Oculus Quest (2): Neues Feature verbessert Nutzung von Android-Apps

Oculus Quest (2): Neues Feature verbessert Nutzung von Android-Apps

Im Juni führte Facebook Multitasking auf Oculus Quest ein. Das Feature erleichtert die Nutzung von Android-Apps und wertet die VR-Brille als Arbeits- und Unterhaltungsgerät auf.

Android-Apps wie Netflix, Discord oder Spotify, die man via Sidequest auf Oculus Quest installiert und als 2D-Anwendung startet und nutzt: Das ist an sich nicht Neues. Ähnliches konnte man schon mit Oculus Go. Dass das geht, ist kein Wunder: Beide VR-Brillen (Vergleich) basieren auf dem Android-Betriebssystem.

Das mit Update 30.0 eingeführte Multitasking für Oculus Quest macht dieses inoffizielle Feature allerdings erst richtig praktisch: Quest-Nutzer können jetzt gleichzeitig Android-Apps nutzen, via Oculus Browser im Internet surfen und im Quest Store stöbern. Die Android-Apps lassen sich im Raum anordnen, minimieren und schließen. All das war früher nicht möglich.

Oculus Quest: Auf dem Weg zur virtuellen Arbeitsplattform

Dass die Unterstützung von Android-Apps verbessert wurde, ist kein Zufall: Facebook arbeitet derzeit an einer Integration von Smartphone-Apps. Mit der Einbindung von Android-Apps in den Quest Store schlüge das Unternehmen eine Brücke zum App-Ökosystem des Smartphones und ermöglichte Quest-Nutzern Zugang zu einer großen Bibliothek etablierter Apps und Plattformen, was die VR-Brille deutlich aufwerten würde.

Es ist Facebooks erklärtes Ziel, Oculus Quest zu einem tragbaren Personal Computer und virtuellen Büro zu machen, das eines Tages Chromebooks oder Tablets ersetzen soll. Das Unternehmen nennt dieses Feature-Paket Infinite Office. Multitasking und Android-App-Unterstützung sind wichtige Schritte bei der Umsetzung dieser Vision, die Oculus Quest zu mehr als nur einer Spielkonsole machen soll.

Ein tolles Feature, das noch besser werden wird

Ich habe Multitasking mit einer Handvoll Android-Apps ausprobiert, darunter Netflix, Discord, Spotify und dem Lieferdienst Glovo. Hierfür habe ich zuerst die entsprechenden APKs von einer vertrauenswürdigen Webseite heruntergeladen und danach via Sidequest (Anleitung) auf Oculus Quest installiert. Anschließend konnte ich die Apps unter Apps > Unbekannte Quellen starten und neben zwei weiteren Fenstern im Raum vor mir anordnen.

Manche Komfort-Features fehlen noch: Spotify (sowie jede andere Android-App) zum Beispiel bricht ab, wenn ich eine VR-App starte. Aber ab und zu einen Blick in Discord werfen oder das Mittagessen bestellen, ohne die VR-Brille abnehmen zu müssen: Das ist zusammen mit Smartphone-Benachrichtigungen in VR (Anleitung) ein großer Gewinn in Sachen Nutzerfreundlichkeit.

Quelle: UploadVR, Titelbild: MIXED

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Oculus Quest 2 wird in Deutschland vorerst nicht verkauft. Wie lange dieser Verkaufsstopp anhält, ist nicht bekannt.

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