Pimax nähert sich dem großen 8K-Ziel: Nach der ersten Pimax 8K-Brille, die eigentlich nur eine 1.440p-Brille mit 4K-Skalierung war, kommt jetzt eine 8K-X-Brille, die 4K nativ darstellen kann.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass der chinesische VR-Brillenhersteller Pimax im Grunde gar keine Chance mehr hat, aus der selbst geschaffenen und missglückten (oder möglicherweise geglückten?) Marketing-Nummer herauszukommen: Ein bisschen komisch wäre es schon, wenn jetzt eine passend zu den Produktspezifikationen 4K benannte VR-Brille als neues Highend-Gerät auf den Markt kommen würde. Denn eine 4K-VR-Brille bietet Pimax schon seit 2016 für kleines Geld an – nicht mit einer 4K-Auflösung freilich, sondern mit 1.920 mal 2.160 Pixeln pro Auge. Sowas nennt man wohl Folgefehler.

8K X: Pimax erste richtige 4K-Brille

Pimax tauft das neue Highend-Modell “8K” mit dem Zusatz “X”. Erstmals angekündigt wurde die VR-Brille Ende 2017 beim Start der Kickstarter-Kampagne. Im Laufe des Jahres soll sie jetzt auf den Markt kommen.

Die VR-Brille bietet 4K-Auflösung pro Auge – Pimax zählt die beiden Augenauflösungen zu 8K zusammen. Im Gegensatz zur 8K-Brille ohne X nimmt das neue Gerät diese 4K pro Auge allerdings auch tatsächlich an. Na, verwirrt?

Das erste 8K-Modell verarbeitet nur ein maximales Eingangssignal von 2.560 mal 1.440 Pixeln und skaliert dieses auf 4K hoch. Das führt zu unerwünschten Nebeneffekten wie zum Beispiel kleinem Text und Unschärfe. Pimax-Tester empfehlen daher tendenziell die 5K-Brille: Die nimmt ebenfalls 2.560 mal 1.440 Pixel an, stellt diese aber auf WQHD-Displays nativ dar.

Pimax verspricht Drahtlosübertragung

Pimax’ Community-Manager Martin Lammi (Sweviver), früher unabhängiger YouTuber und ausgewählter Pimax-Tester, jetzt YouTuber und Pimax-Angestellter, nennt in einem Video die Spezifikationen für die neue Hardware (via Reddit).

  • Einzelne DisplayPort 1.4 Verbindung
  • Zwei 4K LC-Displays mit geringer Latenz
  • 3.840 x 2.160 Pixel pro Panel mit voller RGB-Matrix (drei Subpixel pro Pixel)
  • Bildwiederholrate 75 Hz (80 Hz wird getestet)
  • Kompatibel mit Pimax-Zubehör wie dem Drahtlosadapter

Erscheinen soll die Brille 2019, der Preis ist noch nicht bekannt. Da die aktuellen 8K-Modelle circa 1.000 Euro kosten, dürfte die 8K X wohl deutlich jenseits der Tausend-Euro-Marke liegen. Ebenfalls benötigt wird ein sehr schneller PC, der die hohe Auflösung von im Optimalfall zweimal 4K im VR-Modus bei 75 Hz rendern kann.

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