Oculus bringt neue Schnittstelle - öffnet das den Store?

Oculus bringt neue Schnittstelle - öffnet das den Store?

Im März geht's bei Oculus los mit OpenXR, einem einheitlichen Entwicklungsstandard für VR und AR. Könnte das den Oculus Store langfristig für andere VR-Brillen öffnen?

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Im Rahmen der eigenen digitalen Entwicklerkonferenz kündigt Facebook den Start der Entwicklerschnittstelle OpenXR an. Im Laufe des März soll die neue Software für Quest- und Rift-Entwickler ausgerollt werden.

OpenXR soll die Entwicklung für VR- und AR-Systeme vereinheitlichen. Derzeit müssen Entwickler ihre VR-Apps noch für unterschiedliche Schnittstellen bei Steam, Oculus oder WebVR anpassen.

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OpenXR soll als einheitlicher Programmierstandard das Plattform-Chaos beseitigen. Samsung Gear VR und Daydream sind mittlerweile tot, diese Fragmentierung hat sich daher schon von selbst erledigt. Bild. OpenXR

Sollten irgendwann alle Ökosysteme auf OpenXR umstellen, dann könnte eine VR-App auf mehreren Plattformen erscheinen, ohne dass der Code angepasst werden muss. Für Entwickler wäre das ein Feiertag und für die Branche ein wichtiger Schritt, um die aktuelle Plattformfragmentierung einzudämmen und somit nutzerfreundlicher zu werden.

In der OpenXR-Arbeitsgruppe beteiligen sich neben Oculus zahlreiche große Unternehmen wie Google, Intel, Nvidia, Microsoft oder Valve an der Entwicklung des Standards. Die Gruppe stellte die finalen OpenXR-Spezifikationen im August 2019 vor. Microsoft unterstützt OpenXR bereits bei Windows Mixed Reality. Oculus arbeitet seit September 2019 an der OpenXR-Integration.

Entwickler finden hier weitere Informationen zum Oculus Rollout und zu OpenXR generell auf der offiziellen Webseite.

Öffnet Oculus den eigenen Store für andere VR-Brillen?

Derzeit bietet Oculus exklusive VR-Apps und -Spiele offiziell ausschließlich im eigenen Store und nur für Oculus-Brillen an. Der ehemalige Oculus-Manager Nate Mitchell äußerte in der Vergangenheit, dass Facebook sehr wohl Interesse daran habe, mehr VR-Brillen im eigenen Store zu unterstützen. Diese Aussage ist allerdings schon mehr als zwei Jahre her, ohne dass sich was getan hat.

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Mit OpenXR wäre zukünftig zumindest die technische Grundlage gegeben für eine umfassende Unterstützung Oculus-fremder VR-Brillen, ohne dass sich Facebooks VR-Abteilung mit Software-Anpassungen und zusätzlichem Support für die Geräte anderer Hersteller befassen muss.

Volle Datenkontrolle könnte Nutzerwachstum schlagen

Ob Oculus den eigenen Store dann tatsächlich für Dritthersteller öffnet, hängt mit der Marktstrategie zusammen: Sollte Facebook-Chef Mark Zuckerberg Wert legen auf maximales Wachstum, beispielsweise für die Social-App Horizon, dann würde eine Öffnung des Stores auf dieses Ziel einzahlen.

Falls die Facebook-Strategen ein explosives VR-Marktwachstum allerdings ohnehin schon zu den Akten gelegt haben, dann könnte die vollständige Kontrolle über Hard- und Software - und die damit verbundenen Daten - wichtiger sein als die Anzahl Nutzer auf der eigenen Plattform. Denn die Daten von VR-Systemen zu Bewegung und intuitiver sozialer Interaktion bietet so keine andere Technologie - worüber wir uns im MIXED-Podcast Folge #173 ab Minute 30 unterhalten. Vom großen Ziel, eines Tages eine Milliarde Nutzer in VR zu bringen, rückte Zuckerberg zuletzt jedenfalls deutlich ab.

Titelbild: OpenXR (greift nach den Sternen?)

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