Ich konnte die faltbare VR-Kamera Insta360 EVO knapp zwei Monate lang ausführlich testen. Ob und für wen sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in meinem Test.

Für Endverbraucher gab es lange Zeit nur monoskopische 360-Grad-Kameras wie Samsung Gear 360 (Test) zu kaufen. Mit Googles VR180-Initiative drängten die ersten stereoskopischen 180-Grad-Kameras auf den Markt. Ein Beispiel ist die Lenovo Mirage (Test).

Von Herstellern wie Insta360 und Vuze gibt es nun erste VR-Kameras, die beide Modi beherrschen: Sie können Fotos und Videos wahlweise in monoskopischen 360-Grad oder stereoskopischen 180-Grad aufnehmen. Möglich macht das ein Ein- und Ausklappmechanismus.

Im eingeklappten Zustand nehmen die beiden Fischaugenlinsen die gesamte 360-Gradsphäre auf. Ausgeklappt stehen sie etwa so weit auseinander wie ein menschliches Augenpaar (65 Millimeter bei der Insta360 EVO) und erzeugen durch ihre perspektivisch leicht verschobenen Doppelbilder einen erstaunlichen Tiefeneffekt, der dem natürlichen Sehen sehr nahe kommt.

Kameras, die stereoskopische 360-Grad beherrschen, bekommt man erst jenseits der 500 Euro in Form der Vuze (Test) oder Vuze+ (Test). Darüber gibt es nur noch teure Profigeräte.

Wer sich selbst einen Eindruck von den immersiven Fotos und Videos der Insta360 EVO machen will, kann meinen Dropbox-Ordner mit Testaufnahmen herunterladen. Er bietet einen Vergleich zwischen Fotos und Videos in 180- und 360-Grad sowie ein Best-Of-Album meiner 180-Grad-Schnappschüsse.

Um das Material in Originalqualität zu betrachten, braucht man die VR-App Insta360VR samt einer Oculus Go, Samsung Gear VR oder Vive Focus (Plus). Die Fotos und Videos müssen nach der Installation der App in den App-Ordner “Insta360VR” kopiert werden (ohne Unterordner). Danach kann man sie in der VR-App abrufen.

Lieferumfang

Insta360 verkauft drei Sets der EVO-Kamera: Im Basic Kit ist neben der Kamera ein dreibeiniges Insta-360-Kurzstativ enthalten, das in eingeklapptem Zustand als Griff dient. Man findet zudem ein Transportsäckchen, ein Micro-USB-Ladekabel und einen “3D-Viewer” (dazu gleich mehr).

Dem Memory-Card-Kit liegt zusätzlich eine 32 Gigabyte große SD-Karte, während das Get-Set-Kit noch einen Selfie-Stick von Insta360 drauflegt. Der wird von der Smartphone-App der Kamera verlässlich aus Bildern und Videos retuschiert, sodass man das Gefühl hat, die Kamera schwebe in der Luft. Der Selfie-Stick kann zudem auf das Kurzstativ montiert werden, sodass man die Kamera 1,2 Meter über dem Boden positionieren kann, ohne sie in Händen halten zu müssen.

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Das Dreibeinstativ dient auch als Griff oder kann mit dem Selfie-Stick kombiniert werden. BILD: MIXED

Auf diese Weise kann man sich bei 360-Grad-Aufnahmen aus dem Sichtfeld der Kamera bewegen. Der Fernauslöser per Smartphone-App sollte in einer Entfernung von bis zu 20 Meter funktionieren, bei meinem Test brach die Verbindung mitunter schon bei 10 oder 15 Metern Entfernung ab.

Der Selfie-Stick machte auf mich keinen besonders hochwertigen Eindruck: Nach dem Auseinanderziehen des Sticks muss man die Glieder händisch durch eine leichte Drehung derselben anstatt mit Klemmen gegen Verrutschen sperren. Diese Blockierung wirkt unsicher. Zudem steht der auf dem Dreibeinstativ montierte Selfie-Stick mit Kamera etwas wackelig auf dem Boden.

Wer kein eigenes Stativ besitzt, dem empfehle ich dennoch das Get-Set-Kit: So kriegt man dank retuschiertem Selfie-Stick teils coole Videos hin und ist rundum flexibler beim Aufnehmen, weil man die Kamera nicht in Händen halten muss. Der Aufpreis vom Basic zum Get-Set-Kit beträgt 30 Euro.

