Dass Facebook an AR-Hardware arbeitet, ist längst bekannt. Nun sind neue Details zu Facebooks AR-Ambitionen ans Tageslicht gekommen.

Das Unternehmen arbeitet laut eines CNBC-Berichts mit Ray Ban an einer fortschrittlichen AR-Brille. CNBC beruft sich auf unternehmensnahe Quellen. Die AR-Brille mit dem Codenamen “Orion” soll zwischen 2023 und 2025 erscheinen, mit dem erklärten Ziel, das Smartphone zu ersetzen.

Mit Orion werde man Telefonanrufe tätigen und Videos aus der Perspektive des Trägers streamen können, heißt es weiter. Informationen würden auf einem “kleinen Display” dargestellt. Als Eingabebgerät diene ein ringartiges Zubehör mit dem Codenamen “Agios”, das Bewegungen erfasst.

Laut der CNBC-Quellen arbeiten hunderte Mitarbeiter der Redmonder Facebook Reality Labs an der AR-Brille, hätten jedoch Schwierigkeiten, die Technik so zu miniaturisieren, dass der Formfaktor passt. Eine Partnerschaft mit Luxottica solle den Herstellungsprozess beschleunigen. Der Brillenhersteller besitzt Marken wie Ray Ban und Oakley und arbeitete zuvor mit Google an Google Glass.

Spectacles-Kopie parallel in Entwicklung

Es gebe keine Garantie, dass die AR-Brille rechtzeitig fertig werde oder überhaupt erscheine, heißt es. Mark Zuckerberg habe jedoch großes Interesse an dem Projekt und habe Technik-Chef Andrew Bosworth angewiesen, es mit Priorität zu behandeln.

Ein ebenfalls gestern erschienener Bericht der Webseite The Information nennt ein zweites AR-Hardwareprojekt: Facebook solle demnach mit Ray Ban zusammen an einer smarten Brille mit dem Codenamen “Stella” arbeiten. Sie funktioniert der Quelle zufolge ähnlich wie Snaps Spectacles und nimmt die Umgebung mit integrierten Kameras aus der Perspektive des Brillenträgers auf. Facebook arbeite parallel an einem sprachgesteuerten KI-Assistenten sowie einer Smartphone-App für die Brille.

Mit dem Stella-Projekt wolle Facebook testen, ob Menschen eine Facebook-Brille auf der Nase tragen würden. Die smarte Brille solle “in den nächsten Jahren” erscheinen.

Die Quelle bestätigt, dass Facebook parallel an einer autarken AR-Brille mit eingebauten Displays arbeitet, die das Smartphone ersetzen statt nur ergänzen soll. The Information vermutet, dass Luxottica bei der Entwicklung von Stella und nicht dem technisch weiter entfernten AR-Projekt Orion hilft.

Auf der Oculus Connect 6 Ende September dürfte es mehr Informationen über Facebooks AR-Hardware geben. Facebook verspricht ein “neues Kapitel für VR und AR”.

Titelbild: Facebook, Quelle: CNBC, The Information

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