Pimax "Reality": Autarke High-End PC-VR-Brille mit epischem Preis

Pimax

Die neue Reality VR-Brille des chinesischen Herstellers Pimax soll alles bieten, was das Enthusiasten-Herz begehrt – und dann noch etwas mehr. Das wirkt sich auf die Preisgestaltung aus.

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Pimax' neue VR-Brille "Pimax Reality 12K QLED" ist auf dem Papier die wohl fortschrittlichste VR-Brille derzeit. Fangen wir bei den Displays an: Verbaut sind zwei 6K QLED-Displays (5.620 px × 2.720 px, 200 Hz) mit Mini-LED-Backlight, Local Dimming und HDR-Unterstützung.

Das bringt die Gesamtauflösung des Bildschirmes natürlich nicht auf 12K (12.288 px × 6.480 px), die Gesamtanzahl Pixel ist geringer (30.572.800 px vs. 79.626.240 px), aber dieser Marketing-Trick von Pimax dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

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Trotz der aufwendigeren Technik und eines integrierten Prozessors (siehe unten) soll die neue Pimax-Brille kompakter und leichter werden als bisherige Modelle.

Pimax verspricht Fortschritte bei den VR-Linsen

Um trotz der sehr hohen Auflösung eine gute Performance zu bieten, hat Pimax Eye-Tracking in die VR-Brille verbaut. VR-Rendertechniken wie Foveated Rendering sollen nur den kleinen Teil des Bildes mit allen Details berechnen, den Nutzer:innen gerade anschauen. Das spart in der Theorie reichlich Rechenleistung.

Pimax' Eye-Tracking-Partner ist der schwedische Hersteller Tobii. Das integrierte Eye-Tracking-System soll auch den Abstand der Linsen automatisch optimal auf den Augenabstand einstellen.

Bei den Linsen gelang Pimax laut eigenen Angaben ein Durchbruch: Das Sichtfeld soll extrem weit sein und dennoch ohne Verzerrungen an den Rändern auskommen. | Bild: Pimax

Bei den Linsen verspricht Pimax ebenfalls Fortschritt: Eine Mischung aus Fresnel-Schliff und asphärischen Linsen, Pimax nennt sie "bionische Linsen", soll ein extrem weites Sichtfeld mit bis zu 200 Grad horizontal und 135 vertikal ermöglichen, ohne die von Pimax-Brillen bekannten typischen Verzerrungen an den Seitenrändern. Damit wäre fast das menschliche Sichtfeld abgedeckt.

Pimax rüstet auch beim Tracking kräftig auf

Erstmals verbaut Pimax einen Prozessor direkt in die VR-Brille: Wie in Quest 2, Vive Focus 3 und Pico Neo 3 soll ein Qualcomm XR2-Chip dafür sorgen, dass man die Reality-Brille entweder autark oder wie gewohnt mit einem leistungsstarken PC betreiben kann.

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Der Anschluss an den PC ist über zwei Display Port 1.4-Verbindungen oder kabellos via Wi-Fi 6 und WiGig 2 (802.11ay) möglich. Ein Drahtlos-Adapter ist in die VR-Brille integriert, ebenso wie ein Audio- (Lautsprecher, Mikrofone) und ein Kühlungssystem.

Im autarken Modus reduziert Pimax die Auflösung auf 4K pro Auge, das Sichtfeld wird auf 150 Grad horizontal begrenzt und die Bildwiederholrate auf 120 Hz.

Damit nicht genug der Veränderungen: Für die Reality-Brille krempelt Pimax auch das Tracking-System um. Statt Valves Lighthouse-System einzusetzen, integriert das Unternehmen vier Weitwinkelkameras in das Gerät, mit denen es sich eigenständig im Raum orientieren kann. SteamVR-Tracking wird optional über Zubehör weiter unterstützt. Über an der Gehäuseunterseite montierte Kameras soll außerdem der gesamte Körper samt Mundbewegungen getrackt werden können.

Pimax Reality: Veröffentlichung im nächsten Jahr

Erscheinen soll die Pimax Reality 12K QLED im vierten Quartal 2022 für rund 2.400 US-Dollar. Pimax-typisch ist die Preisgestaltung für Bestandskunden etwas entgegenkommender: Wer schon eine Pimax-Brille besitzt, soll deren Preis beim Kauf einer Pimax Reality vollständig (!) erstattet bekommen.

Als Controller legt Pimax die selbst entwickelten Sword-Eingabegeräte bei, die an die VR-Controller von Valve Index erinnern. Pimax plant weitere VR-Brillen der neuen Reality-Serie, die möglicherweise günstiger sind. Details hierzu sind noch nicht bekannt. Pimax möchte außerdem eine "VR Station" anbieten, ein vorkonfigurierter PC optimiert für Pimax Reality mit integriertem WiGig 2-Adapter.

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