Aus Leap Motion und Ultrahaptics wird Ultraleap. Das neue Unternehmen will fortschrittliche XR-Interfaces entwickeln.

Im Mai gab das auf Fingertracking Hard- und Software spezialisierte Unternehmen Leap Motion die Verschmelzung mit dem auf Haptik spezialisierten Unternehmen Ultrahaptics bekannt. Laut des Wall Street Journal kaufte Ultrahaptics Patente und Personal von Leap Motion im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar.

Ultrahaptics (Test) wurde 2014 gegründet und ist spezialisiert auf die Simulation von Haptik für digitale Objekte. Kleine Ultraschallteppiche machen die Konturen eines virtuellen Objekts in der Luft spürbar. Ultrahaptics ist mit etwa 85 Millionen US-Dollar finanziert.

Ultrahaptics arbeitet an einer Technologie, mit der Nutzer virtuelle Objekte mitten in der Luft spüren und ertasten können. Ich habe sie auf der GDC ausprobiert.

Haptik-Simulation per Ultraschall: Der Ultraschallteppich von Ultrahaptics im Einsatz. Bild: MIXED

Leap Motion wurde 2010 gegründet und sammelte in den Folgejahren rund 95 Millionen US-Dollar von Investoren ein. Ursprünglich wollte das Unternehmen mit einer optischen Trackingkamera für Hand und Finger die Computermaus ablösen, dafür war die Technologie allerdings nicht präzise genug. Leap Motion wechselte dann auf XR-Fingertracking, allerdings fiel auch hier das Marktwachstum gering aus.

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Leap Motion will Fingertracking für XR-Brillen etablieren und entwickelte sogar eine eigene Open Source AR-Brille (siehe Titelbild). Bild: Leap Motion

Gemeinsam machen die beiden Unternehmen unter dem Namen Ultrahaptics weiter: Der neue Name soll den Weg frei machen für fortschrittliche XR-Interfaces, die über Fingertracking (Leap Motion) und Berührungseffekte in der Luft (Ultrahaptics) hinausgehen.

Ultraleap: Neuer Name für neue Produkte

“Räumliche Computer und natürliche Benutzeroberflächen verändern bereits digitale und virtuelle Welten und befähigen Menschen auf außergewöhnliche Weise. Wir sehen eine menschlichere Zukunft, in der die Technologie verschwindet und Computerleistung immer mit den Fingerspitzen abrufbar ist”, heißt es in der Pressemitteilung.

Handtracking und virtuelle Berührung seien grundlegende Bausteine dieser Bewegung. Der neue Name würde den Wurzeln beider Unternehmen gerecht und öffne den Weg in die Zukunft.

Der Leap-Motion-Controller wird unter altem Namen weiter verkauft, Verbesserungen für Tracking und Plattform sind in Arbeit. Eine neue Webseite soll demnächst online gehen – eine Microsite ist schon im Netz.

Bei Ultraleap arbeiten derzeit mehr als 100 Angestellte an neuen XR-Interfaces. Leap-Motion-Technikchef David Holz wechselt zu Ultrahaptics, der zweite Mitgründer Michael Buckwald verließ das Unternehmen.

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