Nach dem Marktstart der VR-Brille Oculus Quest legt Facebook wert auf: Apps, Apps, Apps. Bis zum Jahresende sollen es rund 100 Spiele und Anwendungen werden.

Mit rund 50 Apps im Quest Store soll die neue Facebook-Brille gestartet sein. Bis Jahresende sollen es laut Facebooks Gaming-Manager Jason Rubin “mindestens” doppelt so viele werden. Die Quest-Brille sei noch nicht lange in Entwicklerhänden, sehe man von den 50 Apps ab, die zum Marktstart vorgesehen waren, erklärt Rubin.

Den Marktstart insgesamt bewertet Rubin als Erfolg, das Gerät sei in vielen Geschäften ausverkauft gewesen. Konkrete Verkaufszahlen nennt er allerdings nicht. Bekannt ist, dass Oculus in den ersten zwei Wochen nach Marktstart rund fünf Millionen US-Dollar in Software umsetzen konnte.

Neue Hardware ist auch in Arbeit

Oculus arbeite weiter an neuer Hardware: “Wir bauen”, sagt Rubin. Eine leistungsstärkere, mobile Hardware wäre “eine nützliche Sache”.

Bei Games sei Grafik zwar nicht entscheidend für den Spielspaß, aber mehr Leistung ermögliche Spiele, die derzeit nicht möglich seien, beispielsweise aufgrund komplexer Physiksimulation. “Das kommt schon noch. Dieses kabellose Mobilding funktioniert”, sagt Rubin.

Langfristig, so Rubin, sei VR gut für “viel mehr als nur Spiele”. Facebooks Intention sei es, aus VR eine Plattform “für so ziemlich alles” zu machen. Derzeit seien die Nutzer aber am wahrscheinlichsten Spieler.

Einen Seitenhieb auf Wettbewerber wie Valve und HTC kann sich Rubin nicht sparen: Jeder Hersteller, der nicht auf in die Brille integrierte Trackingkameras setze, habe das Verfahren einfach noch nicht perfektioniert.

Oculus arbeitet an lokaler Multi-Quest-Unterstützung

Damit VR-Technologie insgesamt attraktiver wird, muss sie sozial besser teilbar sein. Nicht nur der VR-Brillenträger soll den Inhalt sehen können, sondern auch Außenstehende.

Zwar unterstützt Quest schon Streaming ans Smartphone. Aber das geht Rubin noch nicht weit genug: Streaming an TVs ist in Arbeit, ebenso wie Mixed-Reality-Funktionen und lokal vernetzte Oculus-Quest-Brillen für gemeinsame VR-Ausflüge.

“Wenn sich fünf Menschen Treffen und einer benutzt Quest, dann haben die anderen nicht viel Spaß daran. So kann VR keine soziale Sache sein. Das müssen wir aber hinbekommen”, sagt Rubin.

Dass Oculus an Multi-Quest-Unterstützung arbeitet, berichteten wir schon im April: Entwickler sollen Zugriff auf eine entsprechende Programmierschnittstelle erhalten.

Erste Demos für lokale Multi-Quest-Anwendungen existieren schon. Die Software für diese ist allerdings Marke Eigenbau. Eine generelle Schnittstelle seitens Oculus würde vielen Entwicklern Zugriff und die Möglichkeit geben, ihre App-Ideen schneller umzusetzen.

Quelle: Venturebeat; Titelbild: Thrust Vector

Letzte Aktualisierung am 19.07.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

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