News der Woche: This is going to be fun!

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Die Zukunft der Computer im Wochenrückblick: Ein Metaverse kommt selten allein, Samsung denkt wieder über AR nach und Alphabet und Deepmind machen in KI-Medizin.

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Metaverse? Metaverse!

Stell dir vor, es ist Metaverse, und niemand weiß, was es ist. Daher haben wir euch neun Metaverse-Definitionen herausgesucht, einen Podcast über Metas Metaverse aufgenommen und Ben hat aufgeschrieben, weshalb aus seiner Sicht das Metaverse eine Marketingmasche ist. Ach so, und Facebook, sorry, Meta, hat einen ersten Werbespot über sich selbst veröffentlicht, der in den Kommentaren unter anderem als „kranker Fiebertraum“ klassifiziert wurde.

Diese Woche überraschte Meta noch mit einer weiteren Positionierung, nämlich als vorbildliches Datenschutzunternehmen: Meta verzichtet auf Gesichtsidentifizierung bei Facebook, die Gesichtsdaten von einer Milliarde Nutzer:innen werden gelöscht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Meta zukünftig keine Gesichtsdaten mehr erheben wird, denn im – genau – Metaverse wird Gesichtsdatenverarbeitung zur Grundlagentechnologie.

Reicht jetzt mit dem Metaverse? Nicht so schnell, Microsoft will noch was: Der Windows-Konzern macht jetzt nämlich auch Metaverse und kündigt bei der eigenen Innovationskonferenz Ignite ein Teams-Update für VR und AR an. Sogar umfangreiche Online-Videospiele wie Halo oder Minecraft gelten bei Microsoft-Chef Satya Nadella neuerdings als Metaversum – das in Zukunft mehr 3D werden soll.

Und jetzt weiter mit den Nicht-Metaversen.

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Vive Flow im Test

Stattdessen kommen wir zu einem Metaverse-Marktbegleiter (SCNR): Bei Vive Flow experimentiert HTC mit einem neuen Produktansatz und fokussiert sich auf einen möglichst schlanken, leichten Formfaktor für eine VR-Brille, die besonders bequem und damit gut für Videostreaming und „Wellness-VR“ geeignet sein soll. Ob HTCs Plan aufgehen könnte, lest ihr in unserem Vive Flow Test.

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Vive Flow ist kompakt genug, um sie etwa im Rucksack zu verstauen. Als Zuspieler dient ein Smartphone. | Bild: HTC

Samsung schnuppert wieder an AR-Brillen

Neben Apple ist wohl Samsung das Unternehmen, das ordentlich Bewegung in den Tech-Brillen-Sektor bringen könnte. Nachdem sich die Koreaner nach den ersten VR-Flops zurückgehalten hatten, wird jetzt wieder investiert: in Digilens, ein Hersteller hoch entwickelter AR-Displays.

Gemeinsam mit Digilens will Samsung „ausdifferenzierte und wettbewerbsfähige AR-Geräte“ entwickeln. Klingt gut, leider gibt’s noch keinen Zeitrahmen für das Projekt.

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Eine Hähnchenkeule auf die Hand?

Bereits an der nächsten Generation AR-Technik arbeitet das Start-up Mojo Vision: eine Display-Kontaktlinse wird direkt im Auge getragen und blendet digitale Informationen passend zur Umgebung ein. In einem Förderprogramm von Disney experimentiert Mojo jetzt mit Anwendungsszenarien in Disney Themenparks und TV-Studios.

Bild: Disney

Bild: Disney

Mixed Reality-Demos mit Quest 2

Deutlich mehr im Hier und Jetzt ist Meta mit, ja, so heißt das Ding nun, Meta Quest 2. Auf der Facebook Connect 2021 zeigte ein Meta-Team ein spannendes Mixed-Reality-Projekt: Ein in den physischen Raum projiziertes digitales Brettspiel kann man mit der VR-Brille mit bis zu drei anwesenden oder räumlich weit entfernten Personen gleichzeitig spielen und dabei fließend zwischen den Welten wechseln.

Künstliche Haut und gefühlvolle Finger

Wenn Künstliche Intelligenz ein Verständnis für die reale Welt entwickeln soll, dann gelingt ihr das effektiv, so eine Theorie, wenn sie sich in ihr wie ein Mensch bewegt und ähnlich lernt. Bei diesem Unterfangen sollte sie auch ähnlich spüren wie Menschen: Meta stellt daher eine taktile Haut samt Fingerspitzen-Sensoren für Roboter bereit, die etwa Druck und Wärme maschinell erfahrbar machen.

Eien Roboter Hand ohne Fühlsensor lässt ein rohes Ei fallen. Die Roboterhand mit Fühlhsensor hält da Ei erfolgreich fest.

Ein rohes Ei ist für Metas gefühlvolle Roboterhand keine Herausforderung mehr. | Bild: Meta

Isomorphic Laboratories – merkt euch diesen Namen

Auf Grundlage von Deepminds Alphafold und noch zu entwickelnder medizinischer KI-Systeme soll Isomorphic Laboratories die Entwicklung von Medikamenten mit KI beschleunigen. Hinter dem neu gegründeten Unternehmen stehen Googles-Mutterkonzern Alphabet und Googles-Schwesterunternehmen Deepmind.

Deepmind-CEO Demis Hassabis ist ebenfalls CEO von Isomorphic und davon überzeugt, dass KI dabei helfen kann, „Heilmittel für einige der verheerendsten Krankheiten der Menschheit zu finden“.

Microsoft bringt GPT-3 mit Few-Shot-Learning

Im letzten Herbst kaufte sich Microsoft Exklusivrechte an OpenAIs Sprach-KI GPT-3, die das Unternehmen jetzt in einen neuen Service verwandelt: Mit „Azure OpenAI“ haben Unternehmen Zugriff auf eine mit Few-Shot-Learning feinjustierbare Version von GPT-3. Der Service steht zunächst eingeladenen Unternehmen zur Verfügung.

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