Meta Quest 2: Air-Link-Dongle kommt mit Cloud-Streaming – Bericht

Meta Quest 2: Air-Link-Dongle kommt mit Cloud-Streaming – Bericht

Metas Air-Link-Dongle könnte mehr leisten als PC-VR-Streaming und PC-VR-Inhalte direkt aus Metas VR-Cloud streamen, meint ein VR-Leaker.

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Im April tauchten Hinweise auf, dass Meta einen Wireless-Dongle für Meta Quest 2 auf den Markt bringen will. Das Zubehör soll die Einrichtung von Air Link erleichtern und PC-VR-Streaming damit der Masse zugänglicher machen.

Man steckt den Dongle in einen kompatiblen USB-Port am Spielerechner und schon hat man einen dedizierten Sender, der PC-VR-Inhalte ohne vorherige Netzwerkkonfiguration in das VR-Headset streamt.

Die durchgesickerte Einrichtungs-Anleitung ist einfach gehalten.

Eine Abbildung aus der durchgesickerten Air-Bridge-Anleitung. | Bild: Manuals+/D-Link

Gefundene Treiber des Zubehörs legten nahe, dass Meta die Hardware nicht selbst produziert und stattdessen einen existierenden Wireless-Dongle von D-Link nutzt, der Wi-Fi 6 unterstützt und laut Nutzerberichten gut mit Air Link funktioniert.

Zwei Wochen später tauchte eine Bedienungsanleitung auf, die die früheren Funde und Mutmaßungen bestätigte. Sie beschreibt ein USB-Dongle mit Namen „VR Air Bridge“, der mit einem Verlängerungskabel und Gestell kommt – für eine optimale Aufstellung des Datensenders in freier Sichtlinie des VR-Headsets.

USB-Dongle könnte Doppelfunktion haben

Nun bestätigt auch VR-Leaker Brad Lynch, dass Meta einen Wireless-Dongle mit Codenamen Ari auf den Markt bringen will. Es handelt sich, wie erwartet, um ein USB-Zubehör von D-Link, das als Meta-Produkt vermarktet wird. Es unterstützt IEEE 802.11ax (Wi-Fi 6) und verbindet sich über ein 5-Ghz-Band mit dem VR-Headset.

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Neu an Lynchs Bericht ist, dass der USB-Dongle Metas Cloud-VR- und Avalanche-Software nutzen könnte, also für Cloud-Streaming gedacht wäre. In diesem Modus müsse der Computer zusätzlich per Ethernetkabel mit dem Router verbunden werden, schreibt Lynch. Ein lokaler Rechner wäre weiterhin benötigt – klar, irgendwo muss man den USB-Dongle ja einstecken.

Hat Lynchs Quelle recht, so könnte Meta früher als gedacht Cloud-Streaming anbieten oder zumindest schon in Haushalten damit experimentieren. „Die Mehrheit des Codes launchte mit Version 42 und 43, aber wegen ernsthafter Probleme verschoben sie die Hardware-Auslieferung auf Version 44″, schreibt Lynch. Das Zubehör könnte diesen Angaben zufolge schon in den nächsten Monaten erscheinen.

VR-Cloud-Streaming als experimentelles Quest-Feature?

Cloud-Streaming hat riesiges Potenzial für Virtual Reality, da sie autarke Headsets mit der Leistungsfähigkeit eines stationären Rechners verbindet. Das ermöglichte größere und glaubwürdigere Spielwelten und neue Anwendungsszenarien.

Im Frühjahr tauchten Hinweise auf, dass Meta einen VR-Cloud-Streamingdienst mit Namen Avalanche testet. Ein Quest-Nutzer hatte – wohl aus Versehen – für kurze Zeit Zugriff auf den Dienst erhalten und konnte ein PC-VR-Spiel aus der Cloud heraus spielen.

Lynchs Quellen sagten, dass Meta vor einem etwaigen Launch zuerst in eine Verbesserung der Infrastruktur investieren wolle. Wohl zu diesem Zweck arbeitet Meta derzeit mit dem zweitgrößten US-Netzanbieter Verizon zusammen und lotet das Potenzial des amerikanischen 5G-Netzes aus.

Meta-Manager Jason Rubin meinte vor zwei Jahren, dass nicht vor 2025 mit Cloud-Streaming zu rechnen sei. Was nicht heißt, dass Cloud-Streaming nicht vorab als experimentelles Feature ausrollen könnte.

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