Samsung hat ein Patent bei der WIPO eingereicht, das eine AR-Brille zeigt, die der HoloLens verblüffend ähnlich sieht. Was hat es damit auf sich?

Augmented Reality ist bislang noch nicht im Markt für Privatverbraucher angekommen. Zwar gibt es diverse AR-Brillen, darunter Microsofts Hololens 2, aber sinnvolle Anwendungen für AR gibt es derzeit nur im Unternehmensbereich.

Dazu gehören beispielsweise Fernwartung, Inspektionen und gemeinsames Arbeiten an 3D-Objekten. Ein AR-Headset wie die Hololens 2 (Erfahrungsbericht) ist für solche Aufgaben bestens geeignet, schließlich hat der Nutzer die Hände bei der Arbeit frei und kann virtuelle Hilfen oder sogar komplette grafische Overlays in Anspruch nehmen, was die Effizienz deutlich steigert.

Microsoft ist mit der Hololens nach der Beinahe-Pleite von Magic Leap einsamer Marktführer für AR-Headsets im B2B-Bereich. Nun könnte aber ein anderer Elektronikriese Marktanteile beanspruchen.

HoloLens-Konkurrenz von Samsung?

Laut der auf Patentrecherche spezialisierten Webseite 91mobiles.com hat Samsung ein Patent bei der World Intellectual Property Organisation eingereicht, das ein der Hololens sehr ähnliches Augmented-Reality-Headset zeigt. Samsung hatte schon vor kurzem ein Patent einer eher Konsumenten-orientierten AR-Brille angemeldet.

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Angebliches Mixed-Reality-Headset von Samsung. Die Patentzeichnung sieht der HoloLens ziemlich ähnlich. BILD: Samsung

Das neue Patent zeigt zwei Kameras in der Vorderseite des Headsets, die für die Objekterkennung, Videos und Handtracking verwendet werden könnten. Holografische Linsen werfen das Bild über ein Spiegelsystem ähnlich wie bei Hololens direkt ins Auge des Nutzers (HoloLens-Display erklärt). Diese Projektionsmethode sorgt für klare Bilder, ist aber typischerweise beim Sichtfeld eingeschränkt – Microsofts Hololens 2 schafft es nur auf ein diagonales Sichtfeld von circa 50 Grad. Interessant ist daher die Frage, ob Samsung hier möglichwerweise eine Innovation gelungen ist.

Die Hardware, über die keine Angaben gemacht wird, sitzt gegebenenfalls oberhalb des Visors. Das Headset wird über ein Halo-Band gehalten, anders als bei der Konkurrenz von Microsoft gibt es aber am Hinterkopf offenbar keinen Platz für Computer und Batterie. Das lässt vermuten, dass Samsungs mögliche AR-Brille einen verkabelten Zuspieler benötigt oder auf drahtloses Streaming ausgelegt ist.

Viel Bewegung im AR-Markt

Aus den Bildern lassen sich insgesamt nur wenige Rückschlüsse ziehen. Die Zeichnungen sind außerdem kein Hinweis darauf, ob Samsung das AR-Headset wirklich auf den Markt bringen will.

Der AR-Markt ist immerhin wieder mehr in Bewegung: Magic Leap richtet sich für den B2B-Markt neu aus und soll Gerüchten zufolge demnächst eine neue AR-Brille präsentieren. Nreal hat ein Produkt für Verbraucher und für Unternehmen am Start. Und Apple könnte am 15. September neue Informationen zu den eigenen AR-Projekten bekanntgeben.

Quelle: 91mobiles.com

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