Für die Zukunft von Google Maps spielen KI und AR eine zunehmend wichtige Rolle.

Google Maps wird 15 – und Google-Chef Sundar Pichai gratuliert mit einer Zukunftsvision für Augmented Reality: Generell müssten sich Computer besser in das Leben der Menschen einfügen und nicht andersherum, meint Pichai gegenüber Wired. AR und Maps würden in diesem Kontext gut zusammenpassen, da Menschen viele Wahrnehmungen und Fragen hätten, wenn sie die Umgebung erkunden. Ein AR-Service könnte also als zusätzliche Orientierungshilfe dienen.

Pichai beschreibt seine Zukunftsvision für Augmented Reality mit Google Maps: Nutzern solle eine “AR-Ebene” mit digitalen Informationen angezeigt werden, die passend in der Umgebung aufpoppen, beispielsweise vegetarische Gerichte in einem nahen Restaurant.

Maps-Produktmanager Alex Komoroske warnt, dass Augmented Reality ein zweischneidiges Schwert sei: extrem intuitiv, wenn man es richtig mache. Eine verwirrende Ablenkung, wenn man es falsch mache. “Dann ist es schlimmer, als wenn man gar nichts zeigt”, sagt Komoroske.

Google Maps AR: Besser auf der Brille

Ob und wann Google Maps auf einer AR-Brille von Google laufen könnte, dazu will sich Pichai auf Nachfrage nicht äußern. Deutlich intuitiver als die aktuelle Smartphone-Implementierung wäre eine Brillen-Version von Maps allemal. Man müsste das Smartphone nicht ständig vor sich halten.

Es existieren zumindest Anzeichen, dass neben Facebook und Apple auch Google eine neue Datenbrille planen könnte: Der Konzern ist mit mehr als einer halben Milliarde US-Dollar in den AR-Brillenhersteller Magic Leap investiert. Google Glass ist in einer neuen Version erschienen und jetzt für Entwickler frei verfügbar.

Google Glass 2: Neue Datenbrille kostet 999 US-Dollar

Plant Google den Relaunch von Glass? Zumindest wird das aktuelle Modell wieder großzügiger verkauft. Und es gibt erste Gerüchte zu Google Glass 3. Bild: Google

Googles Hardware-Chef Rick Osterloh äußerte sich 2018 zu möglichen Hardware-Plänen für eine AR-Brille: “Es wird eine Weile brauchen, bis diese Technologien reif sind … es wird einige Jahre dauern. Wir werden langfristig investieren und irgendwann wird die Entwicklung mit den Vorstellungen der Menschen aufholen”, sagt Osterloh.

KI verbessert Maps

Laut Pichai ist Google Maps ein gutes Beispiel für Googles KI-Strategie, die im Mai 2018 groß vorgestellt wurde: Sämtliche Google-Services sollen Künstliche Intelligenz im Kern tragen.

Bei Maps zeigt Google, wie es aus riesigen Datenmengen und KI-Technologie neue Produkte erschafft.

Die aktuelle AR-Navigaton für Google Maps wird durch Künstliche Intelligenz ermöglicht: Eine mit Streetview-Daten trainierte KI scannt die Umgebung auf bekannte Gebäude und orientiert sich so in der realen Umgebung. Bild: Google

Bei Maps helfen KI-Modelle laut Pichai bei der Benennung von Straßen. Die Form von Gebäuden könne mit maschinellen Lernmethoden anhand von Satellitenbildern berechnet werden. Für die aktuelle AR-Integration in Maps setzt Google auf eine Computer-Vision-KI, die markante Gebäude in der Umgebung erkennt und sich so in der Umgebung orientiert.

Auch die Empfehlungs- und Prognosesysteme in Maps setzen auf KI-Modelle. In Zukunft könnten kritische Situationen wie Erdbeben, Wirbelstürme, starke Regenfälle oder Überschwemmungen in Maps vorhergesagt werden, glaubt Pichai. Dafür sei aber noch “viel Arbeit” notwendig. In drei bis fünf Jahren könnten die KI-Vorhersagesysteme in Maps integriert sein.

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