Googles aktuelle Version der Datenbrille Glass kann jetzt von jedermann bestellt werden. Das Gerät ist aber wie gehabt für Entwickler gedacht.

2014 wollte Google mit Glass Datenbrillen im Massenmarkt verankern. Die Geschichte ist bekannt: Der Gesichtscomputer floppte, unter anderem weil er im Alltag zu auffällig war und sich Menschen an der verbauten Kamera störten. Glass-Träger wurden schnell als spionierende “Glassholes” bekannt – ein Imageschaden, den Google nicht mehr reparieren konnte.

Die Glass-Brille wurde zwar kontinuierlich weiter entwickelt, die Zielgruppe jedoch justiert: Statt jedermann durften nur noch (ausgewählte) Unternehmen die Datenbrille kaufen – immer in Kombination mit einem Dienstleister, der ein App-Projekt betreute.

Die Rückkehr der Datenbrille

2020 sind Datenbrillen und AR-Brillen wieder in Mode: Der Hersteller North will 2020 eine Datenbrille bringen, die das Glass-Versprechen einlösen soll. Snap experimentiert mit der Videobrille Spectacles (Tests) – bislang ohne Datenschutzskandal. Und in China kommen in den nächsten Monaten eine Reihe schlanker AR-Brillen auf den Markt.

Vielleicht hat diese Entwicklung Google dazu bewogen, die Android-Datenbrille wieder der Allgemeinheit zugänglich zu machen: Zwar richtet sich die neueste Google Glass Enterprise Edition wie gehabt an Entwickler und nicht an Endverbraucher. Aber immerhin ist die Brille jetzt bei verschiedenen Anbietern in den USA frei verkäuflich – und kann im Prinzip wieder von jedermann bestellt werden. Der Preis liegt bei rund 1.000 US-Dollar.

Entwickler finden außerdem hier Code-Beispiele und Demos für Google Glass, die den Einstieg in die Programmierung erleichtern sollen.

Das Glass-Projekt wird seit einigen Monaten von Googles XR-Abteilung betreut statt wie bisher vom Moonshot-Team X. Eine neue Glass-Version soll angeblich in diesem Jahr erscheinen.

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