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Das Dreibeinstativ in Kombination mit dem Selfie-Stick. BILD: MIXED.de

Der sogenannte 3D-Viewer dient als Behelfsstereoskop und kann an einem Smartphone festgesteckt werden, um 180-Grad-Aufnahmen in 3D anzuschauen. Das Zubehör ist meines Erachtens ein reines Gimmick: Wer die stereoskopischen Aufnahmen nur mit dem 3D-Viewer anschauen möchte, kann auf 180-Grad-Fotografie ebensogut verzichten. Nur mit einer VR-Brille zeigt sich der Mehrwert der 3D-Aufnahmen.

Das Holoframe-Zubehör, das einen 3D-Eindruck der 180-Grad-Aufnahmen ohne VR-Brille oder 3D-Viewer erzeugen soll, liegt keinem der Kits bei und kann nur separat erworben werden. Insta360 vermarktet das Zubehör nicht mehr als Kaufargument.

Hardware und Nutzung

Die Kamera ist hervorragend verarbeitet, wirkt sehr robust und fühlt sich wertig an in der Hand. Sie passt in ausgeklapptem Zustand ohne Probleme in die Hosentasche und ist mit 113 Gramm recht leicht.

Im Gegensatz zur Actionkamera Insta360 One X ist die EVO nicht wasserfest, was man auch daran erkennt, dass der Micro-UBS-Anschluss und der SD-Kartenslot keine Abdeckung besitzen. Weil sich darin mit der Zeit Unreinheiten ansammeln können, verwendet man für den Transport am besten das mitgelieferte Stoffsäckchen.

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Der Micro-USB-Anschluss und der SD-Kartenslot liegen frei und sind somit anfällig gegen Unreinheiten. BILD: MIXED.de

Zwischen dem 180- und 360-Grad-Aufnahmemodus wechselt man manuell, wie in folgenden Video demonstriert wird. Das ist zwar eine eher zweckmäßige als elegante Lösung, sie funktioniert jedoch.

Rastet der Mechanismus ein, wechselt die Kamera automatisch in den jeweiligen Modus. Läuft sie beim Ein- oder Ausklappen, gibt die Kamera einen Ton von sich, der den Wechsel in den anderen Aufnahmemodus bestätigt.

Die Kamera schaltet man an, indem man eine Sekunde lang den rundlichen Knopf auf der Oberseite drückt. Auf der Ober- und Vorderseite zeigen gut sichtbare LEDs an, dass die Kamera betriebsbereit ist. Mit einem zweiten Knopf wechselt man zwischen Foto- und Videomodus.

So praktisch die Möglichkeit eines Wechsels ins 180- oder 360-Format auch ist: In der Praxis zeigt sich, dass man sich früher oder später auf ein Format festlegen will. Der Grund: Ständiges Ein- und Ausklappen, vor allem beim selben Motiv, ist auf Dauer mühsam.

Zur Batterielaufzeit: Voll aufgeladen hält die Kamera einen nachmittäglichen Fotoausflug durch. Wer hingegen vor allem Videos aufnehmen möchte, sollte zusätzliche Power Packs und SD-Karten einpacken, denn 180- und 360-Grad-Videos sind wahre Energie- und Speicherfresser. Ein 45-sekündiger Videoclip beansprucht beispielsweise circa 300 Megabyte.

