Oculus-Gründer Palmer Luckey verrät auf Twitter ein neues Detail zum Ende der Oculus Rift 2.

Wir erinnern uns: Im Herbst 2018 verließ Brendan Iribe, der Gründer und CEO von Oculus, das Unternehmen. Laut eines Berichts waren Meinungsverschiedenheiten mit Facebook hinsichtlich Oculus’ Ausrichtung und zukünftiger Strategie der Grund. Iribe leitete die Entwicklung der Oculus Rift 2 und sah die Zukunft weiterhin in PC-VR, während die Facebook-Führungsetage alle Hoffnung auf autarke Virtual Reality setzte: Im Frühjahr erschien Oculus Go und für 2019 war Oculus Quest geplant.

Dem Bericht zufolge wurde Oculus Rift 2 nach internen Streitigkeiten abgesagt, was Iribe dazu veranlasste, Facebook den Rücken zu kehren. Statt eines Highend-Geräts erschien im Mai 2019 zeitgleich mit Oculus Quest die Oculus Rift S (Test), die von Lenovo mitentwickelt und hergestellt wurde und technisch eher ein Seitschritt als Fortschritt in Sachen PC-VR war.

Im Herbst 2020 folgte das Aus der Rift-Brille, als Facebook den Produktionsstopp ankündigte und bekannt gab, in Zukunft keine reinen PC-VR-Brillen mehr zu bauen. Die Zukunft, so viel war klar, gehört der Oculus Quest, die dank Oculus Link (Infos) auch am PC genutzt werden kann.

Luckey beklagt das Ende der Rift

Auf Twitter äußert sich Oculus-Gründer Palmer Luckey zu den versiegenden Rift S-Lieferbeständen und damit dem Ende der Rift-Produktreihe, mit der Oculus im Jahre 2012 den VR-Hype ins Rollen brachte. Luckey zufolge war die Rift 2 kurz davor, in Produktion zu gehen und damit weiter fortgeschritten, als man bislang wusste.


“Wie schade. Ich stelle mir eine Welt vor, in der Rift 2 nicht kurz vor Produktionsbeginn gestoppt und zugunsten eines Lenovo-Rebrandings mit weitaus niedrigeren Spezifikationen erneut abgesagt worden wäre”, schreibt Luckey.

Von dem Projektstatus konnte der Oculus-Gründer nur durch Hörensagen erfahren haben: Er stolperte 2016 über eine Politaffäre und wurde im darauffolgenden Jahr aus dem Unternehmen geworfen.

Vorerst kein Highend-VR von Facebook

VR-Enthusiasten dürften geneigt sein, Luckey zuzustimmen. Mit dem Ende der Rift-Brille und dem Fokus auf Oculus Quest gab Facebook Highend-VR fürs Erste auf. Das, obwohl es mit den Half-Dome-Prototypen ordentlich Appetit auf Next-Gen-VR machte. Ein entsprechendes Produkt wird so bald nicht erscheinen. Derzeit konzentriert sich Facebook darauf, VR-Technik so erschwinglich wie möglich zu machen und unters Volk zu bringen.

Ob eine 2019 erschienene Oculus Rift 2 technisch in der Lage gewesen wäre, VR 2.0 einzuläuten, ist mehr als fraglich. Die hierfür benötigten Technologien wie Eyetracking sind selbst heute noch nicht ausentwickelt. Der technische Mehrwert einer Rift 2 wäre letzten Endes kleiner gewesen als die Vorteile, die ein autarker Formfaktor bringt. Man könnte sagen, dass die Valve Index (Test) die Nachfolge der Rift-Brille angetreten hat und als solche konnte sie keinen Durchbruch am Markt herbeiführen.

Quelle: Twitter, Titelbild: Facebook

Mehr erfahren über Oculus Quest 2:

Oculus Quest 2 aus Deutschland bestellen

Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

Bei Amazon Frankreich könnt ihr die Oculus Quest 2 ganz normal kaufen. Tipp: Rechtsklick auf die Webseite und “Übersetzen” wählen.

Oculus Quest – 64 GB | Oculus Quest – 256 GB

Hinweis: Ihr könnt bei Amazon Frankreich über euren deutschen Account bestellen. Die VR-Brille unterstützt deutsche Sprache in den Menüs. Eine regionale Sperre seitens Facebook ist derzeit nicht aktiv – Quest 2 funktioniert ganz normal. Amazon Frankreich liefert innerhalb weniger Tage, zum Teil werden die Geräte sogar aus Lagern in Deutschland verschickt.

steady2

MIXED.de Podcast: VR, AR und KI - jede Woche neu

Jetzt reinhören: Alle Folgen


Hinweis: Links auf Online-Shops in Artikeln können sogenannte Affiliate-Links sein. Wenn ihr über diesen Link einkauft, erhält MIXED.de vom Anbieter eine Provision. Für euch verändert sich der Preis nicht.