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Quest 2: Meta testet Cloud-Streaming – Bericht

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Update vom 28. Mai:

  • Reddit-Links in den Quellen ergänzt
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Die Cloud könnte PC-Grafik mit autarken VR-Brillen ermöglichen. Es gibt Hinweise, dass Meta Cloud-Gaming für Virtual Reality testet.

Der Youtuber Brad Lynch berichtet von einem britischen Quest-Nutzer, der Zugriff auf das intern getestete Cloud-Streaming mit Namen Avalanche erhalten haben soll.

Der Nutzer sei in der Lage gewesen, das PC-VR-Spiel Asgard’s Wrath via Wi-Fi 5 aus der Cloud heraus zu spielen. Die Erfahrung solle jedoch nicht sehr gut gewesen sein. Lynch denkt, dass die Server in den USA stehen und dass das Erlebnis deswegen gelitten hat.

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Der Quest-Nutzer hatte zuvor bei Reddit (Links siehe Quellen) einen Screenshot des Oculus-Menüs veröffentlicht, in dem das Cloud-Streaming unter den experimentellen Features der VR-Brille auftaucht. Dem Bild zufolge hat Avalanche noch Alpha-Status.

Meta verbannt Cloud-Streaming-Apps

Es ist nicht das erste Mal, dass man von Avalanche hört. Im April entdeckte der Quest-Dataminer Samulia Hinweise auf interne Cloud-Streaming-Tests mit Codenamen „Oculus Avalanche“. Gefunden wurde die Strings in der Quest-Firmware 24.0, die im November 2020 veröffentlicht wurde. Meta testet Cloud-Gaming demnach schon länger.

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Ein paar Monate später, im März 2021, verbannte Meta VR-Apps, die Cloud-Streaming nutzen, aus dem Oculus Store und dem App Lab. In den Entwicklerrichtlinien heißt es wörtlich: „Anwendungen, die interaktive, immersive VR-Inhalte streamen, dürfen dies lediglich von einem lokalen PC aus tun, auf den der Kunde physischen Zugriff hat.“

Böse Zungen behaupten, Meta habe eine eigene Streaming-Lösung in Entwicklung und wolle damit potenzielle Konkurrenten wie Plutosphere zuvorkommen. Das verantwortliche Start-up launchte Anfang des Jahres Cloud-Streaming für Quest-Brillen auf Basis von Nvidia CloudXR und AWS. Die Plutosphere-App müssen Kund:innen via Sidequest herunterladen, da sie weder im Oculus Store noch im App Lab zugelassen ist.

VR-Spiele aus der Meta-Cloud: Nicht vor 2025?

Dass Meta Cloud-Streaming erprobt, ist keine Überraschung. Die Technologie hat riesiges Potenzial, da sie die größte Schwäche autarker VR- und AR-Brillen, die begrenzte Rechenleistung und Abwärme, verringern könnte.

Die Frage ist somit nicht, ob, sondern eher, wann Cloud-Streaming kommt. Das größte technische Hindernis ist weniger der Datendurchsatz als die Latenz, die bei Virtual Reality noch niedriger sein muss als bei herkömmlichen 2D-Spielen, um eine gute Spielerfahrung sicherzustellen. Vergeht zu viel Zeit zwischen einer Handlung und ihrer grafischen Umsetzung auf dem VR-Display, kann das zu Motion Sickness führen.

„Langfristig löst die Cloud eine Menge Probleme, weil sie die Rechenleistung dorthin bringt, wo sie benötigt wird“, sagte Meta-Manager Jason Rubin vor zwei Jahren. Und deutete an, dass Cloud-Streaming nicht vor 2025 einsatzbereit sein werde:

„Am Ende werden wir die Prozessoren in einer Serverfarm unterbringen und in die VR-Brille streamen. Und eine Menge Leute werden sagen: ‚Das ist unmöglich, das wird erst in einer Million Jahren passieren‘. Es sind nicht eine Million, es sind nicht fünf Jahre. Es liegt irgendwo dazwischen.“

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Alle Informationen zur Meta Quest 2 findet ihr in im verlinkten Test.

Quellen: Reddit 1/2