Meta testet PC-VR-Streaming aus der Cloud – Bericht

Meta testet PC-VR-Streaming aus der Cloud – Bericht

Meta testet derzeit offenbar intensiv das hauseigene Cloud-VR-Streaming: Ein neuer Leak nennt mögliche Partner und Pläne.

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Der gut informierte Hardware-Analyst und Youtuber Brad Lynch leakte heute das mutmaßliche Design der Meta Quest 3. Am Ende seines Videos gibt er auch einige interessante Details zu Metas geheimem Cloud-Streaming-Projekt preis.

Dass Meta an einem solchen Feature arbeitet, war bereits durchgesickert. Offenbar konnte es ein britischer Quest-Nutzer versehentlich sogar ausprobieren.

Ein von Meta geplanter und von D-Link hergestellter Air-Link-Dongle namens Air Bridge soll laut Lynch nicht nur das PC-VR-Streaming vom Spielerechner auf die Meta Quest 2 vereinfachen, sondern in Zukunft auch für das Cloud-Streaming von PC-VR-Titeln gedacht sein. Laut Lynch steht die Ankündigung des Dongles seitens Meta unmittelbar bevor.

Project Razor: US-Tests für Metas VR-Cloud beginnen bald

Lynchs neuer Bericht unterstreicht die Streaming-Pläne für grafisch aufwändiges PC-VR auf mobilen Headsets. Seine Quellen nennen sogar einige Partner: An „Project Razor“ seien große Internetanbieter wie Verizon und AT&T beteiligt.

Sie sollen im Rahmen der Partnerschaft die Verbindungsqualität abstimmen und verbessern, um das Internet fit fürs Metaverse zu machen. Erste Spieletester in den USA starten ihre Probeläufe schon in der kommenden Woche, so der Bericht.

Ausschnitt aus Lynchs Video, der die neuen Infos zu Metas Cloud-VR-Projekt zusammenfasst. | Bild: SadlyitsBradley / Brad Lynch

Die genannte Titelauswahl klingt nach einem sinnvollen Mix für technische Tests. Das Weltraum-Epos Lone Echo bietet detailverliebte PC-VR-Grafik und im Musikspiel Beat Saber ist die Latenz ein kritischer Faktor für ein gutes Spielerlebnis.

Metas Proto-Metaverse Horizon Worlds schließlich ist für seine in Echtzeit berechnete Physik bekannt. Gerade hier ist eine gute Verbindungsqualität nötig. Nur so kann etwa ein Puck flüssig über einen Airhockey-Tisch gleiten. Ebenfalls für Tests vorgesehen seien die realistischen Codec-Avatare sowie das Eye- und Face-Tracking der Meta Quest Pro.

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Meta versucht laut Lynch schon vor dem Launch Referenzwerte für sauber gestreamte XR-Erfahrungen aus dem sogenannten „Meta Edge Network“ auszuloten. In der nächsten Phase werde Meta das Streaming Meta-Angestellten in den USA und Europa zur Verfügung stellen, um es intern weiter zu erproben.

Cloud-Streaming aus dem (mobilen) Netz

Entwickelnde könnten in dieser Phase sowohl mit „Cloud Enabled“-Inhalten als auch mit „Cloud First“-Inhalten experimentieren. Dabei handelt es sich um zwei Stufen, die unterschiedlich intensiv auf gestreamte Daten zurückgreifen. Ein wichtiges Ziel sei, Highend-VR-Erfahrungen zu schaffen, die auf einem autarken Headset normalerweise nicht umsetzbar wären.

Später plane Meta auch Tests mit Streaming über 5G-Verbindungen mittels Amazons „AWS Wavelength“-Infrastruktur.

Ein Anlass für Metas verstärkten Fokus auf bessere Grafik per VR-Streaming könnte Sonys kürzliche Vorstellung aufwändiger Spiele für die PlayStation VR 2 gewesen sein, meint Lynch.

Meta dürfte allerdings weiter in die Zukunft planen und das Cloud-Streaming später auch für Augmented-Reality-Brillen einsetzen, die noch größeren technischen Einschränkungen bei Rechenleistung, Wärmentwicklung und Akkus unterliegen als heutige VR-Headsets.

Quellen: SadlyitsBradley