Googles Virtual-Reality-Versuch Daydream ist im freien Fall.

Der besonders in den USA populäre Streaming-Anbieter Hulu hat die Unterstützung für Googles VR-Plattform Daydream eingestellt. Mit der VR-Brille Daydream View und einem flotten Smartphone konnte man Videos in einem virtuellen Wohnzimmer auf eine große Leinwand streamen – praktisch zum Beispiel im Flugzeug oder in der Bahn.

Hulu ist ein weiteres Beispiel für den langsamen Tod von Daydream: Zuvor entfernte HBO die Streaming-Apps HBO Now und HBO Go aus dem Daydream Store. Weshalb auch nicht? Sogar Google selbst stellte das eigene VR-Film-Angebot ein samt des Filmstudios Spotlight Stories.

Daydream VR: Keine Lebenszeichen mehr

HBO und Hulu gehörten zu den Launch-Partnern der Daydream-Plattform, die Google 2016 mit viel Ambition startete. Damals zeigte Google die VR-Produkte sogar auf der großen Bühne während der Vorstellung neuer Pixel-Smartphones – daran ist heute nicht mehr zu denken. Smartphone-basierte VR ist am Markt gefloppt und verschwindet folgerichtig.

Googles neue VR-Strategie konzentriert sich laut Mixed-Reality-Chef Clay Bavor auf Services und hervorstechende Anwendungsszenarien, in denen VR “wirklich nützlich” sein soll, zum Beispiel bei der Kreation von 3D-Inhalten oder VR-Gaming.

Eine neue VR-Brille solle man nicht erwarten, bevor die Technologie nicht grundlegend besser werde. Die autarke Daydream-Brille Lenovo Mirage Solo (Test) sei in erster Linie für Entwickler gedacht, die sich weiter mit der Android-VR-Plattform befassen wollen.

Auch Samsung verabschiedete sich schon von der Smartphone-VR-Brille Gear VR und Oculus’ autarke VR-Brille Go (Test), die zwar kein Smartphone benötigt, aber ebenfalls nur Kopfdreh-VR bietet, dürfte keine große Zukunft haben. Nach dem Hype zur Veröffentlichung im Mai 2018 wurde es recht still um das Gerät. Mit Oculus Quest (Test) existiert seit Mai 2019 ohnehin eine deutlich bessere Alternative aus eigenem Haus.

Quelle: Variety; Titelbild: Google

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