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Vive Flow: Leichte Wellness-VR-Brille vorgestellt – alle Infos

Vive Flow: Leichte Wellness-VR-Brille vorgestellt – alle Infos
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15. Oktober 2021:

  • Infos erweitert und präzisiert
  • Viele neue Informationen aus ersten Vive-Flow Tests hinzugefügt

Ursprünglicher Artikel vom 14. Oktober 2021:

HTC hat die Vive Flow vorgestellt: eine kompakte und besonders leichte VR-Brille, die für einfache Nutzung und Wellness-Apps optimiert ist.

Mit der Vive Flow wagt HTC etwas Neues: Die VR-Brille ist auf Tragekomfort und Benutzerfreundlichkeit getrimmt und richtet sich wieder an Endverbraucher:innen statt Unternehmen.

Auch die Beschränkung auf die Anwendungsszenarien wie Entspannung, Videostreaming und Casual Gaming ist neu. Deshalb liegen dem Gerät auch keine Controller bei. Stattdessen wird die VR-Brille mit dem Smartphone bedient.

Welche Technik und Eigenschaften bietet die Vive Flow?

HTC nennt folgende Spezifikationen:

  • Die beiden 2,1-Zoll großen LC-Displays lösen mit 1.600 mal 1.600 Bildpunkten pro Auge auf, bieten eine Bildwiederholrate von 75 Hertz und ein Sichtfeld von 100 Grad.
  • Dank zwei integrierten Dioptrien-Einstellrädern können Nutzer:innen das Bild manuell auf die eigenen Sehbedürfnisse anpassen (bis −6.0D).
  • Als Prozessor kommt der schon etwas ältere Snapdragon XR1 zum Einsatz. Zusätzlich sind 4 Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Speicher verbaut. Einen SD-Kartenslot für zusätzlichen Speicherplatz gibt es nicht. Ein aktives Kühlsystem leitet die warme Luft vom Gesicht weg.
  • Vive Flow unterstützt 6-DoF-Tracking mittels zweier integrierter Kameras. Das heißt, dass räumliche Bewegungen erfasst und in die Virtual Reality übertragen werden.
  • Schwarz-Weiß-Videodurchsicht wird ebenfalls unterstützt. Den Nutzungsbereich einzeichnen kann man nicht. Die VR-Brille generiert automatisch einen digitalen Schutzkäfig in zwei oder drei Metern Entfernung.
  • Als Controller dient ein per Bluetooth verbundenes Android-Smartphone, alternativ kann man die Menüs auch durch einen Blickcursor steuern. Handtracking wird nicht unterstützt, könnte laut HTC aber noch kommen.
  • Die Bügel sind mit Lautsprechern für 3D-Audio ausgestattet. Optional kann man die Vive Flow auch mit externen Bluetooth-Kopfhörern verbinden.
  • Das Gerät ist mit 189 Gramm erstaunlich leicht für eine VR-Brille. Das 1,2 Meter lange Kabel wiegt weitere 50 Gramm.
  • Dank eines Doppelscharnierdesigns lässt sich die VR-Brille zusammenklappen und problemlos überallhin mitnehmen. Das Gesichtspolster lässt sich dank magnetischer Verbindungen einfach und schnell austauschen.
  • Ein passendes Case ist separat erhältlich und wird circa 50 Euro kosten, Vorbesteller:innen erhalten dieses kostenlos.

Was bietet die VR-Brille an Apps und Anwendungen?

Vive Flow kann zum einen Smartphone-Inhalte auf einen digitalen Bildschirm spiegeln etwa für Videostreaming, zum anderen native VR-Apps aus dem Viveport-Store starten.

HTC hat bislang folgende Apps und Anwendungen angekündigt:

  • Meditation 2.0 mit Apps wie TRIPP oder eine immersive Fahrt auf der Route 66 mit MyndVR’s Original Series: A Road to Remember
  • Ansehen von Fernsehprogrammen oder Filmen auf dem persönlichen VR-Bildschirm in Kinogröße
  • Trainieren des Geistes mit verschiedenen Apps
  • Zusammenarbeiten und Treffen mit Kolleg:innen und Freund:innen auf VIVE Sync

Der Viveport-Store soll zum Launch zwischen 50 bis 100 VR-Apps bieten. Bis Jahresende sollen es 150 werden.

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Die Vive Flow ist erstaunlich kompakt und leicht für eine VR-Brille. Zum Vergleich: Eine Oculus Quest 2 bringt mehr als zweimal so viel Gramm auf die Waage, hat dafür aber auch mehr Features. | Bild: HTC

Nach dem Launch der Vive Flow will HTC ein spezielles Viveport-Abonnement einführen. Das Abo kostet 5,99 Euro im Monat und bietet unbegrenzten Zugang zu einer breiten Palette an immersiven Apps für Wohlbefinden, Gehirntraining, Produktivität, Casual Games und exklusive Inhalte wie einen Lo-Fi-Raum, der wie ein gemütliches Café gestaltet ist.

Funktioniert die VR-Brille autark, also ohne externe Stromquelle?

Nein. Zwar hat die Vive Flow eine kleine Batterie verbaut, die hält jedoch nur fünf Minuten und dient zum Wechseln der Stromquelle. Das kann entweder ein Android-Smartphone (siehe Kompatibilitätsliste) oder eine Powerbank sein. Angeschlossen werden die Geräte über ein aus dem rechten Bügel ragenden Kabel mit USB-C-Port.

HTC wird separat eine eigene 10.000-mAh-VIVE-Powerbank für extralangen Betrieb anbieten. Sie soll vier bis fünf Stunden halten und wird circa 80 Euro kosten.

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Die Vive Flow samt Case passen gut in eine Tasche. | Bild: HTC

Mit welchen Smartphones ist die Vive Flow kompatibel?

Die Vive Flow ist derzeit nur mit Android-Geräten kompatibel. HTC arbeitet noch an der iOS-Unterstützung. Ob und wann diese kommt, ist nicht bekannt.

Für Nutzer:innen mit Android-Smartphone bietet HTC einen Kompatibilitätscheck auf der offiziellen Internetseite (bis fast nach ganz unten scrollen und das eigene Smartphone in das Suchfeld eintippen!).

Kann ich die Optik an meinen Augenabstand anpassen?

Nein, die Vive Flow unterstützt keine IPD-Einstellung aufseiten der Hardware. Menschen mit sehr kleinem oder sehr großen Augenabstand sollten die VR-Brille daher zuerst ausprobieren.

Was sagen Tests?

Bislang gibt es nur Kurztests. Erste Eindrücke könnt ihr im Artikel HTC Vive Flow: Das sagen erste Tester der VR-Brille nachlesen.

Wann und wo gibt es die Vive Flow zu kaufen?

Vive Flow kann man ab sofort für 549 Euro auf der offiziellen Internetseite vorbestellen.

Jede:r Vorbesteller:in erhält das offizielle Vive Flow-Case sowie ein Geschenkpaket mit sieben zusätzlichen Inhalten. Um welche Inhalte es sich handelt, hat HTC noch nicht verraten.

Der freie Verkauf via Einzelhändler beginnt im November 2021.

Weiterlesen über HTC-Produkte:

Quelle: Pressemitteilung, CNET, The Verge