Update vom 18. März 2019:

Die OpenXR-Arbeitsgruppe hat nach knapp zwei Jahren die vorläufigen Spezifikationen des XR-Standards bekanntgegeben. Entwickler und Industrievertreter können ab sofort Version 0.9 testen und der Arbeitsgruppe im entsprechenden Forum Feedback geben, bevor später in diesem Jahr die finale Version 1.0 erscheint.

Microsoft stellte zeitgleich zu Testzwecken eine OpenXR-Laufzeitumgebung ins Netz, die Windows-Brillen mit dem Standard kompatibel macht. Hololens 2 soll später folgen.

Oculus will OpenXR-Unterstützung für Oculus Rift und Oculus Quest nachreichen, sobald Version 1.0 erscheint. Epic Games sitzt ebenfalls in der Arbeitsgruppe und stellt Open-XR-Unterstützung für die Unreal Engine 4 in Aussicht. Die Beratungsfirma Collabora schließlich veröffentlichte Monado, ein Open-Source-SDK, das Linux für Open XR öffnet.

Mehr Informationen zu OpenXR 0.9 gibt es auf der offiziellen Internetseite.

Ursprünglicher Artikel vom 22. Januar 2019:

OpenXR: Intel übernimmt Vorsitz, nächstes Statusupdate im März

Die OpenXR-Mitglieder arbeiten trotz Stabwechsel weiter an der Entwicklung eines industrieweiten Mixed-Reality-Standards. Auf der GDC 2019 wird die Arbeitsgruppe ein Update zum Stand der Dinge veröffentlichen.

Am OpenXR-Standard arbeitet so ziemlich jedes größere Techunternehmen mit: Von Google und Intel über Oculus und Valve bis hin zu Microsoft und Nvidia. Das Ziel: einen industrieweiten, offenen Standard für Virtual und Augmented Reality zu schaffen, der der Fragmentierung des Marktes entgegenwirkt.

OpenXR_Nach_Standardisierung

OpenXR dient als Schnittstelle, die zwischen unterschiedlichen Hardware- und Entwicklungsplattformen vermittelt. BILD: Khronos Group.

OpenXR soll inbesondere Entwicklern helfen: Der Standard macht es ihnen leichter, Apps für mehrere Plattformen herauszubringen oder von einer Plattform zur anderen zu portieren.

Endverbraucher sollen ebenfalls von OpenXR profitieren: Apps könnten zukünftig auf jedem VR- oder AR-Gerät laufen und und Verbrauchern so die Kaufentscheidung erleichtern.

Die Industrie zieht an einem Strang

Nun gibt die OpenXR-Arbeitsgruppe einen Wechsel im Vorsitz bekannt: Nach knapp zwei Jahren gibt Epic Games’ Mixed-Reality-Botschafter Nick Whiting den Stab an Intels Brent Insko weiter, wie Road to VR berichtet. Insko ist der leitende Softwarearchitekt in Intels Virtual-Reality-Organisation.

Epic Games solle sich nach wie vor dem Standard verpflichtet fühlen und dessen Entwicklung nach Kräften vorantreiben, sagt Whiting. Grund für den Rücktritt seien neue Aufgabenbereiche bei Epic Games.

“Als der neu gewählte Vorsitzende bin ich begeistert, die Entwicklung von OpenXR bis Erstveröffentlichung und darüber hinaus voranzutreiben”, sagt Insko. “Die mehr als dreißig Mitglieder arbeiten fieberhaft an einer Spezifikation, die die größten Komplikationen bei der Programmierung  von VR/AR-Apps beseitigt.”

Am 19. März will die Arbeitsgruppe auf der GDC die neuesten Ergebnisse präsentieren. Das letzte, große OpenXR-Statusupdate gab es im August 2018. Damals veröffentlichte die Arbeitsgruppe eine Übersicht der OpenXR-Architektur und zeigte Epics VR-Demo “Showdown”, die ohne weitere Anpassungen sowohl auf einer Windows- als auch auf einer StarVR-Brille lief.

Weiterlesen zum Thema:

Titelbild: OpenXR, Via: Road to VR


MIXED-Podcast #150: Valve Index und Apples AR-Augen | Alle Folgen


Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.