Facebook rollt ein weiteres Update für Oculus Quest aus. Was bringt es an neuen Features?

Das wichtigste neue Feature von Update 30.0 ist Multitasking. Hiermit können Quest-Nutzer bis zu drei System-Apps gleichzeitig bedienen. Dazu gehören unter anderem der Quest Store, der Browser und Oculus TV. In Zukunft könnten nützliche Android-Apps hinzukommen.

Das Feature muss unter Einstellungen > Experimentelle Features aktiviert werden, gefolgt von einem Neustart der Oculus Quest. Danach kann man bis zu drei System-Apps aus dem Universalmenü oder der App-Bibliothek per Drag-and-drop in eine von drei Positionen zu ziehen, wie in folgendem Video zu sehen ist.

Kann man damit endlich den Browser öffnen, während man in einer VR-App ist, um etwas im Internet nachzuschauen? Vermutlich nicht. So etwas wäre eine echte Bereicherung. Husch husch, an die Arbeit, Facebook!

Höhen-Booster und Modi für Farbenblinde

Das jüngste Update bringt außerdem die Möglichkeit, beim Voice-Chat zwischen Party-Chat und App-Chat zu wechseln, sodass man sich abwechselnd mit der Party-Chatgruppe und Mitspielern in Onward, Echo VR oder Population: One austauschen kann. Die entsprechende Option findet man im Universalmenü. Sie funktioniert mit sämtlichen VR-Apps.

Mit Update 30.0 führt Facebook ein neues Tab in den Einstellungen ein, das der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit gewidmet ist. Dort findet man in Zukunft alle Einstellungen, mit denen man die VR-Erfahrung an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann, zum Beispiel die Möglichkeit, die Standard-Textgröße einzustellen. Facebook bringt außerdem zwei gänzlich neue Zugänglichkeits-Features.

Die erste ist Farbkorrektur für Menschen mit Farbenblindheit. Hier gibt es farblich optimierte Einstellungen für Deuteranopie (Grünblindheit), Protanopie (Rotblindheit) und Tritanopie (Blaublindheit).

Das zweite neue Zugänglichkeits-Feature erlaubt es Quest-Nutzern, die Blickperspektive künstlich um 0,4 Meter nach oben zu verschieben, sodass es im Sitzen erscheint, als würde man stehen. Die Option findet man unter Einstellungen > Experimentelle Features. Die Einstellung bleibt so lange aktiv, bis man das Guardian-System neu einrichtet oder die Oculus Quest abschaltet. VR-Apps müssen das Feature unterstützen.

Air Link kommt für Quest 1

Facebook hat außerdem ein Geschenk für Nutzer der Standard-Quest parat: Air Link unterstützt dank des neuesten Updates nun auch die ältere VR-Brille. Das offizielle PC-VR-Streaming wurde im April mit Update 28.0 eingeführt. Air Link-Nutzer müssen Version 30.0 der Oculus PC-App oder höher installiert haben. Wie man Air Link einrichtet und welche Alternativen es gibt, steht in unserem PC-VR-Streaming-Guide.

Facebook schreibt, dass man noch immer an der Performance, visuellen Qualität und Stabilität von Air Link arbeite. Das ist auch nötig, schließlich hat die Konkurrenzlösung Virtual Desktop kürzlich in einem Update ordentlich nachgelegt.

Das Quest-Update 30.0 rollt seit dem 15. Juni gestaffelt an VR-Nutzer aus. Es kann eine Woche oder mehr dauern, bis es alle Nutzer erreicht. Unter Einstellungen > Infos kann man einsehen, welche Version installiert ist und ob das Update schon  bereitsteht.

Den vollständigen Update-Text findet ihr in den Oculus Release Notes. Der in Aussicht gestellte größere Guardian-Spielbereich ist nicht dokumentiert. Wahrscheinlich hat er es nicht in das Update geschafft.

Informationen zu den letzten drei großen Updates gibt es in den weiterführenden Links unten.

Quelle: Oculus Blog, Titelbild: Facebook

Weiterlesen über Quest-Updates:

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