Was kommt nach Oculus Quest?

Bei Twitter meldet sich Oculus’ Designchef für VR und AR Jon Lax zu Wort. Er verweist auf die Oculus-Quest-Bewertung eines Risikokapitalgebers, laut dem die Quest-Brille dank des mobilen Formfaktors ohne Kabel ein Schritt in Richtung  größeres Publikum sein könnte.

Lax freut sich über die Anerkennung, dass Technologie langfristig entwickelt werden müsse. “Oculus Quest beendet für uns das erste Kapitel VR”, schreibt Lax. “Danach wird es richtig interessant.”

Was kommt danach?  Geht es nach Oculus-Manager Jason Rubin, dann wird es mit Geräten wie Oculus Quest weitergehen, also mobilen XR-Brillen, die einfach einzurichten sind und keinen externen Zuspieler benötigen.

“Dieses kabellose Mobilding funktioniert”, sagt Rubin. Facebook arbeitet auch an einer AR-Brille.

Das nächste große Ding sollte Inhalt sein

Laut Rubin will Facebook aus VR eine Plattform für “so ziemlich alles” machen. Spiele seien nicht das Endziel für Virtual Reality. Bis dahin dürfte allerdings noch viel Zeit vergehen – und Technologie alleine wird’s nicht richten.

Denn teure Brillen mit weitem Sichtfeld, beweglichen Displays und vielen Pixeln begeistern vielleicht eine kleine Gruppe Technologie-Enthusiasten. Aber die meisten Nutzer – und die sind für Facebook relevant – interessieren sich nicht für technische Details. Sie wollen Inhalte und wenigstens einen herausragenden Grund, nicht nur einen guten, um sich einen Computer vors Gesicht zu schnallen.

Soziale Interaktion mit Telepräsenz-Gefühl in VR könnte mal zu diesem Grund werden, das hofft zumindest Facebook-Chef Mark  Zuckerberg.

Bislang scheiterten Facebooks Versuche jedoch, Social-VR am Markt zu etablieren – insbesondere an geringen Verkaufszahlen und kurzen Nutzungszeiten. In diesem Kontext möglicherweise relevante Zukunftstechnologien wie Facebooks beeindruckende digitale Menschen sind noch ein paar Jahre von der Marktreife entfernt.

Im Herbst dürfte Facebook auf der XR-Entwicklerkonferenz Oculus Connect erzählen, wie es in den nächsten Monaten und Jahren weitergehen soll. Die Ankündigung der Konferenz jedenfalls verspricht viel: Der Konzern möchte “ein neues Kapitel für VR und AR aufschlagen”.

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