Virtual Desktop-Entwickler Guy Godin darf sein beliebtes Streaming-Feature wieder im Quest Store anbieten.

Mit dieser Funktion können Quest-Nutzer PC-VR-Spiele drahtlos in die Oculus Quest streamen. Facebooks eigene PC-Verbindung Oculus Link (Infos) setzt ein USB-Kabel voraus.

Im Sommer 2019, kurz nach Veröffentlichung des Features, zwang Facebook den Entwickler, die Funktion zu entfernen. Als Grund gab das Unternehmen Qualitätsbedenken an. “Eine der Herausforderungen mit Virtual Desktop ist, dass wir nicht wissen können, welche WLAN-Verbindung Nutzer haben. Wir können keine gute VR-Erfahrung sicherstellen und haben deshalb Apps wie Virtual Desktop Einschränkungen auferlegt”, kommentierte XR-Chef Andrew Bosworth diesen Monat Facebooks Dilemma.

Weil das Feature aus dem Quest Store verbannt wurde, bot Godin seither einen kostenlosen Patch auf der Sideloading-Plattform Sidequest an. Wer ihn auf Oculus Quest installiert, erhält vollen Zugriff auf die Streaming-Funktionalität.

Eine überraschende Kehrtwende

Diesen Februar eröffnete Facebook das App Lab, ein Store für experimentelle Quest-Apps, die im Gegensatz zu Sidequest ohne Sideloading installiert werden können. Godin beantragte Anfang Februar eine App Lab-Zulassung für den Streaming-Patch.

Zur Überraschung vieler Beobachter erhielt er nun mehr als das: nämlich die Erlaubnis, die Streaming-Funktion wieder in die offizielle App zu integrieren. Dies rund 20 Monate nach dem Bann des Features.

Die Entfernung der Streaming-Funktion hatte eine Debatte über Facebooks Umgang mit Entwicklern ausgelöst. Guy Godin beschuldigte Facebook des Machtmissbrauchs: Das Unternehmen wolle ihn vom Markt drängen, weil es heimlich an einer eigenen, kostenlosen Streaming-Funktion arbeitet (siehe kommende Quest-Features). Facebooks Kurswechsel kommt Wochen nach Godins App Lab-Zulassungsantrag und wurde vom Unternehmen nicht weiter kommentiert.

Virtual Desktop: Update bringt neue Funktionen

Zeitgleich mit der frohen Kunde veröffentlichte Godin Update 1.20 für Virtual Desktop. Es bringt folgende neue Features und Verbesserungen:

  • Nutzerkonten für die PC-Streamer-App (nur Windows)
  • Quest-Screenshots werden nun automatisch auf dem Desktop gespeichert (nur Windows)
  • Voice-Over für Benachrichtigungen
  • Ein erweitertes Performance-Overlay, das Informationen zur Wi-Fi-Geschwindigkeit, der Laufzeitumgebung der gestreamten VR-App und den Namen der GPU anzeigt
  • Die Features Sliced Encoding und Mikrofon-Passthrough sind nun standardmäßig aktiviert.

Ihr wollt wissen, wie das WLAN-Streaming funktioniert? Dann schaut in unsere aktualisierte Virtual Desktop Streaming-Anleitung.

Quelle: Reddit, Titelbild: Virtual Desktop

Weiterlesen über Oculus Quest 2:

Oculus Quest 2 aus Deutschland bestellen

Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Oculus Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Oculus Quest – 64 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv – Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

steady2

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.