Spezifikationen:Blende:F2.2
Fotoauflösung:6.080*3.040 (18 MP)
Videoauflösung:5.760*2.880@30fps / 3.840*1.920@50fps / 3.840*1.920@30fps /3.008*1.504@100fps
Fotoformat:insp, jpeg (kann über Kamera-App exportiert werden), dng (RAW)
Videoformat:insv, mp4 (kann über Kamera-App exportiert werden)
Videocodierung:H264
Videobitrate:Bis zu 100Mbps
Stabilisierung:Integrierte Gyroskop-Sensoren für 6-Achsen Bildstabilisierung
Kompatible Geräte:iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR, iPhone X, iPhone 8/8 plus, iPhone 7/7 plus, iPhone 6s/6s plus, iPhone SE, iPad Pro, iPad (2018)
Hier klicken für alle Android kompatiblen Geräte
Foto- und Videospezifikationen:Fotomodi:Standard 360 Fotos, Zeitgesteuerte 360 Fotos, Intervall 360 Fotos, RAW 360 Fotos, HDR 360 Fotos
Videomodi:Standard Video, Timelapse, Log Video, HDR Video
EV:-4EV~+4EV
Belichtungsmodi:Automatisch, Manuell (Verschluss 1/4000s-55s, ISO 100-3200), Verschlusspriorität (1/4000s-1/4s, nur Fotos), ISO-Priorität (100-3200, nur Fotos)
Weißabgleich:Auto, bewölkt, sonnig, Fluoreszenz, Kunstlicht
DesignFarbe:Schwarz
Gewicht:113g
Dimensionen:Ausgeklappt: 98.4mm*49mm*26.27mm / Eingeklappt: 50.3mm*49mm*52.54mm
Abspeichern & Verbinden:Bluetooth:BLE4.0
Wi-Fi:5G (Standard Reichweite von ca. 20 Meter)
SD-Karte:Empfehlung von UHS-I V30 Geschwindigkeitsklasse, exFAT(FAT64) Format; Die maximale Speicherkapazität beträgt 256 GB
AkkuAkku-Kapazität:1200mAh (5V2A)
Aufladen:Micro USB
Ladezeit:Micro USB
Aufladen:90 mins
Akku-Laufzeit:65 mins
Einsatzumgebung:Betriebstemperatur: -10 ℃ ~ 40 ℃; Lagertemperatur: -20 ℃ ~ 40 ℃

Software: Tolle Smartphone-App

Einen Sucher besitzt das Gerät nicht, was aufgrund der Größe der Kamera auch nur wenig Sinn ergeben würde. Um das Bildmotiv zu sehen, muss man die dazugehörige Smartphone-App Insta360 EVO starten, die es für iOS und Android gibt.

Die Kamera-App ist eine der großen Stärken der Insta360 EVO, weshalb man unbedingt sicherstellen sollte, dass man ein kompatibles Smartphone besitzt. Eine Liste kompatibler Geräte findet ihr im Datenblatt oben.

Via Smartphone-App und Wi-Fi verbindet sich die Kamera per Knopfdruck mit dem Smartphone. Danach wird das Bild der Linsen mit leichter Verzögerung auf das Display des Smartphones gestreamt, das so als Ersatzsucher dient. Per digitalem Auslöser schießt man Fotos oder startet eine Videoaufnahme.

Die Kamera reagiert allerdings eher langsam. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann es gar mehrere Sekunden dauern, bis ein Schnappschuss ausgelöst wird – das ist allerdings ohne Smartphone-App ebenfalls so.

In der App kann man zahlreiche Feineinstellungen vornehmen wie

  • Timer,
  • Belichtungszeit,
  • ISO-Empfindlichkeit,
  • HDR- oder RAW-Modus,
  • Weißabgleich

und auf seine Bild- und Videobibliothek zugreifen sowie Inhalte teilen.

Fotos und Videos können direkt in der Smartphone-App auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter und Youtube oder auf der Insta360-Community-Plattform geteilt werden. Inhalte können außerdem per Messenger oder Whatsapp an Freunde verschickt oder einfach nur ins eigene Foto- und Videoalbum exportiert werden.

Besonders toll ist die Möglichkeit, Videos auf dem Smartphone nachzubearbeiten: Man kann in der App Clips zuschneiden, Filter und Musik hinzufügen und im Falle von 360-Grad-Aufnahmen Perspektive sowie Zeitfluss manipulieren.

Das folgende Video habe ich mit dem Selfie-Stick beim Gehen gefilmt. Per Nachbearbeitung fügte ich dem Video virtuelle Kameraschwenks, Zeitraffersequenzen und Musik hinzu. So entstand ein vom 180- und 360-Grad-Format unabhängiges Video, das auch auf einem Monitor etwas hergibt. Die Insta360 EVO ist folglich vielseitig einsetzbar.

In der Smartphone-App gibt es für Experimentierfreudige eine Vielzahl Tutorials für kreativen Gebrauch der Insta360 EVO, die zeigen, dass man mit der Kamera mehr machen kann als Fotos und Videos im 180- und 360-Grad-Format.

