zugriff auf grundlegende iOS-Features sowie Apples eigene Produktivitäts-Apps. Vorstellbar wäre, dass es sich mit einem Macbook verbinden lässt und virtuelle Monitore in die physische Umgebung projiziert.

Angeblich sieht Apple VR-Konferenzen mit Avataren als potenzielle Killer-App. Überdies arbeite Apple gemeinsam mit Hollywood-Produzenten an Inhalten und könne immersive Livestreamings von Events planen (siehe Akquisition von NextVR).

Läuft Apples Mixed-Reality-Headset autark?

Das hängt davon ab, ob Apple die Batterie ins Headset integriert.

Laut Apple-Leaker Mark Gurman wird wahrscheinlich kein iPhone benötigt, um die XR-Brille einzurichten und zu nutzen. Bei der ersten Apple Watch war das etwa anders.

Wie sieht Apples Mixed-Reality-Headset aus?

Größe, Form und Gewicht des Headsets wird je nach Quelle unterschiedlich beschrieben.

The Information will Bilder eines weit entwickelten Prototyps aus dem Jahr 2020 gesehen haben und beschreibt das Gerät als "einen glatten, gebogenen Visor". Die Webseite ließ eine Zeichnung des gesehenen Prototyps anfertigen.

Der 3D-Produktdesigner Ian Zelbo fertigte später professionelle Renderings des Headsets (siehe Artikelbild) basierend auf dieser Zeichnung an.

Wir wissen nicht, ob aktuelle Prototypen und das geplante Endprodukt tatsächlich so aussehen.

Skizze eines schlanken VR-Brillenprototyps, der von Apple stammen soll und wie eine Skibrille aussieht.

Die Zeichnung. | Bild: The Information

Rendering einer möglichen Apple-VR-Brille

Das Konzeptrendering. | Ian Zelbo

Wie viel wird Apples Mixed-Reality-Headset kosten?

Nach derzeitigen Schätzungen könnte die XR-Brille zwischen 2.000 und 3.000 US-Dollar kosten, je nach Konfiguration auch mehr, was an hochwertigen und teuren Komponenten, etwa den Displays liegen könnte.

Berichten zufolge arbeitet Apple an einem günstigeren Nachfolger, der Apple Reality One heißen könnte und frühestens 2024 erscheint.

An wen richtet sich Apples Mixed-Reality-Headset?

Ein XR-Headset widerspräche vielem, was Apple definiert: Es wäre weder modisch noch besonders massenmarkttauglich.

Für Apple dürfte das Headset nur eine Zwischenlösung sein auf dem Weg zur AR-Brille. Denkbar wäre, dass Apple das Gerät als Developer Kit vermarktet. Entwickler:innen könnten damit erste Erfahrungen sammeln und etwaige Killer-Apps für Apples Mixed-Reality-Ökosystem entwickeln.

Eine weitere mögliche Zielgruppe sind Unternehmen, Institutionen und professionelle Anwender, die die XR-Brille für 3D-Visualisierung, Bildungszwecke und alle Arten räumlichen Designs (Produkte, Architektur) nutzen könnten.

Vermutlich weiß Apple selbst nicht so recht, wohin die Reise führt. Dem Konzern scheint wichtig, ein Produkt im Portfolio zu haben, dass sich mit Metas Hardware messen kann, falls sich Mark Zuckerbergs Prognose bewahrheitet und Augmented Reality die nächste große Computerplattform nach dem Smartphone wird.

Wann wird Apples Mixed-Reality-Headset vorgestellt?

Das Mixed-Reality-Headset war ursprünglich für 2019, dann für 2022 geplant und verzögerte sich allein im letzten Jahr mehrere Male.

Apple-Leaker Mark Gurman ist sich dennoch sicher: 2023 wird das Jahr der Apple Reality.

Seinem jüngsten Bericht zufolge wird die Vorstellung im Juni auf der WWDC 2023 erfolgen.

Wie halte ich mich auf dem Laufenden?

MIXED schreibt regelmäßig über neueste Gerüchte zum Apple-Headset.

Weitere Informationen bekommt ihr hier:

Quellen: The Information, Bloomberg (1 | 2), Hrafn Thorrison