Welche Trends prägen Virtual und Augmented Reality im kommenden Jahr? Vives China-Chef wagt einen Ausblick.

Kabetec VR-Brille

Mit Vive Cosmos (Tests) legte HTC aufgrund technischer Mängel zwar einen Fehlstart hin. Aber die Vive-Marke ist im VR-Markt noch immer ein potenziell starkes Zugpferd. Was plant das taiwanesische Unternehmen fürs kommende VR-Jahr?

Auf Nvidias Fachkonferenz GTC 19 in China verrät Vive-Präsident Alvin Wang Graylin seine Prognosen für 2020:

  • Sechs Freiheitsgrade für Kopf und Hände soll der neue Eingabestandard für autarke VR-Brillen werden.
  • Natürliche Interaktion über Augenbewegungen, Hände und Stimme soll an Bedeutung gewinnen.
  • Das Streaming von VR-Inhalten vom PC zu autarken Geräten ist die Vorbereitung auf Virtual Reality aus der Cloud. Oculus bietet mit Oculus Link (Test) ein kabelgebundenes VR-Streaming an, HTC streamt drahtlos von Viveport.
  • Der Einfluss von 5G auf VR wird in 2020 noch nicht bemerkenswert sein.
  • Triple-A-Inhalte sollen die Nachfrage steigern. Bekannt ist, dass Valve im März mit Half-Life: Alyx (alle Infos) eine große Spielemarke in VR portiert.
  • Der XR-Markt soll speziell im B2B-Sektor einen Gang hochschalten.
  • Es sollen mehr VR-Geräte mit AR-Funktionen ausgestattet werden.
  • Leichte XR-Brillen mit Kabel zu einem Taschencomputer oder Smartphone starten nicht durch.
  • Reine AR-Brillen bleiben teuer und sind weiter nur für die Industrie relevant.
  • Chinas Einfluss auf den VR-Markt soll signifikant zunehmen.

Vive startet außerdem einen Entwicklerwettbewerb für XR-Innovation mit Schwerpunkt auf neuen Interaktionsformen wie Eye-, Hand- und Lippen-Tracking. Der Wettbewerb findet vom 24. bis zum 26. Januar 2020 in London statt. Hier stehen die Details zur Anmeldung.

Ein zweiter Entwicklerwettbewerb startet ab sofort und läuft bis Ende Mai: Er dreht sich speziell um Eye-Tracking für VR.

Vor wenigen Tagen gab HTC bekannt, dass weitere Entlassungen geplant sind. Das Unternehmen will in Zukunft laut des neuen CEO Yves Maitre wieder stärker aufs Smartphone setzen. In VR und Blockchain soll wie gehabt investiert werden, aber für das VR-Geschäft erwartet Maitre frühestens in fünf Jahren signifikante Einnahmen.

Titelbild: Graylin / Twitter

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