Bildqualität: Das 3D-180-Foto schlägt alles

Die Insta360 EVO macht Fotos und Videos in 180- und 360-Grad, der “Star” der Kamera ist jedoch das stereoskopische 180-Grad-Foto.

Anders als mein MIXED-Kollege Matthias ziehe ich 3D-180-Grad 360-Grad-Aufnahmen vor. Weshalb? Weil der stereoskopische Effekt besonders plastische und echt wirkende Schnappschüsse ermöglicht.

Außerdem kann man bei 180-Grad-Bildern eher davon sprechen, dass man ein Motiv fotografiert. Diese motivische Fokussierung gefällt mir persönlich und macht Drehungen um die eigene Achse überflüssig, was zu einem bequemeren Betrachten führt, beispielsweise beim Sitzen oder Liegen.

Die Insta360 EVO macht zwar ordentliche 360-Grad-Fotos, die wirken gegenüber den stereoskopischen 180-Grad-Bildern aber flach und unbelebt. Wer sich selbst einen Eindruck machen möchte, lädt am besten mein Vergleichsmaterial herunter und schaut sie mit einer Oculus Go oder Samsung Gear VR an (wie das geht, steht in der Einleitung zum Artikel).

Vergleicht man Videos und Fotos mit der VR-Brille, so fallen die Filmaufnahmen trotz 5,7K-Auflösung ab. Das Bild wirkt zu pixelig, hakelig und unruhig, als dass ich mit der Insta360 EVO Videos für VR-Brillen erstellen wollte.

Auf dem Smartphone-Display sehen die 360-Grad-Videos hingegen sehr gut aus, wie man im folgendem Youtube-Video sieht. Klickt hierzu bitte auf den Titel des Videos für die Weiterleitung zur Youtube-App. Nur so wird das Video richtig dargestellt.

Das zweite Youtube-Video zeigt den gleichen Ort, aber in 180-Grad aufgenommen. Der 3D-Effekt kommt natürlich nur mit Google Cardboard oder einer VR-Brille in Kombination mit der App Youtube VR zur Geltung. Durch eine VR-Brille betrachtet, wird das Bild wie gesagt etwas pixelig und unruhig.

Achtung: Für Youtube wurden die Videos von 5,7 K auf 4K komprimiert. Auch hier empfehle ich, mein Vergleichsmaterial herunterzuladen und mit Oculus Go anzuschauen.

Noch einmal zurück zu den 3D-180-Fotos der Insta360 EVO: So beeindruckend sie auch sind, man muss zuerst lernen, welche Motive sich für dieses Format eignen.

Beispiele sind enge Korridore und vollgestellte Räume, Gegenstände im Nahbereich, jegliche in die Tiefe gestaffelte Anordnung von Menschen, Objekten und Gebäuden sowie Porträts. Gerade Schnappschüsse von Menschen aus nächster Nähe sehen fantastisch aus mit der Insta360 EVO. Fotos weiter entfernter Objekte oder flacher, weiter Landschaften profitieren hingegen kaum vom 3D-Effekt.

Ebenso wichtig wie das richtige Motiv sind ideale Lichtverhältnisse. Bei kontrastreichen Motiven oder hellem Tageslicht neigt die Insta360 zu Überbelichtung, bei wenig Licht baut sie hingegen ab.

In diesem Fall experimentierte ich mit der ISO-Empfindlichkeit und der Belichtungszeit. Ist die Kamera auf einem Stativ befestigt und tut sich auf dem Motiv wenig, so können selbst während der Dämmerung oder bei Nacht scharfe und schöne Aufnahmen gelingen (siehe Beispiel unten)

Es folgen eine Reihe selbstgemachter 3D-180-Grad-Aufnahmen, die man sich mit Google Cardboard oder einer VR-Brille mit WebVR-fähigen Browser anschauen kann.

In VR schauen: Nur simpel mit Oculus Go, Gear VR und Vive Focus

Die schönsten Fotos und Videos nützen nichts, wenn man sie nicht oder nur sehr umständlich in die VR-Brille zaubern kann.

