Das Wirtschaftsmagazins Bloomberg bestätigt die gestrigen Gerüchte um Apples XR-Pläne und enthüllt neue Details.

Das Newsportal The Information berichtete gestern, dass Apple entgegen anderslautender Gerüchte doch erst 2022 statt 2020 ins XR-Geschäft einsteigen will. Geplant seien zwei XR-Brillen.

Das erste Gerät mit dem Codenamen “N301” soll 2022 erscheinen und eine Mixed-Reality-Brille werden. Sie soll der autarken VR-Brille Oculus Quest gleichen, aber schlanker gebaut sein.

Das Gerät beherrscht laut The Information VR und AR, nutzt nach außen gerichtete Kameras, um eine 3D-Karte der Umgebung zu erstellen und hat ein hochauflösendes Display verbaut, das Elemente der digitalen und physischen Welt vermischt. Entwickler sollen 2021 Zugang zur Brille bekommen und Software für das Gerät entwickeln können.

Für 2023 plane Apple außerdem ein zweites Gerät in Form einer schlankeren AR-Brille, die man länger tragen können soll, heißt es in dem Bericht weiter. Aktuelle Prototypen sollen wie Sonnenbrillen mit dickerem Rahmen aussehen.

Die Linsen sollen sich bei Betrieb selbstständig verdunkeln können, um auf AR-Nutzung hinzuweisen. Apple ließ vor kurzem eine entsprechende Erfindung patentieren.

An die 1.000 Angestellte entwickeln Apples XR-Brillen

Das Wirtschaftsmagazin Bloomberg bestätigt diesen Bericht und bezieht sich dabei auf industrienahe Quellen: Ein erstes Mixed-Reality-Gerät, das VR und AR beherrscht, soll 2021 oder 2022 erscheinen und einen “Fokus auf Gaming, Videos und virtuelle Meetings” legen. Das entspricht dem Profil der autarken Facebook-Brille Oculus Quest.

Als zweites und 2023 erscheinendes Gerät plane Apple eine schlanke AR-Brille. Auch diese Angabe deckt sich mit der von The Information.

Grundlage der kommenden XR-Geräte sei ein neues 3D-Sensorsystem, das seit mehreren Jahren bei Apple in Entwicklung ist und eine fortschrittlichere Version des Face-ID-Sensors darstellt.

In der ersten Jahreshälfte 2020 soll ein iPad Pro mit der neuen Tiefenkamera auf den Markt kommen und damit die 3D-Rekonstruktion von Räumen, Objekten und Menschen ermöglichen. Die nächste iPhone-Generation wird der Quelle zufolge ebenfalls mit dem 3D-Sensor ausgestattet werden.

Um die 1.000 Apple-Mitarbeiter sollen im kalifornischen Sunnyvale an Apples XR-Initiative arbeiten, angeführt von XR-Chef Mike Rockwell.

Wichtige iPhone- und iPad-Apps und -Funktionen würden derzeit schrittweise in Apples XR-Betriebssystem “rOS” integriert, um Kompatibilität zwischen Smartphone, Tablet und kommenden XR-Geräten sicherzustellen. Die sollen ab 2022 Apples wachsendes Geschäft mit Wearables erweitern.

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