Mit der VR-App Insta360VR für Oculus Go, Samsung Gear VR und Vive Focus (Plus) kann man die VR-Brillen via Wi-Fi mit der EVO-Kamera verbinden und Fotos sowie Videos direkt in der VR-App anschauen.

Die VR-App funktioniert zwar, hat allerdings einen nur rudimentären Funktionsumfang ohne Komfortfunktionen. Zudem ist die App aktuell nur für oben genannte VR-Brillen erhältlich. Wer eine Oculus Rift S, eine Vive Cosmos, eine Valve Index oder eine Oculus Quest besitzt, kriegt die Fotos und Videos der EVO-Kamera nur sehr umständlich in die VR-Brille:

Da Insta360 proprietäre Dateiformate nutzt, müssen die Fotos und Videos zuerst auf einem Desktop-Computer in das kostenlose Bild- und Videobearbeitungsprogramm Insta360 Studio 2019 geladen und von dort aus in ein kompatibles Format wie .jpg und .mp4 exportiert werden. Diesen Umweg dürften nur absolute Enthusiasten auf sich nehmen wollen.

Als Ausweg bleibt nur die Billig-Alternative Google Cardboard. Hierfür muss man in der Smartphone-App den stereoskopischen Darstellungsmodus aktivieren.

Laut Insta360-Sprecher soll die App auch für andere Oculus-Brillen erscheinen, dafür muss Oculus jedoch erst grünes Licht geben. Oculus-Quest-Nutzer können zumindest versuchen, Insta360VR per Sideloading (Anleitung) zu installieren.

Fazit: Vielkönner zum guten Preis

Der größte Vorzug der Insta360 EVO ist deren Flexibilität: Sie macht Fotos und Videos in 3D-180-Grad und 360-Grad. Dank der hervorragenden Smartphone-App kann man zudem auch ungewöhnliche Inhalte für klassische Formate erstellen.

Wer vor allem Bilder und Videos für soziale Netzwerke produzieren möchte und sich nur selten eine VR-Brille aufsetzt, ist mit der Insta360 One X (Test) besser beraten. Die Action-Kamera kann zwar keine 3D-180-Grad-Aufnahmen machen, die entfalten jedoch ohnehin nur mit VR-Brille ihre volle Wirkung. Eine günstige Variante zur Insta360 One X ist die noch immer gute Samsung Gear 360 (Test) aus 2016 (!).

Wer eine 3D-180-Grad-Kamera sucht und VR-Enthusiast ist, kann mit der Insta360 EVO nichts falsch machen: Stimmt das Motiv und das Licht, sehen die 3D-Fotos beeindruckend gut aus.

Wer von Beginn weg in 3D-360-Grad aufnehmen möchte, sollte die Vuze (Test) oder Vuze+ (Test) in Betracht ziehen, muss bei einem Preis von bis zu 1.000 Euro aber etwas tiefer in die Tasche greifen.

So praktisch der Wechsel zwischen 180-Grad und 360-Grad bei der Insta360 EVO auch ist: ständiges Ein- und Ausklappen macht auf Dauer keine Freude, weshalb man sich vor dem Kauf entscheiden sollte, welches Format man in der Regel nutzen möchte. Das gilt auch für die direkte Konkurrenz, die Vuze XR, die im gleichen Preissegment angesiedelt ist.

Letzte Aktualisierung am 6.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Die Insta360 EVO ist für euch geeignet, wenn

  • ihr sowohl mit 3D-180-Grad als auch 360-Grad experimentieren wollt, ohne viel Geld auszugeben,
  • ihr euch für das 3D-180-Format begeistert und möglichst immersive Fotos machen wollt,
  • ihr Schnappschüsse möglichst unkompliziert mit einer VR-Brille betrachten wollt und eine Oculus Go, Samsung Gear VR oder Vive Focus (Plus) besitzt.

Die Insta360 EVO ist nicht für euch geeignet, wenn

  • ihr allein Inhalte für soziale Netzwerke erstellen wollt (hierfür ist die Insta360 One X besser geeignet) und kein Bock aufs 180-Grad-Format und VR-Brillen habt,
  • ihr ein Profigerät sucht, das in stereoskopischen 360-Grad aufnehmen kann,
  • ihr vor allem 180-Grad- und 360-Grad-Videos für VR-Brillen aufnehmen möchtet.

Titelbild: MIXED.de

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